Katastrophale Firmenstruktur, mangelnde Wertschätzung und unqualifizierte inkompetente Führungskräfte in vielen Ebenen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich habe lange darüber nachgedacht, und ich finde (leider) keine wirklich guten Aspekte, die für die SOS sprechen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Unglaubwürdigkeit (nach außen hui und nach innen pfui) und Verschleierung von jahrzehntelangen Kindesmissbrauchs- und exorbitante Gewalterfahrungen, die Kinder innerhalb der SOS-Kinderdörfer erlitten haben.
Inkompetente Führungskräfte, die planlos Gelder verschwenden und Mitarbeiter vergraulen. Der Fisch stinkt vom Kopf her, nur interessierte das bei SOS niemanden, eben solange wie die Spendenbasis gut war und die Führungskräfte zusammen mauscheln können. Viele Mitarbeiter starten bei der SOS mit einer hohen intrinsischen Motivation und sind genau daran gescheitert, denn inside der SOS sind keine gelebten Werte & Sinn vorhanden, sondern reines Machtkalkül & eine enorme Fixiertheit auf noch mehr Spendeneinnahmen. Mobbing und AU sind bei der SOS überdurchschnittlich vorhanden. Fazit: Die Missstände innerhalb der SOS müssen klar kommuniziert werden, sonst ändert sich nichts.
Verbesserungsvorschläge
Lebt endlich Authentizität mit echten Menschen, Kompetenz mit fähigen Menschen und Integrität mit glaubwürdigen Menschen.
Vor allem Verlässlichkeit: Zuverlässige Menschen, die das tun, was sie sagen, und einhalten, was sie versprechen. Einen Vorstand und Führungskräfte, die nicht aus eigenen Machtansprüchen handeln, sondern die Mitarbeiter entwickeln und fördern, das Team gestalten und vor allem Führungskräfte, die Mitarbeiter nicht im Stich lassen.
Vielleicht ist die Gewalttätigkeit und der Missbrauch durch den Gründer eine (einmalige) Chance für die SOS aufzuwachen und Werte zu leben anstatt Werte nur vorzugaukeln. Die SOS hat finanziell als Cash-Cow jahrzehntelang funktioniert durch unerschöpfliche Spendeneinnahmen und einem gigantischen Marketing-Vertrieb (alleine in der GF München ~ 200 Vertriebs- und Marketingspezialisten), der radikal Spenden generiert hat (Marktingmaßnahmen, aggressive Anschreiben an potentielle Spender etc. pp.).
Die cash-cow wird m. E. so nicht weiterexistieren, nutzt die Chance euch zu ändern, hört auf mit den Lügen und fangt an mit einer radikalen Ehrlichkeit. Schafft Werte und Vertrauen, beendet das Angstklima und das Mobbing.
Arbeitsatmosphäre
Geprägt von Angst und Missgunst, explizit durch inkompetente Führungskräfte verursacht und der Situation geschuldet, dass der erfolgte physische und psychischen Missbrauch in den Kinderdörfern so lange totgeschwiegen wurde. Die ganze Unternehmung ist dadurch prinzipiell obsolet geworden. Jeder weiß das und doch soll der Rubel in Form von Spenden endlos weiterrollen.
Image
War ehemals ganz weit oben angesiedelt. Das Image sinkt aktuell gewaltig bedingt durch die Tatsache, dass der SOS-Gründer eben kein Philanthrop, sondern ein Gewalttäter war und der diesen gewalttätigen physischen und psychischen Missbrauch an Kindern über Jahrzehnte in der SOS ausgelebt hat, ist die komplette SOS als NGO prinzipiell obsolet geworden. Der Vorstand hat das seit über 10 Jahren gewusst und verschwiegen. Der Rubel muss rollen ist die Devise und siehe da, nachdem die Vorwürfe publik wurden, sind die Vorstände schnell verschwunden. (Rette sich, wer kann- das das eigenes Image ist eben wichtiger als alles andere).
Work-Life-Balance
In manchen Bereichen ist Home-Office möglich und die Urlaubstage sind fair geregelt.
Karriere/Weiterbildung
Gibt's bei der SOS nicht...
Gehalt/Benefits
Überdurchschnittlich
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nicht vorhanden, keine Mülltrennung, gedruckt wird in Farbe und ohne Sensibilität für die Verschwendung, generell bekommt das Thema Umwelt / Sozialbewusstsein keinerlei Stellenwert innerhalb der SOS.
Kollegenzusammenhalt
Dieser ist durchaus in einzelnen Bereichen vorhanden.
Umgang mit älteren Kollegen
Fast alle Kolleg:innen >= 50 Jahren wollen bis zur Rente überleben und können das auch bei der SOS. Nix sehen und hören, Dienst nach Vorschrift.
Vorgesetztenverhalten
Welche Vorgesetzten? Keinerlei Assessment - Center für Führungskräfte, Qualifizierung oftmals Fehlanzeige, mitunter werden entweder sehr junge weibliche Führungskräfte eingestellt bzw. ohne Erfahrung in eine Führungsrolle befördert oder alternde Führungskräfte eingestellt, die in der freien Wirtschaft kein Bein mehr auf den Boden bekommen. Jugend forscht Führungskräfte und alternde Sonnenkönige und Sonnenköniginnen. Die gesunde Mitte fehlt leider und damit eine gesunde Basis an Rollen- und Aufgabenklarheit, weil die überforderten (Jung-)Führungskräfte das nie gelernt haben, und die alternden Führungskräfte bis zur Rente überleben wollen und selbstherrlich die Ressorts führen. All das führt dazu, dass sich die Mitarbeiter alleine gelassen fühlen und die Teams ausbrennen.
Arbeitsbedingungen
IT-Ausstattung ist für eine NGO überdurchschnittlich, die Prozesse dahinter eine Black-Box und sehr chaotisch, IT-Abteilung ist zB trotz desaströser IT-Prozesse innerhalb der Unternehmung nicht sichtbar.
Kommunikation
Irritierend, verwirrend, keine klare Kommunikation, niemand weiß, wer oder warum jemand grundlegend die Entscheidungen trifft.
Gleichberechtigung
-
Interessante Aufgaben
Aufgrund der bombastischen finanziellen Spendensituation ist viel Spielraum für Projekte und prozessuale Innovationen vorhanden. Leider wird sehr viel (Spenden-)Geld innerhalb der Geschäftsstelle durch unnötige Investitionen und mangelnde Voraussicht und fehlendes know-how verbrannt.


