3 Bewertungen von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
3 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,8 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
kununu Prüfprozess
3 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,8 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
- die Kollegen
- den GF
- keine Wertschätzung
- fehlende Kommunikation
- schlechter Umgang mit Krankheit & Urlaub
- wenig Empathie und Verständnis für private Umstände
- ausgewogenere Work Life Balance
- Vertrauen in Mitarbeiter
- klare Trennung von Beruf und Privatsphäre
- offene Kommunikation
Das Kollegium trägt maßgeblich zu einer angenehmen Arbeitsatmosphäre bei, allerdings wird häufig nicht auf Absprachen und Fristen geachtet, was die effektive Arbeit erheblich erschwert.
Zudem fühlt man sich konstant unter der Kontrolle des Geschäftsführers. Es wird regelmäßig hinterfragt, welche Aufgaben man gerade bearbeitet – obwohl es in jeder Abteilung Teamleiter gibt, die für diese Aufgaben zuständig sind.
Da der Geschäftsführer jedoch kein Vertrauen in seine Mitarbeiter setzt, mischt er sich in alle Belange ein. Wenn die angegebenen Aufgaben laut seiner Berechnung den vollen Arbeitstag nicht ausfüllen, wird erwartet, dass Überstunden abgebaut werden… Ohne Worte!
Nach außen präsentiert sich das Unternehmen sehr wirkungsvoll: In der Region ist es durch umfangreiche Werbemaßnahmen stark sichtbar, und die durchweg positiven Kundenbewertungen spiegeln die Qualität der Dienstleistung auch zu Recht wider.
Auf interner Ebene hingegen mangelt es spürbar an grundlegenden Werten wie Respekt, Wertschätzung und Vertrauen. Diese Diskrepanz zwischen äußerem Erscheinungsbild und gelebter Unternehmenskultur ist für Mitarbeitende deutlich wahrnehmbar
Die Work-Life-Balance ist nahezu nicht vorhanden. Zwar gibt es Gleitzeit, jedoch wird von Beginn an erwartet, dass Mitarbeiter auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten erreichbar sind. Wer keine klaren Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben setzt und seine Freizeit schätzt, wird hier schnell an seine Grenzen stoßen. Zudem wird verlangt, dass alle beruflichen Angelegenheiten über das private Handy abgewickelt werden.
Der Geschäftsführer zeigt wenig Verständnis für krankheitsbedingte Ausfälle; bereits nach zwei Krankmeldungen folgt das erste Gespräch. Home Office wird grundsätzlich nicht gestattet, was wieder auf das mangelnde Vertrauen hindeutet. Ironischerweise wird jedoch gerade bei Krankheit erwartet, dass die Mitarbeiter weiterhin verfügbar sind.
Fazit: Der Geschäftsführer lebt für die Arbeit und hat ausschließlich die Unternehmensbelange im Blick. Leider erwartet er diese Einstellung auch von seinen Angestellten. Freizeit ist ihm ein Fremdwort und es muss jederzeit mit Nachrichten am Abend oder Wochenende gerechnet werden. Selbst im Urlaub kann man, trotz mehrfacher Hinweise, mit Anfragen von Maklern rechnen, da diese selten ihre E-Mails lesen.
Weiterbildungen werden zu Beginn gefordert und gefördert.
Danach muss man sich jedoch selbst kümmern.
Gehalt ist ok.
Gehaltserhöhung gibt es jedoch nur selten und wenn, dann sind sie nicht hoch.
Reich wird man hier also definitiv nicht.
Nicht vorhanden.
Das ist meiner Meinung nach das einzige, was relativ gut läuft.
Die Kollegen sind sehr freundlich und hilfsbereit und es gelingt schnell, Anschluss zu finden – unabhängig vom Alter. Die einzelnen Teams arbeiten in der Regel sehr gut zusammen und unterstützen sich gegenseitig. Besonders positiv hervorzuheben ist die offene Kommunikation im Team, die ich sehr geschätzt habe.
