Die besten Zeiten liegen weit hinter ihnen.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Grundgedanke, die Bewohner in Hausfamilien zu führen ist sicher gut, nur gibt es hier deutliche Erosion, denn Hauseltern gibt es kaum noch, sodass die meisten Häuser von vielen unterschiedlichen Familienhelfern begleitet werden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Arroganz der Leitung und deren Durchregieren von oben nach unten.
Kaum noch Bezug zur „Front“, wo die wirkliche Arbeit geleistet wird.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeit mit den Bewohnern kann erfüllend sein, ist aber auch oft anstrengend.
Image
SOS Kinderdorf hatte in der Vergangenheit sicher einen guten Namen - aber durch die Veröffentlichung der Missbrauchsskandale und das schlechte Management im Umgang damit, hat sich das auch erledigt.
Work-Life-Balance
Der Betriebsrat organisiert jedes Jahr einen Ausflug, es gibt für die Mitarbeiter, die mit den Bewohnern arbeiten zwei Tage Sonderurlaub/Jahr. Sonst fällt mir nichts ein.
Karriere/Weiterbildung
Ohne Studium oder dass ein Vorgesetzter in Rente geht, ist der Aufstieg unmöglich.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nicht mal die Mülltrennung funktioniert hier halbwegs. Viele Heizungen laufen noch mit Öl und von Photovoltaik will man auch nicht viel wissen, obwohl genügend Dachflächen zur Verfügung stehen um sicher einen Großteil des Dorfes damit versorgen zu können.
Kollegenzusammenhalt
Die meisten schauen nur auf eigene Interessen und dass ihre Abteilung läuft.
Vorgesetztenverhalten
SOS München ist halt weit weg, als dass sie sich große Mühe geben würden, genauer hinzuschauen.
Die Dorfgemeinschaft wird wie ein Königreich geführt. Es wird kaum Rücksicht auf Kollegen und Untergebene genommen. Hauptsache man steht in München gut da. Mitunter bekommt man die Frage gestellt, weshalb der Arbeitsbereich so wenig Produkte verkauft und was dagegen unternommen werden kann. Eigene Ideen werden meist im Keim erstickt, mit Totschlagargumenten wie: Hat noch nie funktioniert, kann ich mir nicht vorstellen, davon habe ich noch nie gehört….. Jeder Bereich sieht zu, dass er einigermaßen läuft damit es keinen Ärger noch oben gibt, weswegen es häufig Resignation bei den Kollegen gibt. Nicht wenige sind aus diesen Gründen gegangen.
Arbeitsbedingungen
Feste Arbeitszeiten mit sehr langer Mittagspause, deswegen ist jeder Arbeitstag sehr lange. Arbeitskleidung wird - ausser Sicherheitsschuhen nicht gestellt.
Kommunikation
Hier wird nicht kommuniziert, sondern bestimmt ohne Rücksicht auf Verluste und Mitarbeiter
Gleichberechtigung
Im Königreich haben Frauen nicht viel zu sagen.
Interessante Aufgaben
Kaum ein Tag ist wie der andere. Die Arbeit mit den Bewohnern macht Spass, wenn einem diese Art Arbeit mit Menschen, mit kognitiven Einschränkungen liegt.

