Ihr Unternehmen?

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Sonnenwende2020
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Mehr Verbindlichkeit und Selbstreflexion wären dringend notwendig.

1,9
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Pleinfeld gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv hervorzuheben ist die Qualität der Arbeit, die von vielen Mitarbeitenden geleistet wird. Nach meiner Wahrnehmung sind viele Kunden mit den erbrachten Leistungen und dem Engagement der Mitarbeitenden zufrieden. Dies spricht insbesondere für den Einsatz und die fachliche Arbeit der Belegschaft.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Kritisch sehe ich vor allem die Qualität der Mitarbeiterführung. Aus meiner Sicht fehlt es in leitenden Positionen an der notwendigen Erfahrung und Kompetenz im Umgang mit Mitarbeitenden. Es wird sehr viel gesprochen und kommuniziert – leider auch häufig über Mitarbeitende in deren Abwesenheit und teilweise auf negative Weise. Besonders problematisch empfinde ich zudem, dass getroffene Absprachen und auch verbindlich kommunizierte Zusagen nicht eingehalten werden. Dadurch gehen Verlässlichkeit und Vertrauen verloren, was aus meiner Sicht zu Frustration und Demotivation innerhalb der Belegschaft beiträgt.

Verbesserungsvorschläge

Die bestehende Führungsstruktur sollte kritisch hinterfragt und daraufhin überprüft werden, ob sie in ihrer jetzigen Form langfristig zukunftsfähig ist. Insbesondere mehr Selbstreflexion auf Führungsebene wäre aus meiner Sicht dringend notwendig. Kommunikation allein reicht nicht aus – den vielen Gesprächen sollten auch konkrete Entscheidungen und nachvollziehbare Veränderungen folgen. Zudem sollte deutlich mehr Wert auf eine respektvolle und professionelle Kommunikation gelegt werden. Negative Äußerungen über Mitarbeitende oder Kunden haben aus meiner Sicht innerhalb eines professionellen Arbeitsumfelds keinen Platz und können die Stimmung sowie das gegenseitige Vertrauen erheblich beeinträchtigen. Kritikfähigkeit, Selbstreflexion, Verbindlichkeit und ein wertschätzender Umgang sollten daher innerhalb der Führungsebene stärker in den Mittelpunkt rücken.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre war häufig angespannt. Teilweise wurde versucht, Spannungen durch gekünstelte Lockerheit oder Lachen zu überspielen, dennoch war die Anspannung deutlich spürbar. Die Art der Geschäftsführung vermittelte aus meiner Sicht häufig den Eindruck einer „One-Man-Show“. Gleichzeitig entstand insbesondere in Konflikt- oder Problemsituationen der Eindruck, dass sich die Geschäftsführung eher zurückzog, anstatt aktiv Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Dies verstärkte bestehende Spannungen und wirkte sich aus meiner Wahrnehmung negativ auf das tägliche Arbeitsklima aus.

Image

Das Image des Unternehmens lässt sich aus meiner Sicht nur schwer eindeutig beurteilen. Wenn Projekte und Abläufe reibungslos funktionieren, entsteht sicherlich ein positives Bild. Kommt es hingegen bei Montagen oder in administrativen Abläufen zu Problemen, kann sich dies entsprechend negativ auf die Wahrnehmung auswirken. Wie das Unternehmen insgesamt in der Region von Kunden, Geschäftspartnern und Außenstehenden wahrgenommen wird, kann ich daher nicht abschließend beurteilen.

Work-Life-Balance

Eine ausgewogene Work-Life-Balance war aus meiner Sicht kaum vorhanden. Auf die Vereinbarkeit von beruflichen Anforderungen und persönlichen Bedürfnissen wurde nur wenig Rücksicht genommen. Insgesamt hatte ich nicht den Eindruck, dass das Thema Work-Life-Balance im Unternehmen einen hohen Stellenwert einnimmt.

