Ihr Unternehmen?

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SoftProject
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Chaos eines Startups, Trägheit eines Unternehmens - Die Leute toll, die Prozesse fehlen.

3,5
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Forschung / Entwicklung in Ettlingen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Den Zusammenhalt unter den Kollegen. Wenn mich etwas bei SoftProject hält, dann sind es die tollen Kollegen.

Die Vision und das Produkt X4. Ich finde, es ist ein tolles Produkt mit großem Potenzial.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Ich habe das Gefühl, dass SoftProject die Strukturen eines Start-ups mit der Trägheit eines Großunternehmens verbindet.

Trotz der Größe von über 120 Mitarbeitern habe ich den Eindruck, dass es in vielen Bereichen an klaren Strukturen fehlt.

Verbesserungsvorschläge

Prozesse definieren und verbessern, z. B. Kundensupport, SecDevOps, SCRUM (auch Stichwort LeSS), Agile, Priorisierung, Produktentwicklung im großen Stil.

Langfristige Planung durchsetzen und konsequent anpassen, falls nötig.

Mehr Zeit für Wartung von Software einplanen.

Klare Zuständigkeiten definieren.

Arbeitsatmosphäre

Meiner Meinung nach ist die Arbeitsatmosphäre gut. In meiner Abteilung sowie mit meinen Kollegen und Vorgesetzten, mit denen ich meistens zu tun habe, habe ich persönlich keine Probleme. Allerdings habe ich den Eindruck, dass es der Firma selbst bzw. anderen Abteilungen, mit denen wir gewisse Abhängigkeiten haben, aufgrund global fehlender Prozesse, nicht definierter Zuständigkeiten und genereller Kommunikationsprobleme schwerfällt, diese positive Stimmung global zu halten. Ich denke, dass in einigen Köpfen noch ein Silo-Denken vorherrscht und viele Veränderungen entweder nur halbherzig angegangen werden oder zu lange dauern, um in naher Zukunft eine Verbesserung zu bewirken.

Image

Nach außen macht SoftProject auf mich den Eindruck einer großen Familie. Ich finde, dass dies in vielen Aspekten zutrifft, aber wie in jeder Familie gibt es meiner Meinung nach Probleme, die nicht nach außen dringen. Ich habe das Gefühl, dass es viele Herausforderungen gibt, die durch Standards, Prozesse und Veränderungen verbessert werden könnten, aber nicht angegangen werden. Das empfinde ich als frustrierend. Viele Mitarbeiter scheinen engagiert zu sein und gute Arbeit leisten zu wollen, aber ich habe den Eindruck, dass Veränderungen oft schleppend verlaufen – und nur dann, wenn sie aktiv und dauerhaft verfolgt werden. Von selbst scheint sich hier meiner Meinung nach wenig zu ändern.

Work-Life-Balance

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mit meinem Vorgesetzten problemlos öfter als üblich Homeoffice anfragen oder Arzttermine wahrnehmen konnte. Auch spontane Kurzurlaube oder das kurzfristige Nicht-Erreichbar-Sein aufgrund privater Themen wurden aus meiner Sicht akzeptiert. Ich finde es praktisch, dass es möglich ist, für Handwerker oder Pakete zuhause zu sein, auch innerhalb der Kernarbeitszeit. In der Vergangenheit habe ich mitbekommen, dass Kollegen im Urlaub kontaktiert wurden (nach vorheriger Absprache), wenn es Abhängigkeiten gab. Meiner Wahrnehmung nach sind das jedoch Ausnahmen, die so gut es geht vermieden werden, und es wird daran gearbeitet, solche Situationen weiter zu reduzieren.

Karriere/Weiterbildung

Ich bin in diesem Bereich zwiegespalten. Zu Beginn meiner Zeit bei SoftProject hatte ich eine klare Vorstellung davon, wo ich mich entwickeln wollte. Meine persönliche Erfahrung war jedoch, dass es anders kam, als ich es erwartet hatte. Mir wurde nicht transparent genug vermittelt, dass ich möglicherweise in einer völlig anderen Abteilung landen könnte. Glücklicherweise bin ich letztendlich doch in meinem Wunschbereich angekommen. Bei manchen Kollegen habe ich allerdings das Gefühl, dass sie diese Möglichkeit nicht hatten. Ich habe den Eindruck, dass nicht vorrangig nach Fähigkeiten eingestellt wird, sondern danach, wo gerade Bedarf besteht. Was Weiterbildung betrifft, gibt es nach meiner Wahrnehmung Angebote – allerdings nur nach Absprache mit dem Vorgesetzten und wenn es als sinnvoll erachtet wird. Ich habe mir für dieses Jahr einige Fortbildungen vorgenommen, aber bisher gab es dazu keine Updates. Das Jahr ist aber noch jung, also bleibt abzuwarten, was passiert.

Gehalt/Benefits

Ich habe gehört, dass es Arbeitgeber gibt, die mehr zahlen, aber auch welche, die weniger zahlen. Ich persönlich kann mich nicht beschweren. Es gab in der Vergangenheit Gehaltserhöhungen, unter anderem mit der Inflation vor einigen Jahren – ob das explizit ein Ausgleich war, kann ich nicht beurteilen. Ob das Gehalt insgesamt angemessen ist im Verhältnis zu den Aufgaben und Verantwortlichkeiten, fällt mir schwer einzuschätzen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Soweit ich es beurteilen kann, gibt es eine Solaranlage auf dem Dach, E-Auto-Ladestationen (wenn auch nicht überall), und das Obst ist meines Wissens größtenteils Bio. Mir ist bekannt, dass SoftProject regelmäßig Geld spendet, aber an welche Organisationen genau, kann ich nicht sagen. Homeoffice als umweltfreundliche Option ist möglich, jedoch gibt es meist Pflichttage im Büro, und 100 % Homeoffice ist eher die Ausnahme.

