Guter Start, ernüchterndes Ende – Umstrukturierungen hinterlassen ihre Spuren
Gut am Arbeitgeber finde ich
Besonders positiv hervorzuheben sind die Kolleg:innen, deren Zusammenhalt und Kollegialität stets bereichert haben. Darüber hinaus wurden in der Vergangenheit großartige Firmenveranstaltungen wie Sommerfeste organisiert, bei denen weder Kosten noch Mühen gescheut wurden. Seit der letzten Umstrukturierung nehmen solche Momente leider spürbar ab – ob sich dies unter der neuen Führung wieder ändert, bleibt abzuwarten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die mangelnde Transparenz bei Umstrukturierungen und uneinheitliche Kommunikation sorgen für Unsicherheit. Wünsche nach Weiterentwicklung wurden trotz mehrfacher Rückmeldung nie konkret aufgegriffen. Die Gehaltsentwicklung stagnierte und kommunizierte Fristen wurden wiederholt verschoben. Die ehemals positive Unternehmenskultur leidet zunehmend unter den Folgen der letzten Umstrukturierung.
Verbesserungsvorschläge
Umstrukturierungen sollten transparenter und einheitlicher kommuniziert werden, um Unsicherheiten im Team zu minimieren. Feedbackgespräche sollten verbindlicher gestaltet werden – geäußerte Wünsche zur Weiterentwicklung müssen in konkrete Maßnahmen münden und nicht unbeantwortet bleiben. Darüber hinaus sollte die Karriereentwicklung proaktiv von Führungskräften begleitet werden, anstatt die Verantwortung ausschließlich den Mitarbeitenden zu überlassen. Eine Überarbeitung der Gehalts- und Überstundenregelungen würde zusätzlich dazu beitragen, das Vertrauen in das Unternehmen zu stärken. Nicht zuletzt sollte die Modernisierung der Büroinfrastruktur angegangen werden, um zeitgemäße Arbeitsbedingungen zu gewährleisten.
Arbeitsatmosphäre
Innerhalb des Projekts war die Atmosphäre durchweg positiv. Das direkte Team arbeitete harmonisch und kollegial zusammen, was zu einer angenehmen und produktiven Arbeitsumgebung beigetragen hat. Die allgemeine Unternehmensatmosphäre hat sich über die Zeit merklich verschlechtert. Wiederkehrende Umstrukturierungen erschweren es zunehmend, Zuständigkeiten und interne Möglichkeiten nachzuvollziehen – was zu Unsicherheit und Orientierungslosigkeit führt. Jede Reorganisation hat dabei spürbare Auswirkungen auf das Betriebsklima hinterlassen. Positiv hervorzuheben ist jedoch der starke kollegiale Zusammenhalt über Projektgrenzen hinweg, der die Bewertung insgesamt abfedert.
Image
Das Unternehmensimage ist aus meiner Sicht weder besonders positiv noch negativ – insgesamt eine solide, unauffällige Außenwahrnehmung.
Work-Life-Balance
Persönlich konnte ich eine gute Work-Life-Balance aufrechterhalten, da ich diesem Aspekt bewusst Priorität eingeräumt habe. Allgemein lässt sich beobachten, dass die Balance mit steigender Projektverantwortung zunehmend leidet. Kolleg:innen berichteten vereinzelt von Schwierigkeiten mit der Überstundenregelung, was auf Verbesserungspotenzial in diesem Bereich hindeutet.
Karriere/Weiterbildung
Die Karriereentwicklung war leider enttäuschend. Trotz mehrfach geäußerter Unterforderung blieben konkrete Maßnahmen seitens des Unternehmens aus. Die Rückmeldung beschränkte sich meist darauf, selbst die Initiative zu ergreifen – ohne jedoch aufzuzeigen, wie sich dies konkret in den Projektalltag integrieren ließe. Entsprechende Nachfragen wurden vertagt oder blieben offen.
Gehalt/Benefits
Die Gehaltsentwicklung war in den letzten Jahren für das gesamte Personal stagnierend. Kommunizierte Fristen für Erhöhungen wurden wiederholt verschoben, was das Vertrauen in diesem Bereich nachhaltig beeinträchtigt hat.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Alles gut.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der Projektteams war der Zusammenhalt vorbildlich. Entscheidungen auf höheren Ebenen waren gelegentlich schwer nachzuvollziehen, was jedoch möglicherweise auf fehlende Einblicke in übergeordnete Zusammenhänge zurückzuführen ist.
Umgang mit älteren Kollegen
Auch hier gab es keinerlei Kritikpunkte – ältere Kolleg:innen wurden respektvoll und wertschätzend behandelt.
Vorgesetztenverhalten
Leider wurde ich hier in den letzten Jahren enttäuscht. Über zwei Jahre hinweg habe ich in Feedbackgesprächen wiederholt signalisiert, dass mein Aufgabengebiet mich nicht ausreichend fordert und ich bereit wäre, zusätzliche Verantwortung zu übernehmen. Das Feedback wurde zwar wahrgenommen, jedoch nie in konkrete Maßnahmen umgewandelt – was letztlich einer der Hauptgründe für meinen Abgang war.
Arbeitsbedingungen
Die Büroräumlichkeiten sind in die Jahre gekommen und könnten einer Modernisierung bedürfen. Die persönliche Arbeitsausstattung – insbesondere Laptop und Diensthandy – war hingegen zeitgemäß und ohne Beanstandungen.
Kommunikation
Die interne Kommunikation war verbesserungswürdig. Globale Entscheidungen wurden uneinheitlich weitergegeben und angekündigte Änderungen oft unzureichend begründet, was die Transparenz spürbar beeinträchtigt hat.
Gleichberechtigung
Diesbezüglich gibt es nichts zu beanstanden – der Umgang war durchweg fair und vorbildlich. Hierauf wird auch sehr geachtet.
Interessante Aufgaben
Zu Beginn meiner Tätigkeit bot ein globales Großkundenprojekt wertvolle Lernerfahrungen und abwechslungsreiche Aufgaben. Im weiteren Verlauf waren die Tätigkeiten jedoch überwiegend repetitiv. Durch interne Automatisierungen, die ich selbst vorangetrieben habe, nahm das inhaltliche Interesse an den verbleibenden Aufgaben zunehmend ab.

