Spannende technische Arbeit, aber Management hat den Markt verpasst
Gut am Arbeitgeber finde ich
• Technische Teams haben gut zusammengearbeitet und Zusammenhalt war stark
• Viele spannende Aufgaben im Bereich Fertigung und Produktentwicklung
• Möglichkeit, Prozesse zu strukturieren und praktische Erfahrungen in einem Solar-Großhandel zu sammeln
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
• Marketing waren schwach aufgestellt, teilweise unprofessionell geführt
• Geschäftsführung lebte an der Marktentwicklung vorbei und setzte zu spät auf europäische Produkte
• Überhöhte Personalplanung und fehlerhafte Fertigung führten zu Problemen in Qualität und Effizienz
• Strategische Entscheidungen oft zu spät oder unkoordiniert, was Wachstum und Markteintritt stark behinderte
Verbesserungsvorschläge
Das Potenzial des Unternehmens ist groß, aber die Geschäftsführung sollte strategisch stärker auf Markttrends reagieren und Prozesse klarer strukturieren. Kommunikation, Personalplanung und Produktqualität müssen besser aufeinander abgestimmt werden, um langfristig erfolgreich zu sein. Eine professionellere Organisation würde helfen, das vorhandene technische Know-how optimal zu nutzen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war insgesamt angenehm, vor allem im technischen Bereich herrschte ein guter Zusammenhalt unter den Kollegen. Trotz einiger Reibereien in der Produktion war das Klima überwiegend kollegial und von gegenseitiger Unterstützung geprägt. In anderen Abteilungen, wie dem Marketing, war die Stimmung dagegen teils angespannt und von unklaren Verantwortlichkeiten beeinflusst.
Kommunikation
Die Ausstattung und Struktur waren solide, aber teilweise fehlten klare Prozesse. Der Fokus lag stark auf der Fertigung, während andere Bereiche organisatorisch weniger Beachtung fanden. Die hohe Arbeitsbelastung in Kombination mit unklaren Zuständigkeiten führte phasenweise zu Stress und Überforderung.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Als Unternehmen in der Solarbranche lag der Fokus grundsätzlich auf einem nachhaltigen Produkt, allerdings wurde das Thema Nachhaltigkeit intern nicht immer konsequent gelebt. Soziale Verantwortung gegenüber Mitarbeitern oder die Förderung umweltfreundlicher Prozesse hätten stärker ausgeprägt sein können.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war durchschnittlich und entsprach in etwa den marktüblichen Standards für vergleichbare Positionen. Zusätzliche Benefits oder Sozialleistungen waren eher überschaubar. Für ein junges Unternehmen in der Wachstumsphase jedoch akzeptabel.
Image
Das Image von Solarnative war zunächst positiv, da das Unternehmen als innovativer Player im europäischen Solarmarkt galt. Durch strategische Fehlentscheidungen und eine verzögerte Markteinführung hat die Außenwahrnehmung jedoch gelitten. Trotzdem bleibt das Produktkonzept grundsätzlich vielversprechend.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten waren begrenzt, da viele Strukturen noch im Aufbau waren. Wer Eigeninitiative zeigte, konnte jedoch wertvolle Erfahrungen in einem dynamischen Umfeld sammeln. Systematische Weiterbildung oder klare Entwicklungsprogramme gab es kaum.