Mehr Schein als Sein.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der ausgeprägte Zusammenhalt innerhalb des Teams war ein wesentlicher Motivationsfaktor im Arbeitsalltag. Zudem überzeugte die ansprechende visuelle Ästhetik des Showrooms, die eine angenehme Arbeitsatmosphäre schuf. Als attraktive Zusatzleistung ist zudem der angebotene Personalrabatt positiv hervorzuheben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Zusammenarbeit mit dem Area Team DACH ist durch erhebliche Defizite in der Führungskultur geprägt. Im Umgang mit den Mitarbeitenden mangelt es stark an Transparenz und gelebter Ehrlichkeit. Zudem belasten eine unzureichende Vergütung von Mehrarbeit sowie das Fehlen von Weiterbildungsmöglichkeiten und fairen Aufstiegschancen das Vertrauensverhältnis nachhaltig.
Verbesserungsvorschläge
Es wird dringend empfohlen, eine Kultur der Offenheit und ehrlichen Kommunikation auf der Area-Ebene zu etablieren. Feedbackbögen der Mitarbeitenden müssen ernst genommen und als Werkzeug für echte Verbesserungen genutzt werden. Für eine zukunftsfähige Führungskultur braucht es auf dieser Position eine empathische, nahbare und transparente Persönlichkeit. Um das Vertrauen des Teams wiederherzustellen und der hohen Fluktuation entgegenzuwirken, sollte eine personelle Neubesetzung der Area-Management-Rolle in Betracht gezogen werden.
Arbeitsatmosphäre
Mangelnde Transparenz und ein defizitäres Aufrichtigkeitsverhalten seitens der Führungskräfte auf der DACH-Area-Ebene beeinträchtigen das Betriebsklima nachhaltig.
Kommunikation
Es finden zwar regelmäßige Besprechungen statt, diese fokussieren sich jedoch fast ausschließlich auf Kennzahlen, Zielvorgaben sowie die Profit-und-Loss-Situation. Personelle Veränderungen oder interne Entwicklungen werden hingegen kaum transparent kommuniziert. Häufig stehen personelle Neubesetzungen bereits im Vorfeld fest, ohne dass den Mitarbeitenden die Möglichkeit gegeben wird, sich über ein offizielles Bewerbungsverfahren einzubringen.
Kollegenzusammenhalt
Ein großer Pluspunkt war der hervorragende Zusammenhalt innerhalb des Showroom-Teams. Unser Showroom Manager hat sich stets loyal für uns eingesetzt, agierte absolut transparent und hatte immer ein offenes Ohr. Dieses starke Teamgefüge gehört zweifellos zu den wertvollsten Stärken, die das Unternehmen hervorgebracht hat.
Work-Life-Balance
Die geregelten Öffnungszeiten boten eine gute Orientierung. Auch die Urlaubsplanung im Showroom verlief dank der Rücksichtnahme auf die Verfügbarkeiten im Team sehr harmonisch und fair.
Schwierigkeiten zeigen sich jedoch bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf Area-Ebene. Mütter, die am Wochenende familiäre Verpflichtungen haben, erfahren leider wenig Unterstützung. Es fehlt an Entgegenkommen, sodass betroffenen Kolleginnen oft keine andere Wahl bleibt, als das Unternehmen zu verlassen.
Vorgesetztenverhalten
Die Zusammenarbeit mit unserem Showroom Manager war stets vorbildlich. Die Kommunikation war offen, Feedbackgespräche fanden regelmäßig statt und die internen Ziele waren realistisch.
Auf der Area-Ebene zeigte sich leider ein anderes Bild. Der Kontakt zur HR-Abteilung war distanziert und bot wenig Raum für Vertrauen.
Mit dem Wechsel der HR-Zuständigkeit in die Position der Area Managerin verschlechterte sich das Arbeitsklima spürbar. Der Führungsstil war durch starkes Mikromanagement und mangelnde Empathie geprägt. Entscheidungen wurden oft ohne Einbindung des Showroom-Teams getroffen.