Leider gibt es auch hier einige Ausnahmen: Es kommt vor, dass einzelne Kollegen negativ über andere sprechen oder Fehlinformationen an den Geschäftsführer weitergeben, um sich selbst in ein besseres Licht zu rücken.
Man muss also gut überlegen, wem man was erzählt.
Hier würde ich am liebsten null Sterne geben.
Der Geschäftsführer handelt sehr oft impulsiv und lässt sich von seinen persönlichen Gefühlslagen leiten. Es fehlt ihm an emotionaler Intelligenz sowie an der erforderlichen Fähigkeit, ein Unternehmen auf professionelle und nachhaltige Weise zu führen. Die hohe Mitarbeiterfluktuation ist ein deutliches Indiz dafür, dass viele Angestellte ähnliche Erfahrungen gemacht haben und mit dem Führungsstil des Geschäftsführers unzufrieden sind. Es wäre dringend zu empfehlen, dass der Geschäftsführer an gezielten Führungsseminaren teilnimmt, um seine Fähigkeiten in diesem Bereich zu verbessern.
Eine offene und transparente Kommunikation ist im Unternehmen leider kaum gegeben. Informationen werden zumeist über Dritte weitergetragen, wodurch sich ein ausgeprägter Flurfunk etabliert hat. Gerüchte und unbegründete Anschuldigungen verbreiten sich rasch und finden bedauerlicherweise auch beim GF Gehör.
Obwohl regelmäßig zu offener und ehrlicher Kommunikation aufgerufen wird, erfolgt diese meist einseitig und wird nicht konsequent gelebt.
Das Verhalten der Geschäftsführung ist stark von Emotionen geprägt. Schlechte Stimmung wird nicht selten an Mitarbeitenden ausgelassen und der Umgangston ist mitunter unangemessen und nicht sachlich gerechtfertigt.
Zwar existieren definierte Prozesse, doch deren Einhaltung ist insbesondere seitens der Makler unzureichend. Das erschwert die tägliche Arbeit der Büroangestellten somit erheblich und führt zu Unklarheiten sowie zusätzlichem Mehraufwand.
Grundsätzlich wird im Unternehmen der Anspruch vermittelt, alle Mitarbeitenden gleich zu behandeln und es gibt auch erkennbare Bemühungen in diese Richtung. Dennoch ist spürbar, dass persönliche Sympathien des Geschäftsführers sowie individuelle Abhängigkeiten in der Zusammenarbeit eine Rolle spielen. Mitarbeitende, die sich besonders angepasst zeigen, werden deutlich bevorzugt.
Ein gravierendes Problem ist jedoch ein älterer Kollege, der wiederholt durch unangemessene und sexistische Kommentare gegenüber jungen Kolleginnen auffällt. Wer hier als junge Dame nicht über ausreichend Selbstbewusstsein oder Durchsetzungsvermögen verfügt, ist unangemessenen Fragen und Aussagen nahezu täglich ausgesetzt.
Es stellt sich die Frage, wie ein derartiges Verhalten langfristig toleriert werden kann!