Kollegenzusammenhalt

Ich nehme den Zusammenhalt in meinem direkten Umfeld als sehr positiv wahr. In meiner Abteilung und mit den Kollegen, mit denen ich am meisten zu tun habe, ist die Zusammenarbeit aus meiner Sicht hervorragend. Ich habe jedoch den Eindruck, dass es in Abteilungen, mit denen wir gewisse Abhängigkeiten haben und die etwas weiter "entfernt" sind, häufiger zu Problemen kommt. Meiner Wahrnehmung nach werden hier Herausforderungen oft nicht direkt gelöst, sondern eher weitergeschoben, was die Zusammenarbeit erschwert. Das hat für mich persönlich auch was mit Kommunikation, Prozessen und Verantwortung zu tun.

Umgang mit älteren Kollegen

Ich glaube, dass ältere und langjährige Kollegen von den Mitarbeitern sehr geschätzt werden, vor allem aufgrund ihrer Erfahrung. Dabei spielt es meiner Meinung nach keine Rolle, ob sie von außen neu dazukommen oder bereits viele Jahre dabei sind. Ich kann jedoch nicht beurteilen, wie sich dies konkret für die betroffenen Kollegen auswirkt oder inwiefern besondere Wertschätzung oder Förderung erfolgt.

Vorgesetztenverhalten

Mein derzeitiger Vorgesetzter begegnet mir aus meiner Sicht auf Augenhöhe. Ich empfinde die Gespräche als offen und ehrlich, sodass Probleme angesprochen werden können. In meiner Laufbahn hatte ich allerdings auch Vorgesetzte, die sich meiner Meinung nach selbst zu ernst genommen haben und mich aus meiner Sicht nicht gut behandelt haben. Ich finde, dass dies nachhaltig die zwischenmenschliche Beziehung zu diesen Personen negativ beeinflusst hat.

Was realistische Ziele betrifft, habe ich den Eindruck, dass SoftProject eher kurzfristig als langfristig plant. Ich persönlich weiß momentan nicht, was ich in zwei Monaten machen werde oder was der Plan für die nächsten drei bis fünf Jahre ist. Das erscheint mir unklar. Ich denke jedoch, dass dies nicht allein ein Thema meines Vorgesetzten ist, sondern eine übergeordnete Herausforderung auf mehreren Ebenen.

Arbeitsbedingungen

Aus meiner Sicht gibt es hier wenig zu beanstanden. Höhenverstellbare Tische, Klimaanlagen, Getränke, Tee, Obst und Catering (teilweise von SoftProject finanziert) stehen zur Verfügung. Der Prozess für die Beschaffung eigener Hardware oder neuer Ausrüstung erscheint mir jedoch nicht ideal. Meiner Meinung nach ist es umständlich, hierfür eine Excel-Tabelle ausfüllen zu müssen, die dann je nach Freibetrag von verschiedenen Personen freigegeben werden muss. Ich persönlich finde diese Lösung etwas veraltet.

Kommunikation

Ich habe bereits in „Arbeitsatmosphäre“ erwähnt, dass Kommunikation eine wichtige Rolle spielt. Meiner Wahrnehmung nach ist vieles bei SoftProject eine „Hol-Schuld“. Ich finde, dass Abteilungen häufig noch zu wenig miteinander sprechen und sich abstimmen. Nach meinem Eindruck werden Planungen teilweise ohne wichtige Beteiligte durchgeführt, Projekte oder Abhängigkeiten zu spät oder gar nicht kommuniziert. Ich habe zudem das Gefühl, dass Features verkauft werden, die noch nicht existieren, und es dann nicht rechtzeitig kommuniziert wird, dass überhaupt etwas verkauft wurde. Dies führt meiner Meinung nach zu internem und externem Druck. Aus meiner Sicht ist das kein Einzelfall.

Gleichberechtigung

Das kann ich persönlich schwer beurteilen, da mir hierzu der Gesamtüberblick fehlt. Ich habe den Eindruck, dass es in verschiedenen Abteilungen deutliche Unterschiede in der Geschlechterverteilung gibt, was möglicherweise branchenbedingt bzw. abteilungsbedingt ist. Meiner Einschätzung nach hat aber grundsätzlich jeder ähnliche Chancen, unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft oder sexueller Orientierung.

Interessante Aufgaben

Ich finde, dass die Aufgaben oft interessant sind, jedoch meiner Meinung nach auch häufiger außerhalb meines eigentlichen Aufgabenbereichs liegen. Es kommt nach meinem Eindruck vor, dass Aufgaben von anderen Teams übernommen werden oder Personen Verantwortlichkeiten übertragen bekommen, obwohl ihnen das Know-how fehlt. Ich habe den Eindruck, dass Verantwortlichkeiten manchmal einfach weiterdelegiert werden, obwohl es strukturell wenig Sinn ergibt. Die Arbeitsbelastung ist jedoch meiner Meinung nach gerne mal sehr unterschiedlich, und je nach Aufwand oder momentanen Problemen kann das auch zu vielen, gleichzeitigen Aufgaben führen.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.