Spaß mit den Kollegen, jetzt bitte noch Struktur und Perspektive.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Zusammenhalt unter den Kollegen war für mich der größte Pluspunkt. Das Miteinander war stets unterstützend und von gegenseitigem Respekt geprägt. Auf einige Kollegen habe ich mich jeden Tag gefreut, was den Arbeitsalltag deutlich angenehmer gemacht hat.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Schwierig am Arbeitgeber fand ich vor allem die Kommunikation, da Entscheidungen häufig sehr kurzfristig getroffen wurden, was dauerhaft für Unruhe sorgte. Auch im Führungsverhalten hätte ich mir einen professionelleren Umgang mit Kritik gewünscht. Beim Gehalt hätte ich mir eine fairere Vergütung sowie eine spürbare Gehaltserhöhung gewünscht.
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht sollte das Unternehmen stärker in die Weiterentwicklung der Führungskultur investieren. Anliegen und Verbesserungsvorschläge der Mitarbeitenden sollten ernst genommen, sorgfältig geprüft und – wenn möglich – umgesetzt werden. Zudem wäre es sinnvoll, diese Themen offen anzusprechen und gemeinsam zu priorisieren, damit nachvollziehbar ist, welche Maßnahmen geplant sind und wann mit Verbesserungen zu rechnen ist.
Außerdem halte ich es für hilfreich, eine unabhängige Personalabteilung oder eine neutrale Ansprechperson einzubinden, um Konflikte frühzeitig zu erkennen und konstruktiv zu lösen.
Die Führungsebene sollte aus meiner Sicht regelmäßig reflektiert und weiterentwickelt werden. Wenn Probleme über längere Zeit bestehen und von Mitarbeitenden wiederholt angesprochen werden, sollten auch strukturelle Veränderungen oder Anpassungen innerhalb der Führung in Betracht gezogen werden.
Insgesamt wünsche ich mir mehr offene Kommunikation, Verlässlichkeit und Wertschätzung im Umgang mit den Mitarbeitenden.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war insgesamt in Ordnung, allerdings empfand ich sie teilweise als angespannt. Wiederkehrende Probleme wurden immer wieder angesprochen, führten jedoch aus meiner Sicht nur selten zu spürbaren Veränderungen. Dadurch entstand der Eindruck, dass einige Themen über längere Zeit bestehen blieben, ohne nachhaltig gelöst zu werden.
Kommunikation
Die Kommunikation empfand ich als eher mittelmäßig. Wichtige Informationen wurden häufig zu spät oder teilweise gar nicht weitergegeben. Der interne Newsletter erschien unregelmäßig und enthielt nicht immer alle relevanten Informationen. Dadurch war man oft darauf angewiesen, sich wichtige Informationen selbst zusammenzusuchen, was den Arbeitsalltag eher erschwerte als erleichterte.
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen waren für mich ein klarer Pluspunkt. Auf einige habe ich mich wirklich jeden Tag gefreut. Das Miteinander war unterstützend und hat den Arbeitsalltag deutlich angenehmer gemacht.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war insgesamt in Ordnung, ließ jedoch wenig Flexibilität zu. Es gab feste Arbeitszeiten, kaum beziehungsweise kein Homeoffice und keine Gleitzeit. Hinzu kamen regelmäßige Notdienste unter der Woche sowie am Wochenende, wodurch die Flexibilität im Arbeitsalltag zusätzlich eingeschränkt wurde.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Führungskraft empfand ich als wenig wertschätzend und häufig schwer nachvollziehbar. Entscheidungen wurden teilweise sehr kurzfristig getroffen, ohne dass die Hintergründe ausreichend kommuniziert wurden, was aus meiner Sicht zu Unruhe im Arbeitsalltag führte. Kritik und Verbesserungsvorschläge wurden nach meinem Empfinden nicht immer ernst genommen oder ausreichend berücksichtigt.
Persönliche Gespräche erlebte ich häufig als unangenehm und wenig lösungsorientiert. Teilweise fielen dabei Aussagen, die ich als unprofessionell empfand und die meiner Meinung nach nicht in ein Mitarbeitergespräch gehören.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren überwiegend sehr eintönig und wiederholten sich im Arbeitsalltag immer wieder. Neue oder abwechslungsreiche Tätigkeiten gab es nur selten. Meistens ging es darum, bestehende Aufgaben abzuarbeiten. Ich hätte mir deutlich mehr Abwechslung sowie interessantere und anspruchsvollere Aufgaben gewünscht.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren insgesamt durchschnittlich. Das Arbeiten im Großraumbüro war aufgrund der Geräuschkulisse teilweise herausfordernd. Die technische Ausstattung war für den Arbeitsalltag ausreichend und erfüllte ihren Zweck.
Gehalt/Benefits
Gehalt und Benefits waren insgesamt durchschnittlich. Aus meiner Sicht entsprach das Gehalt nicht immer der übernommenen Verantwortung und den übertragenen Aufgaben. Gehaltserhöhungen fielen eher gering aus. Auch die angebotenen Benefits boten für mich nur einen begrenzten Mehrwert. Insgesamt hätte ich mir attraktivere Rahmenbedingungen und eine leistungsgerechtere Vergütung gewünscht.
Image
Das Unternehmen präsentiert sich nach außen sehr positiv. In meinem Arbeitsalltag entsprach dieses Bild jedoch nicht immer meinen Erfahrungen. Die Stimmung habe ich häufig als angespannt wahrgenommen, weshalb das nach außen vermittelte Bild für mich nur teilweise nachvollziehbar war.
Karriere/Weiterbildung
Die Weiterbildungsmöglichkeiten waren aus meiner Sicht begrenzt. Interne Schulungen bezogen sich überwiegend auf die hauseigene Software. Ein von mir vorgeschlagener Lehrgang im Bereich Softwareentwicklung wurde mit der Begründung eines fehlenden Bedarfs abgelehnt. Im Nachhinein konnte ich diese Entscheidung nur schwer nachvollziehen, da später neue Entwickler eingestellt wurden.
Trotz des erfolgreichen Abschlusses meiner Weiterbildung ergaben sich für mich weder neue Herausforderungen noch berufliche Entwicklungsperspektiven im Unternehmen.
