Hektisches Arbeitsumfeld, hoher Leistungsdruck und wenig Wertschätzung
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre habe ich als ausgesprochen belastend empfunden. Mein Eindruck war, dass vieles unnötig hektisch angegangen wurde, obwohl aus meiner Sicht häufig kein entsprechender Zeitdruck erforderlich gewesen wäre. Besonders die Teamleitungen haben durch ihre Art der Arbeitsorganisation und die verbreitete Hektik zu dieser angespannten Atmosphäre beigetragen. Diese permanente Unruhe hat konzentriertes und effizientes Arbeiten erschwert, statt die Produktivität zu fördern.
Work-Life-Balance
Eine ausgewogene Work-Life-Balance empfinde ich als kaum gegeben. Überstunden werden erwartet, jedoch nicht vergütet. Teilweise arbeiten Kollegen bis spät abends, und auch nach Feierabend wird erwartet, zu Hause weiterzuarbeiten. Es wird wiederholt betont, dass man bereit sein müsse, Überstunden zu leisten, und dass andernfalls sogar die Kündigung drohen könne. Klare Pausen und eine gesunde Abgrenzung zwischen Arbeit und Freizeit kommen zu kurz. Insgesamt empfinde ich die Arbeitsbedingungen als sehr hektisch und belastend.
Kollegenzusammenhalt
Den Kollegenzusammenhalt empfinde ich insgesamt als eher durchwachsen. Auch innerhalb der Teams gibt es kleinere Gruppierungen. Zwischen den Teams besteht zudem ein spürbarer Wettbewerb darum, wer die besseren Zahlen erzielt. Sobald es um individuelle Leistungen geht, steht häufig jeder für sich allein. Teilweise habe ich den Eindruck, dass Kollegen andere eher schlecht dastehen lassen, anstatt sich gegenseitig zu unterstützen.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten empfinde ich teilweise als sehr unprofessionell. Der Führungsstil wirkt auf mich wechselhaft und reicht von entspannt bis hektisch und herablassend. Entscheidungen und die Stimmung im Unternehmen scheinen stark von der Geschäftsführung abzuhängen. Dadurch entsteht aus meiner Sicht ein Klima der Kontrolle und Unsicherheit, in dem Mitarbeitende Angst haben, Fehler zu machen oder negativ aufzufallen. Auch die Teamleitungen wirken in ihrem Handlungsspielraum teilweise eingeschränkt. Insgesamt fehlt mir ein souveräner, wertschätzender und verlässlicher Umgang mit den Mitarbeitenden.