- kleine Verbesserungen in den Benefits
- früher war es noch das Team, was mich da gehalten hat
- die realitätsferne Arbeitgebermoral, bei der sich der Mitarbeiter für das Unternehmen aufopfert und Extrameilen zum guten Ton gehören und selbstverständlich sind
- die Selbstverständlichkeit der Nutzung privater Geräte der Mitarbeiter, sei es Handy, Laptop, Kamera oder anderes Equipment
- die Selbstverständlichkeit des Herausgebens der privaten (!!!) Telefonnummer an Partner, ohne vorheriges Fragen und ohne der Stellung eines Diensthandys
- der Umgang mit der Privatsphäre von Mitarbeitern
- der Umgang mit Mitarbeitern bei Krankheit
- das fehlende Lernverhalten des Arbeitgebers - ist zwar fürs erste oft kritikfähig, hört sich dankend die Meinung anderer an und meint jedes Mal "er habe es verstanden" und fällt dann doch immer wieder in alte Verhaltensmuster zurück
- die ungerechte Entlohnung der Mitarbeiter, von denen alles abverlangt wird und die zusätzlich auch noch als Führungskraft fungieren
- das Unternehmen braucht einen anderen Geschäftsführer
- vielleicht mal an anderen größeren Unternehmen orientieren, was Benefits, Mitarbeiterbindung, Mitarbeiterkultur und Führungskompetenzen angeht
- mehr die Augen der Welt öffnen und weniger in seiner eigenen Blase leben
- man fühlt sich dauerhaft vom GF kontrolliert, auch wenn es heißt, er vertraue einem
- Dankbarkeit und Lob sind nicht authentisch und wirken eher so wie "man müsse das jetzt sagen"
- aufgrund von Launen und emotionsgetriebenem Verhalten vom Arbeitgeber war das Arbeiten, besonders in Meetings, oft sehr unangenehm
- früher würde ich sagen war das Image sehr sehr gut
- man kennt Sorglosmakler auf jeden Fall aufgrund der plakativen Werbung
- das Image ist mittlerweile in meinen Augen und von dem, was man im Gespräch mit anderen aus Magdeburg hört, jedoch im Keller
- für mich eher Work-Work-Balance
- wenn man hier Grenzen zu Zwecken seiner Privatsphäre setzt, ist man fehl am Platz: Erreichbarkeit nach Feierabend, am Wochenende und im Urlaub wird vorausgesetzt bzw. sorgt bei Setzung der Grenze für extreme Diskussionen und Druck
- auch wenn man Grenzen setzt im Sinne von, dass man auf seinem privaten (!!!) Handy nicht die Arbeitsmails eingerichtet hat, sorgt das nur für Grundsatzdiskussionen
- flexible Arbeitszeiten waren stark eingegrenzt und somit eher wenig flexibel, da ich bereits vorher festlegen musste, wie ich an welchen Tagen von der Stundenanzahl her arbeite
- Weiterbildungen, die der GF zu seinen eigenen Zwecken und auf eigene Entscheidung hin machen wollte, wurden verlangt in meiner Freizeit (!!!) abzuhalten und zudem auch noch, dass ich als Führungskraft dies meinen Teammitgliedern genauso beizubringen habe - wogegen ich mich klar positioniert habe und das wieder nur Grundsatzdiskussionen über meine moralische Einstellung zum Unternehmen zur Folge hatte
- Kickoff-Veranstaltungen oder Arbeitseinsätze, die auf das Wochenende fielen, waren in Augen des GFs ebenfalls keine Arbeitszeit, sondern geopferte Freizeit fürs Unternehmen
- es wird auf jeden Fall was für die eigene Entwicklung getan und auch vorausgesetzt, was an sich sehr gut ist
- ich habe damals meine zwei Wunschweiterbildungen finanziert bekommen, worüber ich sehr dankbar bin - da dies von mir gewünschte Weiterbildungen waren, habe ich diese damals auch gerne in meiner Freizeit absolviert
- anders verhält es sich natürlich mit der Tatsache, wenn eine Weiterbildung/ein Coaching vom Arbeitgeber verlangt/aufgezwungen wird und man sich dafür dann keine Arbeitszeit schreiben soll
- früher war der Zusammenhalt wirklich stark und es war wie eine kleine Familie, mit der man sehr gern zusammenarbeitet