Mehrarbeit wurde nicht angemessen vergütet. Zudem wurden interne Talente bei Stellenausschreibungen übergangen, was die Aufstiegschancen stark einschränkt.
Kritikfähigkeit wird auf Führungsebene leider vermisst. Konstruktive Einwände führten eher zu Ausgrenzung als zu Lösungen. Dieses Verhalten war letztlich auch ein Hauptgrund für die hohe Fluktuation im letzten Jahr.
Interessante Aufgaben
Die Kernaufgaben im Showroom – wie die Kundenberatung und die Pflege der Fläche – waren angemessen. Kritisch zu bewerten ist jedoch die Aufgabenverteilung bei Voll- und Teilzeitkräften: Hier fielen regelmäßig zusätzliche Tätigkeiten an, die über den vertraglich vereinbarten Rahmen hinausgingen und nicht entlohnt wurden. Der Anreiz auf eine Beförderung wurde genutzt um zusätzliche Aufgaben zu erledigen- befördert wurde man dabei jedoch nie.
Gleichberechtigung
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erfährt auf der DACH-Managementebene keine Unterstützung. Mütter werden aufgrund ihrer eingeschränkten zeitlichen Verfügbarkeiten benachteiligt. Zudem existieren keine fairen Aufstiegschancen. Karrierepfade werden von der Area Managerin willkürlich und ohne offizielle, transparente Bewerbungsverfahren besetzt.
Umgang mit älteren Kollegen
Eine Wertschätzung für langjährige Mitarbeitende ist auf der Führungsebene nicht spürbar. Der Fokus des Area-Teams liegt rein auf der Profitmaximierung. Kritische Stimmen werden dabei nicht als Chance zur Verbesserung gesehen, sondern systematisch isoliert und aussortiert.
Arbeitsbedingungen
Die physischen Arbeitsbedingungen im Showroom sind gut gestaltet. Ein funktionierendes Belüftungssystem sowie ein separater Pausenraum stehen zur Verfügung, und auch der Lärmpegel ist stets angenehm.
Erschwert wird der Arbeitsalltag jedoch durch die technische Ausstattung.
Die IT ist nicht auf dem neuesten Stand. Aufgrund veralteter PCs kommt es regelmäßig zu Komplikationen im Betriebsablauf.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Zudem besteht ein erheblicher Mangel an Transparenz bezüglich der Produktionsbedingungen und der Lieferkette. Informationen über Fabriken und Zwischenhändler werden unzureichend kommuniziert, und der genaue Herstellungsort wird oft unklar gehalten. Es entsteht der Eindruck eines oberflächlichen Nachhaltigkeitsmarketings (Greenwashing), da es den internen Prozessen an fundiertem Wissen und Detailgenauigkeit fehlt.
Gehalt/Benefits
Die Vergütung orientiert sich am gesetzlichen Mindestlohn. Positiv hervorzuheben ist die absolut pünktliche Auszahlung des Gehalts. Kritisch bleibt jedoch, dass anfallende Mehrarbeit nicht zusätzlich entlohnt wird.
Image
Das öffentliche Image des Unternehmens vermittelt Werte wie Jugendlichkeit, Dynamik, Modernität und Fairness, gepaart mit Möbeln zu erschwinglichen Preisen. Während das Showroom-Team diese Philosophie im Alltag authentisch lebt, spiegelt sich dies auf der Area-Ebene leider nicht wider. Hier dominiert eine Diskrepanz zwischen dem äußeren Schein und der internen Führungskultur.
Karriere/Weiterbildung
Perspektiven zur beruflichen Weiterentwicklung oder strukturierte Weiterbildungsprogramme sind nicht vorhanden. Stattdessen werden Positionen intern ohne offizielle Bewerbungsverfahren besetzt. Häufig werden interessierte Mitarbeitende über längere Zeiträume vertröstet, ohne dass konkrete Entwicklungsschritte folgen.
