Es könnte doch alles eigentlich ganz gut sein....
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich finde, ihr erkennt die Situation mit KI auf dem Markt gut. Auch gut finde ich, dass ein Geschäftsführer aktiv in Projekten involviert ist. Die Hierarchie der Firma ist wirklich flach. Man kann theoretisch wirklich jeden ans Telefon bekommen. Das wird mit der Umstrukturierung leider jetzt auch anders.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ihr verliert grade ein wenig das Vertrauen eurer Leute.
Das Thema Homeoffice sollte als echter Benefit und nicht als Waffe benutzt werden. Kommentare wie "am besten so oft ins Büro wie möglich sind daneben"!
Gute Führung und Innovation braucht keine physische Anwesenheit oder Flurfunk. Wenn das ermöglichen von neuen Ideen oder Denkansätzen im Keim erstickt wird, bringen auch 5 Tage Büro nichts.
Das ist lediglich ein Kontrollinstrument, wenn man das Konzept von einem Mitarbeiter der invested ist in die Weiterentwicklung einer Software nicht ordentlich umgesetzt bekommt.
Innovatives Denken entsteht durch das ermöglichen von Spielräumen für neue Ideen.
Ich habe das Gefühl, dass grade eine Umgestaltung von einem tollen Unternehmen "Mittelstand mit Startup Vibe" grade massiv in Richtung "Most generic Corporate Company" erfolgt.
Verbesserungsvorschläge
Geht mal bitte drei Schritte zurück, schaut euch an, wo ihr gerade steht und was euer Verhalten für Konsequenzen hat. Nehmt euch mal einen Tag Zeit und begleitet doch mal eure Hands-on-Leute bei der Arbeit. Versteht, wo die Knackpunkte liegen, und verbessert die Firma, indem ihr die Beteiligten an Bord holt und nicht über sie hinweg entscheidet. Das war, was ihr bei der Umstrukturierung sehr falsch gemacht habt: Intransparenz.
Arbeitsatmosphäre
In letzter Zeit stark stagnierend. Es werden unrealistische Ziele gesetzt, die in dieser Konstellation nicht umgesetzt werden können. Es werden Projekte auf Höckchen und Stöckchen aufgeplant und dann den Entwicklern beim Verfehlen dieser Ziele die Schuld gegeben. Dringend notwendige Arbeiten welche keinen direkten Profit bringen jedoch zwingend erforderlich sind wurden auch bei nachdrücklicher Kommunikation seitens Unitlead ignoriert. Die Konequenzen davon in Form verfehlter Ziele werden dann den Teams in die Schuhe geschoben.
Kommunikation
Umstrukturierungen innerhalb der Abteilung wurden intransparent und ohne Berücksichtigung der Lebensrealitäten der Angestellten durchgezogen. Vergleichbar in etwa vom Konzept her mit britischen und französischen Kolonialherren, die Grenzen mit Linealen gezogen haben.
Es wurden regelmäßig Entscheidungen getroffen, ohne die Beteiligten zu fragen, die oft einen deutlich tieferen Einblick in das Thema hatten.
Kollegenzusammenhalt
Die besten Leute, mit denen man zu tun haben kann! Ihr seid toll, allesamt!
Work-Life-Balance
Ja, es gibt drei Tage Homeoffice, es wird jedoch mittlerweile mehr als Druckmittel denn als Benefit verwendet, und ich schätze, dass das auch Strategie hat. „Flexible Arbeitszeiten“, aber bitte trotzdem sechs Stunden Kernarbeitszeit …
Vorgesetztenverhalten
Mein persönlicher Eindruck war, dass einige Teamleiter die Sichtbarkeit ihrer Mitarbeiter primär zur eigenen Positionierung innerhalb der Firma nutzten – weniger zum Vorteil der Mitarbeiter selbst. Unit Leads arbeiten weit an der Realität der Leute vorbei. Es herrscht ein grobes Unverständnis für grundlegende Konzepte, wie Software gebaut wird oder wie die Realität von Entwicklungsarbeit aussieht. Dies spiegelt sich regelmäßig in Entscheidungen wider, wie bei der letzten Umstrukturierung. Dort wurden Entscheidungen getroffen, deren Tragweite die Verantwortlichen vermutlich selbst nicht jetzt, sondern erst in ein paar Jahren begreifen werden, vorausgesetzt, es ist keine Absicht (dies würde ich aber nicht unterstellen). Irgendetwas muss passiert sein, denn das, was die aktuelle Geschäftsführung macht, spiegelt keine Firma wider, die während Corona VR-Brillen an Mitarbeiter verteilt hat, damit diese sich sehen können, oder an lustigen Aktionen teilgenommen hat. #SINCGoesAmericanCorpo
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind je nach Team unterschiedlich spannend. Einige Teams haben sehr stumpfe Aufgaben, andere sind durchwachsen. Einige Kollegen haben spannende Inselaufgaben. Bei wieder anderen ist die Arbeit mehr oder weniger Fließbandarbeit.
Gleichberechtigung
Eines der Themen, bei denen die Firma wirklich glänzen kann, ist Toleranz. Ich hoffe, dass sie sich das auch wirklich beibehält. Wobei ich denke, dass das eher an wenigen Kollegen hängt, die hier die Stellung halten.
Umgang mit älteren Kollegen
Ich habe kein negatives Verhalten mitbekommen. Im Zuge der Umstrukturierung habe ich vereinzelt Kommentare der Geschäftsführung wahrgenommen, die ich persönlich als unangemessen gegenüber erfahreneren bzw. älteren Kollegen empfunden habe.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war mal überm Durchschnitt. Jetzt eher durchschnittlich bis unter Durchschnitt, je nach Erfahrungsgrad und Aufgaben. Erwartet hier keine Veränderung, sofern es bei euch nicht schon schlecht läuft.
Image
Gutes mittelständisches Unternehmen mit namhaften Kunden. Ich habe immer gerne erzählt, was ich in der Firma so mache.
Karriere/Weiterbildung
Es wurden Kollegen im Zuge der Umstrukturierung auf neue Posten gesetzt, ohne mit ihnen Rücksprache zu halten. Soweit ich gehört habe, ohne Gehaltsverbesserung. Jedoch take it with a grain of salt.