- aufgrund der starken Fluktuation in den letzten 3 Jahren hat sich das gesamte Teamgefüge jedoch so entwickelt, dass man sich immer weniger gegenseitig unterstützt hat, kaum noch Spaß zusammen bei der Arbeit oder für Teamabende spürte, mehr hinterm Rücken geredet wurde und auch nicht mehr füreinander eingestanden wurde - alles grundsätzlich auch dem Verhalten des GFs geschuldet
- emotional geleitetes Verhalten des Arbeitgebers
- GF kann in meinen Augen weder das Unternehmen führen noch leiten, ihm fehlen meiner Meinung nach soziale, methodische und personale Kompetenzen
- keine realitätsnahe Vorstellung von Unternehmenszielen, sondern eher utopisch
- Mitarbeitern wurden Bildschirm, Maus, Tastatur, Schreibtischunterlage gestellt
- nach Ausbau der Räumlichkeiten im OG war das Arbeiten dort im Frühling/Sommer die reinste Katastrophe zu meiner Zeit - in meinen Augen den Mitarbeitern gegenüber nicht zu verantworten, die Räume sind 0 gedämmt und es herrschten tropische Temperaturen - es wurde sich wohl später dann um ein Klimagerät gekümmert
- aufgrund dessen, dass ich 5 Jahre lang mit meinem privaten (!!!) Laptop und Handy gearbeitet habe und das auch immer als selbstverständlich angesehen wurde und nie von alleine mal der Impuls kam, mir geschäftlich diese Geräte zu beschaffen, erst als ich es mal ansprach, nachdem ein anderer Mitarbeiter ein neues Macbook bekam, hieß es, man könne mir meinen privaten Laptop abkaufen... kann ich hier wirklich nur einen Punkt geben
- Homeoffice wird nur geduldet, wenn man krank ist, dann hat man nämlich nicht sich zu Hause auszuruhen und sich krankzuschreiben, sondern zu arbeiten
- grundsätzlich wurden Prozesse zur einheitlichen Kommunikation geschaffen, welche aber immer wieder umgangen wurden
- Aufgaben, die ich sehr spontan zu erledigen habe und dann in Form von Überstunden ausbaden darf, weil der Arbeitgeber es vergessen hat, mir rechtzeitig mitzuteilen, zähle ich zu schlechter Kommunikation
- für meine Position deutlich unterbezahlt und leider habe ich es jahrelang mit mir machen lassen und wurde immer wieder vertröstet
- da mir nicht mehr Gehalt zum damaligen Zeitpunkt gegeben werden konnte, wurde versucht, eine Bonuszahlung bei Erreichen eines bestimmten Umsatzzieles als Gehaltserhöhung zu verkaufen - nur, dass ich dann nach der Bonuszahlung genauso wenig wie vorher verdient hätte, also ein Witz
- Benefits an sich nicht wirklich viele, aber mit der Zeit wurde immerhin etwas gemacht wie z.B. Sachbezugsgutscheine und Internetpauschale
- grundsätzlich wurde sich nach außen hin bemüht, immer alle gleich zu behandeln
- manchen Mitarbeitern wurde mehr Flexibilität der Arbeitszeit zugesprochen als anderen, in meinen Augen ein No Go, da es bis auf den Empfang keinen Grund dafür gibt und nur für Unruhe und Unzufriedenheit sorgte
- in den Räumlichkeiten wurden überall die Grundsätze des Unternehmens ausgehangen, wo auch drauf stand, dass jeder Fehler machen kann, solange sie nur einmal passieren würden - haben aber manche Mitarbeiter oder Makler immer wieder die gleichen Fehler gemacht, wurde das einfach trotzdem toliert und es gab keine spürbaren Konsequenzen dafür (jedenfalls häufig meine Erfahrung)
- das respektvolle Verhalten des GFs unterscheidet sich zu Leuten, die er mehr mag, braucht oder auf die er angewiesen ist, als zu anderen im Unternehmen
- an einem breiten Spektrum an unterschiedlichen und auch interessanten Aufgaben konnte ich mich nie beschweren
- mehr oder weniger dadurch geprägt, dass ich massenweise mit Aufgaben überhäuft wurde, Prioritäten falsch gesetzt wurden und wie sinnvoll diese fürs Unternehmen waren, sei mal dahingestellt
Einige Mitarbeiter sind wirklich ehrliche Seelen.
Die Kreative Umsetzung von Projekten.
Das Büro ist offen, hell und freundlich.
Wertschätzung für geleistete Arbeit ist aus Sicht vieler Mitarbeitenden nicht immer spürbar – weder im persönlichen Austausch noch strukturell.
Ein Bewusstsein für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen ist im Arbeitsalltag kaum erkennbar.
