Tut euch das nicht an.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die 36 Stunden Woche.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Sehr viele. Dazu bitte meine detaillierte Bewertung lesen.
Verbesserungsvorschläge
Der einfachste und effektivste Weg wäre wohl schon mal, mit den Lügengeschichten aufzuhören, keine falschen Versprechungen machen, und stattdessen die Anliegen und Verbesserungsvorschläge der Mitarbeiter ernst nehmen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war oft sehr angespannt. Dazu war es in den Sommermonaten extrem warm (bis zu 34° am Arbeitsplatz) und im Winter kalt, wodurch ich manchmal Nackenschmerzen bekommen habe.
Image
Hier meine ich einen Stimmungsumschwung vernommen zu haben. Negative Berichte im Internet häufen sich, was wohl laut Aussagen langjähriger Mitarbeiter in der Vergangenheit anders (positiver) gewesen sein muss.
Work-Life-Balance
Diesen Punkt fand ich allerdings ganz gut. Ich hatte eine 36 Stunden Woche, wo man entscheiden konnte, ob man lieber an 5 Tagen die gleiche Arbeitszeit hat oder lieber Freitags schon um 12 Uhr Feierabend macht.
Warum es trotzdem nicht ganz für 5 Sterne reicht, ist der Umstand, dass ich mit 25 Tagen Urlaub recht wenig hatte und weil ich von anderen Kollegen weiß, die trotz der offiziell angenehmen Arbeitszeit massiv Überstunden angehäuft hatten, weil es gar nicht anders ging.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Eine Firma, die im Frühling den ganzen Tag die Fenster geöffnet hat, während die Heizungen hochgedreht waren...
Entscheide selbst.
Karriere/Weiterbildung
Kannste knicken. Mach deinen Job und frag nicht nach Weiterbildung. Ich habe es wirklich bei mehreren Kollegen gesehen, die gute Arbeit geleistet haben und engagiert waren, dass sie gefragt hatten, ob sie irgendwie darauf aufbauen könnten.
Absolut niemand dieser Kollegen hat diese Chance bekommen.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt mit den direkten Kollegen meiner Abteilung war ganz gut. Wir haben uns gegenseitig unterstützt und auch menschlich war das angenehm.
Allerdings kann ich trotzdem nur zwei Sterne geben, weil es Firmen-übergreifend mehr so war, dass man sich gegenseitig ans Bein pi..en wollte.
Es wurde auch viel gelästert und meistens Schuldvorwürfe gemacht.
Vorgesetztenverhalten
Etwas ambivalent. Damit meine ich insbesondere die Chefin der Firma. Augenscheinlich nett und hilfsbereit, aber dann stellte sich eben oft heraus, dass sie die Belange der Mitarbeiter gar nicht ernsthaft interessiert. Und die Lügengeschichten gingen gar nicht.
Ansonsten waren die Vorgesetzten, mit denen ich arbeitsmäßig direkt zu tun hatte, menschlich angenehm und hatten auch ein offenes Ohr bei Fragen oder Problemen.
Arbeitsbedingungen
Wie im vorherigen Punkt schon erwähnt, gab es oft keine vernünftige Erklärung, Einarbeitung, oder Anleitung.
Auch Werkzeug war teilweise nicht vorhanden, sodass ich mir in den ersten Tagen Werkzeug von Zuhause mitgebracht hatte.
Kommunikation
Echte Kommunikation fand quasi gar nicht statt. Pläne kamen aus dem Nichts und dann wurde aber erwartet, dass man diese Pläne direkt umsetzt.
Andererseits gab es zwar so etwas wie Kommunikation, aber diese war entweder Lügenbehaftet oder schlichtweg vorwurfsvoll.
Am stärksten in Erinnerung geblieben sind mir aber die immer wiederkehrenden Lügengeschichten der Chefin. Die mit absurdesten Ausreden daher kam, um zuvor versprochenes wieder zu reaktivieren.
Beispielsweise hatte es ihrer Aussage nach an einem bestimmten Tag in der IHK eine Überschwemmung gegeben und zwei Wochen später gab es dort ein Feuer.
Von beiden Dingen war in den Lokalnachrichten nichts zu lesen.
Es gab aber auch noch haufenweise mehr Lügen.
Neue Mitarbeiter, die angekündigt wurden und sage und schreibe über mehrere Monate nicht erschienen und dies mit den absurdesten Ausreden erklärt werden sollte.
Nach über 30 Ausreden zu einem einzigen Mitarbeiter, warum dieser nun doch wieder nicht erscheinen kann, tauchte dieser letztlich niemals auf und irgendwann wurde auch nicht mehr von ihm gesprochen.
Gehalt/Benefits
Als ausgebildete Fachkraft habe ich nicht wirklich viel verdient. Aber es war jetzt auch nicht so, dass es das untere Ende der Fahnenstange war, sondern nach meinen Recherchen gleichauf mit anderen etwas schlechter zahlenden Betrieben ist.
Interessante Aufgaben
Diese Frage ist eigentlich schwierig zu beantworten.
Ich vermute mal, dass einige Aufgaben interessant hätten sein können.
Jedoch wurde ich nie richtig abgeholt als ich dort anfing und kam auch nie mit komplexeren Aufgaben in Berührung.
Desweiteren glaube ich, dass die dort gefertigten Produkte durchaus Potential hätten, eine interessante Aufgabe zu bieten, aber da man oft ohne Anweisung, Anleitung oder Einarbeitung dran gesetzt wurde, war man eigentlich froh, wenn die Aufgaben simpel blieben.