Kleine Titanic auf dem Weg zum Eisberg
Gut am Arbeitgeber finde ich
+ zahlreiche Ladepunkte für Elektroautos
+ Kantine mit umweltbewusstem Speiseplan, es ist eigentlich jeden Tag für Veganer, Vegetarier und Carnivoren etwas dabei
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
siehe Einzelbewertungen unten
Update: Flatrate-Laden von BEV wird demnächst abgeschafft, Nachschlag in Kantine gestrichen, keine Hafermilch mehr
Verbesserungsvorschläge
fairere und transparentere Einstufung in die und innerhalb der Entgeltgruppen; Tarifbindung; niederschwelligeren Zugang zu benötigtem Werkzeug; Verbesserung der IT (sowohl HW als auch SW); Inhalte aus dem Mitarbeitendengespräch ernster nehmen
Arbeitsatmosphäre
War vor der aktuellen Umstrukturierung sehr gut, nun ist sie sehr gedrückt und in meinem Umfeld sehr pessimistisch.
Image
Im Bereich der Groß-/Zentralwechselrichter wohl noch einigermaßen gut (Hörensagen), im Bereich der Stringwechselrichter für Privathaushalte aufgrund jahrelanger Vernachlässigung im Service für Endkunden und Installateure mittlerweile desaströs.
Work-Life-Balance
Zumindest in der Entwicklung sehr gut. Das IT-System erlaubt sogar halbe Urlaubstage und es gibt keine Kernarbeitszeit. Letzteres erschwert aber auch die Zusammenarbeit, da manche Kolleg*innen in Teilzeit bereits 6:00 Uhr beginnen und nach 13:00 Uhr nicht mehr erreichbar sind.
Karriere/Weiterbildung
Karriere: eher in Management/Personalführung als im fachlichen Bereich möglich
Weiterbildungen: meist interne Schulungen, wovon es ein paar ziemlich gute gibt, andere hingegen auch ziemlich schlecht sein können (zeitlich dem Themenumfang nicht angemessen oder didaktisch verbesserungswürdig); externe Schulungen sind im Einzelfall möglich (falls Budget vorhanden)
Gehalt/Benefits
kein Tarifvertrag, daher stark unterhalb der IGM-"Gegner" in Kassel; Gehalt/Eingruppierung in die und innerhalb der Entgeltgruppen sehr stark vom Verhandlungsgeschick im Einstellungsprozess/Vorstellungsgespräch abhängig (!!!); danach sind individuelle Anpassungen nach oben sehr schwierig; ab 2026 kein Weihnachtsgeld mehr (effektiv Gehaltskürzung ggü. Vorjahren)
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umweltbewusssein ist konzernweit top; bei einzelnen Kolleg*innen besteht noch Verbesserungspotenzial, z.B. bei Verbrauchsmaterialien im Labor oder Mülltrennung.
Das Sozialbewusstsein hat sich während der aktuellen Umstrukturierung teilweise von einer schlechten Seite gezeigt, zum Glück konnte der Betriebsrat aus meiner Sicht meistens gut korrigierend eingreifen.
Kollegenzusammenhalt
Nach meinem Gefühl stark team- und abteilungsabhängig, volle Bandbreite.
Umgang mit älteren Kollegen
War vor der Umstrukturierung nach meiner Wahrnehmung ziemlich gut, während der Umstrukturierung teilweise unterirdisch.
Vorgesetztenverhalten
Mal top, mal flop. Bei manchen Themen wird einem sehr gut der Rücken gestärkt, bei anderen werden nicht nachvollziehbare Entscheidungen getroffen - die volle Bandbreite ist mitunter bei ein und derselben Person anzutreffen.
Arbeitsbedingungen
Gut: flächendeckende Arbeitsplatzausstattung mit 2 Monitoren, meist 27" WQHD
Neutral: höhenverstellbare Schreibtische vorhanden, aber eher an geteilten Arbeitsplätzen; Klimatisierung stark gebäudeabhängig
Negativ:
- diverse IT-Anwendungen sind sehr imperformant, einzelne auch schlecht verfügbar
- keine Mitbestimmung bei der Wahl des Notebooks, als Entwickler*in mit erhöhter Leistungsanforderung erhält man nur die Standard-Office-"Kröte" (Ausnahme: Kolleg*innen mit CAD-Software haben leistungsstarke Notebooks)
- als Entwickler*in muss man in manchen Gebäuden mehr Zeit mit der Suche und dem Betteln nach Werkzeug als mit der eigentlichen Arbeit verbringen
Kommunikation
Die meisten Sachen werden über die Intranetseite oder den/die Abteilungsleiter*in zeitnah mitgeteilt. Eher negative, das Gesamtunternehmen betreffende Neuigkeiten erfährt man leider - meist gesetzlich bedingt, daher kein Punktabzug - über externe Medien zum Aktienmarkt. Punktabzug, weil es öfter bei inhaltlichen Rückfragen zu bestimmten Themen keine Antwort gibt.
Gleichberechtigung
Ziemlich gut, wobei es im Rahmen der Umstrukturierung bei der Umbesetzung noch Verbesserungspotenzial gegeben hätte (in Bezug auf die fachliche Eignung). Hinsichtlich Geschlecht, Herkunft, etc. handelt SMA aus meiner Sicht absolut vorbildlich und frei von Diskriminierung.
Interessante Aufgaben
Sind teilweise vorhanden, konzentrieren sich aber nach meiner Wahrnehmung bei einem kleinen Personenkreis. Die meisten Entwickler*innen sind eher Sachbearbeiter*innen zur Befriedigung der ausufernden und komplizierten bis komplexen Prozesse, was die Motivation mittel- bis langfristig negativ beeinflusst.