Die Qualität der Führung und Führungskultur ist sehr unterschiedlich – es fehlt teilweise an Klarheit, Verbindlichkeit und professioneller Kommunikation.
Der Umgangston ist nicht immer sachlich und klar. Manche Gesprächsführungen wirken emotional und lassen wenig Raum für einen offenen Dialog auf Augenhöhe.
Kritikfähigkeit ist aus Sicht von Mitarbeitenden verbesserungswürdig – Rückmeldungen oder Verbesserungsvorschläge werden nicht immer konstruktiv aufgegriffen.
Innovationen oder neue Ideen werden selten aktiv gefördert oder langfristig begleitet.
In Konfliktsituationen wird die Kommunikation gelegentlich sehr persönlich geführt, was Mitarbeitende als unangenehm oder unprofessionell empfinden können.
Bei internen Gesprächen entsteht zum Teil der Eindruck, dass Mitarbeitende wenig Mitspracherecht oder Gestaltungsspielraum haben
[Aussagen über die Benefits, Krankheit sowie Home-Office wurden dir h den Arbeitgeber gesperrt]
Eine stärkere Berücksichtigung von Nachhaltigkeit im Arbeitsalltag würde dem Unternehmen ein modernes und verantwortungsbewusstes Profil verleihen.
Die bessere Verteilung von Aufgaben und Ressourcen könnte bestehende Überlastungen in bestimmten Bereichen reduzieren.
Eine ausgewogenere Work-Life-Balance, insbesondere für Büroangestellte, würde sich positiv auf Motivation und langfristige Bindung auswirken.
Eine offene und konstruktive Feedbackkultur könnte helfen, Konflikte frühzeitig zu erkennen und gemeinsam zu lösen.
Mehr Aufmerksamkeit für das Miteinander im Team würde das Betriebsklima nachhaltig stärken.
Es wäre hilfreich, Mitarbeitende nicht nur anhand ihrer Leistung zu bewerten, sondern auch ihre individuellen Bedürfnisse stärker zu berücksichtigen.
Die Wahrung der Privatsphäre – etwa bei persönlichen Themen oder Social Media – sollte ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur sein.
Verlässliche Strukturen, transparente Kommunikation und klare Verantwortlichkeiten würden das tägliche Arbeiten effizienter und angenehmer gestalten.
Eine klare Trennung von beruflichem und privatem Umfeld kann helfen, professionelle Distanz und Fairness zu wahren.
Konkrete Zeichen der Wertschätzung, auch jenseits des Gehalts, würden das Engagement der Mitarbeitenden sichtbar anerkennen.
Verlässliche und langfristige Planungen fördern Sicherheit und Orientierung im Arbeitsalltag.
Die Einführung von freiwilligen Zusatzleistungen würde die Attraktivität als Arbeitgeber deutlich steigern.
Work-Life-Balance? Leider ein Fremdwort.
Es herrscht eine klare Erwartungshaltung: Arbeit steht im Mittelpunkt – alles andere kommt danach. Wer regelmäßig Überstunden macht, passt sich an die Realität des Arbeitsalltags an. Wer versucht, nach Feierabend abzuschalten oder private Verpflichtungen ernst zu nehmen, hat es schwer, mit den Anforderungen Schritt zu halten.
Die Aufgabenmenge wächst kontinuierlich, ebenso wie der Druck, allem gleichzeitig gerecht zu werden. Prioritäten ändern sich oft kurzfristig, was dazu führt, dass begonnene Projekte auf der Strecke bleiben – weil neue Ideen plötzlich höchste Priorität haben. Eine nachhaltige Planung oder Entlastung gibt es dabei selten.
Die Folge: Eine dauerhafte Belastung, die auf Dauer sowohl die Arbeitszufriedenheit als auch das Betriebsklima stark beeinträchtigt.
Nach außen macht das Unternehmen einen sehr engagierten und kundenorientierten Eindruck – und dieser ist auch berechtigt: Die Betreuung der Kundschaft erfolgt mit großer Sorgfalt und Professionalität.