Karriere/Weiterbildung

Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten haben aus meiner Sicht keinen hohen Stellenwert im Unternehmen. Zwar werden insbesondere im Rahmen von Stellenausschreibungen und bei der Mitarbeitergewinnung Weiterbildungsmöglichkeiten in Aussicht gestellt, meine Erfahrungen im Arbeitsalltag waren jedoch andere. Konkrete Weiterbildungsmaßnahmen fanden kaum beziehungsweise nicht statt und wurden auch auf Nachfrage nicht ermöglicht. Dadurch entstand bei mir erneut eine deutliche Diskrepanz zwischen den kommunizierten Möglichkeiten und der tatsächlichen Umsetzung. Wer großen Wert auf persönliche und fachliche Weiterentwicklung legt, findet hier aus meiner Erfahrung nur begrenzte Möglichkeiten.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt würde ich insgesamt als mittelmäßig einschätzen. Kritischer sehe ich jedoch den Umgang mit Zusagen: Bereits im Vorstellungsgespräch wurden aus meiner Erfahrung verschiedene Dinge in Aussicht gestellt, die später nicht oder nicht wie angekündigt umgesetzt wurden. Auch angekündigte beziehungsweise besprochene Gehaltsanpassungen blieben teilweise aus. Zusätzliche Leistungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld werden nicht angeboten. Gerade wenn finanzielle Verbesserungen zunächst kommuniziert, anschließend aber nicht umgesetzt werden, führt dies verständlicherweise zu Enttäuschung und Demotivation.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Beim Sozialbewusstsein besteht aus meiner Sicht deutlicher Verbesserungsbedarf. Zwischen den Mitarbeitenden waren Unterschiede in der Behandlung und im Umgang miteinander spürbar. Das nach außen vermittelte Bild eines sozial ausgerichteten Unternehmens deckte sich daher nicht immer mit meinen persönlichen Erfahrungen im Arbeitsalltag. Positiv hervorzuheben ist hingegen die Entwicklung beim Umweltbewusstsein: Viele Abläufe wurden inzwischen digitalisiert und der Papierverbrauch dadurch deutlich reduziert.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt war innerhalb einzelner Kollegenkreise durchaus gut und von gegenseitiger Unterstützung geprägt. Gleichzeitig gab es jedoch auch Situationen, in denen eher gegeneinander als miteinander gearbeitet wurde. Teilweise wurden einzelne Personen zum „Buhmann“ gemacht und hinter deren Rücken über sie gesprochen. Dadurch entstand kein vertrauensvolles und gemeinschaftliches Miteinander.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Umgang zwischen älteren und jüngeren Mitarbeitenden war überwiegend wertschätzend. Eine grundsätzliche Ausgrenzung aufgrund des Alters habe ich nicht wahrgenommen. Jedoch gab es Situationen, in denen langjährige Mitarbeitende ihre etablierte Position gegenüber neuen und jüngeren Kollegen aus meiner Sicht negativ ausspielten. Neue Mitarbeitende wurden teilweise abgewertet oder in ihrer Arbeit und ihrem Auftreten eingeschränkt.

Vorgesetztenverhalten

Die Kommunikation durch die Führung war häufig sehr umfangreich, gleichzeitig jedoch wenig verbindlich. Aussagen und Anweisungen waren teilweise widersprüchlich oder wurden später anders dargestellt, was im Arbeitsalltag zu Unsicherheit führte. Problematisch empfand ich außerdem, dass gegenüber Mitarbeitenden negativ über andere Kollegen gesprochen wurde. Teilweise wurden auch sensible personelle Themen, etwa mögliche Trennungen von Mitarbeitenden, innerhalb der Belegschaft thematisiert. Kritikfähigkeit und Selbstreflexion habe ich auf Führungsebene leider nur wenig wahrgenommen. Insgesamt fehlten mir Verlässlichkeit, Diskretion und eine klare, wertschätzende Führung.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbelastung war aus meiner Sicht teilweise sehr ungleich verteilt. Viele Mitarbeitende übernahmen regelmäßig Aufgaben, die eigentlich außerhalb ihres ursprünglichen Zuständigkeitsbereichs lagen. Gleichzeitig entstand der Eindruck, dass insbesondere auf höheren Ebenen Aufgaben und Verantwortung häufig an Mitarbeitende in nachgeordneten Positionen weitergegeben wurden. Während einige dadurch deutlich weniger belastet wirkten, mussten andere die zusätzliche Arbeit auffangen. Dies führte teilweise zu einer erheblichen körperlichen und mentalen Mehrbelastung. Eine fairere Aufgabenverteilung und eine klarere Wahrnehmung der jeweiligen Verantwortlichkeiten wären hier wünschenswert.

Kommunikation

Es wurde sehr viel kommuniziert. Leider blieb es bei Worten, ohne dass daraus konkrete Veränderungen oder Verbesserungen entstanden. Wünsche und Bedürfnisse der Mitarbeitenden wurden zwar angehört und teilweise auch bestätigt, in der Umsetzung änderte sich jedoch wenig. Die Teammeetings waren aus meiner Sicht daher oft wenig zielführend. Dies führte mit der Zeit zu Frustration und wirkte sich ebenfalls negativ auf die Arbeitsatmosphäre aus.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung habe ich im Unternehmen nur eingeschränkt wahrgenommen. Die Führungsebene besteht aus drei männlichen Führungskräften, die untereinander einen sehr engen Zusammenhalt zeigen und sich gegenseitig stark den Rücken freihalten. Dadurch entstand aus meiner Sicht der Eindruck, dass innerhalb dieses Kreises andere Maßstäbe gelten als gegenüber den übrigen Mitarbeitenden. Eine wirklich gleichberechtigte und faire Behandlung aller Beschäftigten konnte ich daher nicht erkennen.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben waren durchaus interessant und abwechslungsreich – allerdings auch deshalb, weil aus meiner Sicht Aufgaben und Verantwortung, die eigentlich auf Führungsebene lagen, häufig von den Mitarbeitenden übernommen werden mussten. Da die Arbeit erledigt und der Kunde selbstverständlich zufriedengestellt werden sollte, mussten Monteure, Elektriker und Verwaltungsmitarbeitende teilweise eigenständig Lösungen finden und zusätzliche Verantwortung übernehmen. Gerade bei Problemen entstand der Eindruck, dass sich die Führung eher zurückzog und die Verantwortung an die Mitarbeitenden weitergab. Dadurch waren die Aufgaben zwar vielseitig, allerdings nicht immer aus den richtigen Gründen.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.