„Wenn gute Mitarbeiter an schlechter Führung scheitern“
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kollegen im Team waren größtenteils hilfsbereit und der Zusammenhalt untereinander war gut. Außerdem waren die Aufgaben und das technische Umfeld durchaus interessant. Viel mehr Positives ist mir aus meiner Zeit bei Skeleton leider nicht in Erinnerung geblieben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die größten Probleme sehe ich bei Führung, Kommunikation und Organisation. Entscheidungen wirken teilweise wenig nachvollziehbar, Informationen erreichen die Mitarbeiter nicht immer rechtzeitig und Führungskräfte sind aus meiner Sicht teilweise zu wenig präsent im operativen Alltag. Dazu kommen fehlende Wertschätzung für Leistung, unklare Entwicklungsperspektiven und ein teilweise unnötig hoher organisatorischer Aufwand. Viele Probleme könnten aus meiner Sicht durch bessere Führung, klare Kommunikation und mehr Verantwortungsübernahme deutlich reduziert werden
Verbesserungsvorschläge
Skeleton sollte aus meiner Sicht stärker in professionelle Führungskräfteentwicklung investieren. Nicht jeder fachlich gute Mitarbeiter ist automatisch auch für eine Führungsposition geeignet. Führungskräfte sollten gezielt geschult werden und über entsprechende Führungserfahrung verfügen.
Außerdem sollte Führung näher an den Mitarbeitern stattfinden. Wenn es im Betrieb brennt, sollte eine Führungskraft präsent sein, Verantwortung übernehmen und gemeinsam mit dem Team nach Lösungen suchen – statt sich im Büro zurückzuziehen. Mehr Präsenz, klare Kommunikation, Vorbildfunktion und tatsächliche Unterstützung im Arbeitsalltag würden aus meiner Sicht einiges verbessern.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist aus meiner Sicht stark davon abhängig, in welchem Team und unter welcher Führungskraft man arbeitet. Grundsätzlich gibt es viele engagierte und kompetente Mitarbeiter, allerdings sorgen unklare Entscheidungen, häufige Veränderungen und mangelnde Transparenz teilweise für eine unnötig angespannte Atmosphäre.
Kommunikation
Die Kommunikation ist für mich einer der größten Kritikpunkte. Informationen werden zwar regelmäßig kommuniziert, entscheidend ist jedoch, ob die richtigen Informationen rechtzeitig bei den betroffenen Mitarbeitern ankommen. Bei strategischen Veränderungen und organisatorischen Entscheidungen fehlt teilweise Transparenz. Mitarbeiter sollten nicht das Gefühl haben, wichtige Entwicklungen erst dann zu erfahren, wenn Entscheidungen bereits gefallen sind
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen sind aus meiner Sicht einer der größten Pluspunkte des Unternehmens. Viele Mitarbeiter sind kompetent, hilfsbereit und versuchen trotz schwieriger Rahmenbedingungen gemeinsam gute Ergebnisse zu erzielen. Der Zusammenhalt innerhalb einzelner Teams funktioniert häufig besser als die übergeordnete Organisation.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance wird durch kurzfristige Veränderungen, teilweise unklare Planung und organisatorische Entscheidungen belastet. Gerade wenn sich Arbeitsort, Strukturen oder Prioritäten verändern, wäre mehr Verlässlichkeit und frühzeitige Kommunikation gegenüber den Mitarbeitern wünschenswert.
Vorgesetztenverhalten
Entscheidungen wirken teilweise wenig transparent und nicht immer nachvollziehbar. Mitarbeiter sollten stärker in Entscheidungen einbezogen werden, die ihre tägliche Arbeit und ihre berufliche Zukunft unmittelbar betreffen. Führung sollte Orientierung geben und Vertrauen schaffen, statt zusätzliche Unsicherheit zu erzeugen. Gerade in der Logistik sehe ich bei einzelnen Führungskräften deutlichen Nachholbedarf in Sachen Führungskompetenz und professionellem Umgang mit Druck und Konflikten. Hier wären gezielte Führungsschulungen dringend angebracht. Nicht jeder, der fachlich gut arbeitet, ist automatisch auch für eine Führungsposition geeignet.
