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Bewertung

Viel Druck, wenig Unterstützung und schlechte Führung

1,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei Sirius Facilities GmbH gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Es gibt kompetente und engagierte Kolleginnen und Kollegen. Auch die Aufgaben können interessant sein. Leider werden diese positiven Seiten durch die schlechte Führungskultur überschattet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Der tägliche Leistungsdruck, die ständige Kontrolle und das fehlende Vertrauen.

Fehler, zu viel Arbeit und organisatorische Probleme werden oft den Mitarbeitenden zugeschrieben. Führungskräfte scheinen sich dagegen vor allem um ihre eigene Position zu kümmern.

Wer Schwierigkeiten anspricht oder Kritik äußert, läuft Gefahr, selbst als Problem gesehen zu werden, statt Hilfe zu bekommen.

Verbesserungsvorschläge

Weniger Kontrolle und Druck, mehr Vertrauen und echte Unterstützung. Führungskräfte sollten Verantwortung für die Arbeitsbelastung, Prioritäten und eigene Fehler übernehmen, statt alles auf die Mitarbeitenden abzuwälzen.

Kritik sollte ernst genommen und nicht gegen die Person verwendet werden, die sie äußert. Auch die versprochene Flexibilität bei den Arbeitszeiten sollte tatsächlich möglich sein.

Arbeitsatmosphäre

Die Stimmung war aus meiner Sicht oft angespannt. Es gab viel Druck und wenig Vertrauen.

Ich hatte nicht immer das Gefühl, Fehler oder Schwierigkeiten offen ansprechen zu können, ohne negative Folgen befürchten zu müssen. Eine offene Fehlerkultur und ein respektvoller Umgang haben mir gefehlt.

Image

Ich finde den Unterschied zwischen dem positiven Bild nach außen und meinen eigenen Erfahrungen besonders groß.

Das Unternehmen präsentiert sich mit Auszeichnungen und Arbeitgeber-Siegeln als attraktiver Arbeitgeber. Nach meinen Erfahrungen mit der Führung, dem täglichen Druck und der fehlenden Unterstützung kann ich dieses Bild nicht bestätigen.

Work-Life-Balance

Die Arbeitsbelastung und der ständige Druck können so hoch werden, dass sie die Gesundheit der Mitarbeitenden ernsthaft belasten und sogar zu Burnout führen.

Meiner Erfahrung nach wurden Anzeichen von Erschöpfung nicht ernst genug genommen. Wer Schwierigkeiten hatte, bekam kaum konkrete Hilfe. Stattdessen wurde eher die Frage gestellt, ob die Person für die Stelle überhaupt geeignet ist.

Anstatt die Ursachen für die Überlastung zu prüfen, wurde die Verantwortung oft bei den betroffenen Mitarbeitenden gesucht.

Karriere/Weiterbildung

Das Unternehmen hat eine eigene Academy und bietet verschiedene Weiterbildungen an. In der Praxis hängt die Teilnahme aber stark von der Zustimmung der Führungskräfte ab.

Auch sinnvolle Weiterbildungen können abgelehnt oder verschoben werden, weil die tägliche Arbeit Vorrang hat.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt war im Vergleich zu marktüblichen Gehältern für ähnliche Positionen deutlich zu niedrig, besonders angesichts der hohen Arbeitsbelastung und Verantwortung.

Die Benefits sind hauptsächlich finanzieller Art und boten mir persönlich wenig Mehrwert. Sie können weder die niedrige Bezahlung noch die schlechten Arbeitsbedingungen ausgleichen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Die Umweltprojekte des Unternehmens wirken auf mich eher wie Greenwashing. Die Maßnahmen sind aus meiner Sicht wenig überzeugend und reichen bei Weitem nicht aus, um von echtem Umweltbewusstsein zu sprechen.

Auch die soziale Verantwortung gegenüber den eigenen Mitarbeitenden kommt meiner Erfahrung nach zu kurz. Gesundheit und Wohlbefinden scheinen oft weniger wichtig zu sein als Leistung und Ergebnisse.

Kollegenzusammenhalt

Mit einigen Kolleginnen und Kollegen habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht.

Ich habe aber auch Situationen erlebt, in denen aus meiner Sicht versucht wurde, andere im Team gegen Mitarbeitende zu beeinflussen, die als schwierig galten. Das schafft Misstrauen statt Zusammenhalt.

Vorgesetztenverhalten

Für mich der größte Schwachpunkt.

Ich habe Führungskräfte erlebt, die vor allem ihre eigene Position und ihre Ergebnisse schützen wollten. Druck und Verantwortung wurden dagegen an die Mitarbeitenden weitergegeben.

Bei Fehlern oder Schwierigkeiten fehlten oft Unterstützung, Selbstkritik und die Bereitschaft, eigene Fehler oder organisatorische Probleme anzuerkennen.

Besonders negativ fand ich den Umgang mit Mitarbeitenden, die Schwierigkeiten hatten. Statt Unterstützung zu bekommen, konnten sie zunehmend ausgeschlossen oder als problematisch und ungeeignet angesehen werden – gerade dann, wenn sie Hilfe gebraucht hätten.

Arbeitsbedingungen

Die technische Ausstattung und die Arbeitsmittel waren in Ordnung. Die Organisation der Arbeit war dagegen stark von Kontrolle geprägt. Die versprochene Flexibilität habe ich oft vermisst.

Regelmäßig gehen Führungskräfte verschiedener Abteilungen mit Namenslisten durch die Büros und kontrollieren, wer anwesend ist. Nach den Erklärungen, die ich dazu erhalten habe, soll damit nicht nur die Homeoffice-Nutzung kontrolliert werden, sondern auch, ob Mitarbeitende tatsächlich an ihrem Arbeitsplatz sitzen. Für mich zeigt das ein großes Misstrauen gegenüber den Beschäftigten.

Außerdem gibt es die Regel, dass jeden Tag mindestens eine Person bis 18 Uhr im Büro bleiben muss. Auch wer früh anfängt und seine regulären Stunden schon gearbeitet hat, muss unter Umständen länger bleiben, damit das Büro besetzt ist. Meiner Erfahrung nach wurde diese zusätzliche Arbeitszeit weder erfasst noch bezahlt oder durch freie Zeit ausgeglichen.

Das passt für mich nicht zu den flexiblen Arbeitszeiten, mit denen das Unternehmen wirbt.

Kommunikation

Viele Meetings, Reports und Updates, aber wenig echter Dialog.

Meiner Erfahrung nach wurde kritisches Feedback an Führungskräfte Punkt für Punkt zurückgewiesen, statt es ernst zu nehmen. Wer Kritik äußerte, musste befürchten, dass sich dies später negativ auf die eigene Situation auswirkt.

Gleichberechtigung

Zur Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern kann ich nichts Negatives berichten. Allerdings habe ich den Umgang mit Mitarbeitenden nicht immer als fair erlebt, besonders wenn jemand Schwierigkeiten hatte oder Kritik äußerte.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben können abwechslungsreich und interessant sein. Durch den hohen Arbeitsdruck bleibt aber wenig Zeit für selbstständiges, strategisches und gutes Arbeiten.


Umgang mit älteren Kollegen

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.