Intern sieht es jedoch anders aus. Das Wohl einzelner Mitarbeitender scheint deutlich weniger Priorität zu haben. Diese Diskrepanz zwischen Außen- und Innenwirkung wird auch durch die hohe Zahl ehemaliger Mitarbeitender sichtbar – was Fragen nach den Ursachen aufwirft.
Fazit: Das Image nach außen stimmt – für Kundinnen und Kunden. Intern fehlt es jedoch an Substanz.
Kultur & Freizeit: Arbeit zuerst, alles andere danach.
Die Unternehmenskultur ist stark leistungsorientiert – Erholung wird nicht als Teil gesunder Arbeitsweise verstanden, sondern eher als notwendiges Übel, um ab Montag wieder voll einsatzfähig zu sein. Freizeit, Hobbys oder soziale Aktivitäten sind kaum mit dem Arbeitspensum vereinbar, ohne dass man das Gefühl bekommt, nicht genug zu leisten.
Die Atmosphäre erinnert stellenweise eher an einen geschlossenen Kreis mit starkem Anpassungsdruck als an ein modernes Unternehmen mit Raum für Persönlichkeitsentwicklung.
Wer ein Umfeld sucht, das Talente erkennt, fördert und in dem man als Mensch gesehen wird – der sollte sich lieber weiter umschauen.
Umwelt- und Sozialbewusstsein: Kaum vorhanden.
Nachhaltigkeit spielt im Unternehmensalltag offenbar keine nennenswerte Rolle. Es gibt keine erkennbare Mülltrennung, kaum Begrünung im Büro und auch sonst wenig sichtbares Umweltbewusstsein im Alltag.
Selbst für kurze Strecken – beispielsweise zur nahegelegenen Pizzeria – wird in der Regel das Auto genutzt. Ein bewusster Umgang mit Ressourcen oder nachhaltiges Denken sind, zumindest aus Mitarbeitersicht, nicht erkennbar verankert.
Kollegenzusammenhalt? Sehr durchmischt.
Der Zusammenhalt im Team ist stark gespalten. Es gibt einerseits Kolleginnen und Kollegen, die sehr offen, ehrlich und hilfsbereit sind – mit ihnen zu arbeiten, war eine echte Bereicherung. Einige der besten zwischenmenschlichen Erfahrungen im Berufsleben durfte ich hier machen.
Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch einen kleineren Teil, bei dem Ausgrenzung, Schweigen und abwertendes Verhalten vorkommen – vor allem dann, wenn man nicht die vorherrschende Meinung teilt oder kritisch hinterfragt. Wer nicht ins bestehende Narrativ passt, hat es schwer, langfristig akzeptiert zu werden.
Leider führt das dazu, dass gerade die offenen und reflektierten Kolleginnen und Kollegen oft nicht lange bleiben.
Fazit: Ich habe hier sowohl besonders positive als auch besonders negative Erfahrungen gemacht. Wie so oft im Leben: Man sollte genau überlegen, mit wem man spricht und was man preisgibt.
Probleme werden oft nicht offen angesprochen, sondern erst sehr spät oder gar nicht thematisiert. Die Kommunikation ist teilweise passiv-aggressiv, was ein konstruktives Miteinander erschwert.
Es herrscht ein Widerspruch im Führungsstil: Einerseits wird eigenverantwortliches Denken erwartet, andererseits wird ein übermäßig detailgenaues Befolgen von Anweisungen verlangt – ohne klare Linie oder Beständigkeit. Dabei werden selbst grundlegende Standards nicht konsequent von Vorgesetzten eingehalten – sei es aus Überarbeitung oder Überforderung.
Termine werden vergessen, Absprachen ignoriert, Kalender und Mitteilungen übersehen, und wichtige Unterlagen zu Besprechungen nicht gelesen. Das führt regelmäßig zu unnötigen Verzögerungen und Missverständnissen.
Unterm Strich bleibt ein organisatorischer Zustand, der eher dem Zufall überlassen scheint als einer funktionierenden Struktur.