Interessante Aufgaben
Die technischen und fachlichen Voraussetzungen sind grundsätzlich interessant. Gleichzeitig führen organisatorische Veränderungen und teilweise unklare Prozesse dazu, dass die tatsächlichen Arbeitsbedingungen nicht immer dem Anspruch eines modernen Technologieunternehmens entsprechen. Mehr Stabilität, klare Prozesse und verlässliche Planung wären hier wichtig.
Gleichberechtigung
Grundsätzlich sollte bei Skeleton jeder Mitarbeiter unabhängig von Position, Alter oder persönlichem Hintergrund fair behandelt werden. Mein Eindruck ist jedoch, dass Transparenz bei Entscheidungen und einheitliche Maßstäbe in der Führung noch verbessert werden könnten. Gerade in einem internationalen Unternehmen sollte Gleichbehandlung nicht nur ein Anspruch auf dem Papier sein. „Auch die Auswahl zum Mitarbeiter des Quartals empfand ich teilweise als wenig transparent und nachvollziehbar. Aus meiner Sicht sollten die Kriterien und die Auswahl klarer kommuniziert werden.“
Umgang mit älteren Kollegen
Einen respektvollen Umgang mit älteren und erfahrenen Kollegen halte ich grundsätzlich für selbstverständlich. Gleichzeitig sollte das Unternehmen Erfahrung und langjährige Betriebszugehörigkeit stärker als wertvolle Ressource betrachten und entsprechend würdigen.
Arbeitsbedingungen
Die technischen und fachlichen Voraussetzungen sind grundsätzlich interessant. Gleichzeitig führen organisatorische Veränderungen und teilweise unklare Prozesse dazu, dass die tatsächlichen Arbeitsbedingungen nicht immer dem Anspruch eines modernen Technologieunternehmens entsprechen. Mehr Stabilität, klare Prozesse und verlässliche Planung wären hier wichtig.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Unternehmen arbeitet in einem technologisch und gesellschaftlich relevanten Bereich, wodurch grundsätzlich ein sehr positives Umweltprofil vorhanden ist. Beim sozialen Aspekt innerhalb des Unternehmens sehe ich allerdings noch Verbesserungspotenzial. Nachhaltigkeit sollte nicht nur das Produkt betreffen, sondern auch den Umgang mit den eigenen Mitarbeitern.
Gehalt/Benefits
In meinem neuen Betrieb konnte ich direkt meine Stärken zeigen und daraufhin 6.000 € mehr Jahresgehalt ohne Zuschläge verhandeln die natürlich on Top kommen .Bei Skeleton wurde mir von einer Führungskraft dagegen sinngemäß gesagt: „Ihr verdient zu viel.“ Bei rund 37.000 € Jahresbrutto empfinde ich diese Aussage nach deutschem Standard als schwer nachvollziehbar.Bzw fern jeder Realität!
Für mich zeigt sich hier auch ein Führungsproblem: Leistung und Erfahrung sollten anerkannt werden, statt Mitarbeiter beim Thema Gehalt pauschal abzuwerten. Mehr Wertschätzung und eine offenere Kommunikation wären hier aus meiner Sicht dringend notwendig.
Image
Nach außen wird ein sehr innovatives und zukunftsorientiertes Bild vermittelt. Das Produkt und die Technologie sind zweifellos interessant. Aus meiner Sicht besteht jedoch teilweise eine deutliche Lücke zwischen der Außendarstellung des Unternehmens und den tatsächlichen internen Abläufen. Das Unternehmen sollte stärker darauf achten, dass Anspruch und Realität zusammenpassen.
Karriere/Weiterbildung
Die Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung sind grundsätzlich vorhanden, werden aber aus meiner Sicht nicht konsequent durch klare Karriereweg und strukturierte Weiterbildung unterstützt. Vieles hängt davon ab, wie Eigeninitiativ man selbst vorgeht. Hier könnte Skeleton deutlich mehr Struktur und langfristige Perspektiven schaffen.Früher wurde mehr drauf geachtet aber leider hat sich vieles sehr verschlechtert!