Arbeitsbedingungen: Viel Luft nach oben.
Die Arbeitsbedingungen sind stark von fehlenden oder nicht funktionierenden Prozessabläufen, ungenügenden Absprachen und einem allgemein wenig durchdachten Konzept geprägt. Strukturen wirken oft improvisiert, Zuständigkeiten sind nicht klar definiert – das erschwert die tägliche Arbeit erheblich.
Trotzdem: Mit den richtigen Kolleginnen und Kollegen macht die Arbeit an sich durchaus Spaß – auch wenn diese Teamkonstellationen meist nicht lange bestehen bleiben.
Die hohe Fluktuation erschwert es, sich langfristig im Team zu integrieren. Dass diese personelle Bewegung von der Geschäftsführung teils als positiver Impuls bewertet wird, wirkt in der Praxis allerdings eher hinderlich als förderlich.
Kommunikation? Nur in eine Richtung.
Offene, ehrliche Kommunikation wird nicht gefördert – im Gegenteil: Kritik, selbst konstruktiv und sachlich geäußert, ist nicht erwünscht. Wer Probleme anspricht, etwa bei Arbeitsabläufen oder Überlastung, muss mit Konsequenzen rechnen. Eine offene Fehlerkultur existiert nicht.
Entscheidungen werden oft indirekt oder über Dritte mitgeteilt, anstatt im direkten Austausch. Auch Führungskräfte vermeiden häufig den direkten Dialog und beziehen andere Mitarbeitende ein, um unangenehme Botschaften weiterzugeben – was zu Unsicherheit und Misstrauen führt.
Ein Satz, der im Kollegenkreis häufiger fiel, bringt es auf den Punkt:
„Wer den Mund aufmacht, wird gegangen.“
Ob wörtlich gemeint oder nicht – er beschreibt das Gefühl vieler im Team ziemlich treffend.
Ausreichend für die geleistete Arbeit, aber Stellen abhängig zu wenig.
Grundsätzlich wird immer mehr verlangt als in Stellenbeschreibung angegeben..
Gleichbehandlung & Sensibilität: Ausbaufähig.
Aus meiner Sicht wird wenig Rücksicht auf geschlechterspezifische Bedürfnisse oder Lebenssituationen genommen. Längere Abwesenheiten – etwa durch Urlaub, familiäre Ereignisse oder persönliche Anlässe – werden teils kritisch betrachtet, was eine offene Planung erschwert.
Auch der Umgang mit privater Lebensführung wirkt mitunter restriktiv: Es wurde signalisiert, dass Social-Media-Aktivitäten oder persönlicher Kleidungsstil potenziell negativ aufgefasst werden könnten – insbesondere im Hinblick auf die Wirkung gegenüber Kundschaft.
Diese Maßstäbe betreffen nicht ausschließlich, aber auffallend häufig weibliche Mitarbeitende – was in der Wahrnehmung zu einem unausgewogenen und wenig zeitgemäßen Arbeitsumfeld beiträgt.
Weiterentwicklung? Nur durch Selbstorganisation.
Durch fehlende Struktur und oft unklare Planung, gepaart mit einem starken Festhalten an ambitionierten Zielen, entstehen regelmäßig Situationen, die hohe Eigeninitiative erfordern. Wer hier nicht ständig an sich arbeitet und sich an neue Anforderungen anpasst, läuft Gefahr, den Anschluss zu verlieren.
Selbstständige Weiterbildung in der Freizeit ist oft die einzige Möglichkeit, mit dem Tempo Schritt zu halten – was allerdings eher vorausgesetzt als unterstützt oder anerkannt wird.
Wer gerne eigenverantwortlich arbeitet, sich neues Wissen autodidaktisch aneignet und kein Problem damit hat, dass Freizeit dabei zur Nebensache wird, kann hier durchaus fachlich wachsen.
Wertschätzung – ob finanziell oder menschlich – sollte man dabei jedoch nicht als selbstverständlich erwarten.