Die Wahrheit über die Arbeit in der Filiale (Viernheim) der Schwestern
Gut am Arbeitgeber finde ich
-Die abwechslungsreichen Aufgaben wie Regale auffüllen und Kassieren haben mir grundsätzlich Spaß gemacht.
-Dank der Unterstützung der Store Manager Assistentin funktionierte das Team oft gut zusammen. Sie hat uns motiviert und gelobt, was sehr geholfen hat.
-Manche Kolleg*innen waren sehr hilfsbereit und freundlich, was den Arbeitsalltag erleichtert hat.
-Das Arbeitsumfeld ermöglichte mir, meine Aufgaben eigenständig zu erledigen und Verantwortung zu übernehmen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
-Die Kommunikation zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden könnte transparenter und respektvoller sein.
-Es fehlt oft an Wertschätzung und Anerkennung für die geleistete Arbeit.
-Einige Abläufe und Entscheidungen wirken wenig nachvollziehbar und erschweren die tägliche Arbeit.
-Die Personalplanung ist manchmal unzureichend, was zu hohem Stress und Überlastung führt.
Als negativ habe ich empfunden, dass es keine klare Aufgabenverteilung gab. Während wir zum Beispiel Musterstücke für die Visual Merchandiserin sortieren sollten, hat sie in der Zwischenzeit neue Ware platziert — was vollkommen in Ordnung war. Allerdings hat sie es regelmäßig vermieden, ihre eigenen Kartons und Materialien aufzuräumen, und darauf gewartet, dass andere diese Arbeit für sie erledigen. Das hat das Teamgefühl und die Fairness im Arbeitsalltag stark belastet.
Verbesserungsvorschläge
-Klare und offene Kommunikation: Sicherheitsanweisungen und wichtige Informationen sollten von Anfang an transparent und zeitnah vermittelt werden.
-Wertschätzung und Respekt gegenüber allen Mitarbeitenden, unabhängig von Position oder persönlicher Sympathie.
-Gleichberechtigte Behandlung aller Teammitglieder, ohne Sonderrechte für Einzelne.
-Förderung eines echten Teamgeists durch gemeinsame Aktivitäten und offene Feedback-Kultur.
-Faire und motivierende Personalführung, die Lob und Anerkennung für gute Leistungen beinhaltet.
-Verbesserung der Arbeitsbedingungen, insbesondere bei der Organisation von Warenannahme und Lagerplatz.
-Umwelt- und Sozialbewusstsein im Unternehmen stärken, etwa durch nachhaltigere Verpackungen und fairere Produktionsbedingungen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war von ständiger Anspannung und Ungleichbehandlung geprägt.
Wertschätzung und respektvoller Umgang haben leider gefehlt. Kritik gab es jederzeit, Lob dagegen so gut wie nie. Viele Kolleg*innen waren bemüht und freundlich, doch das wurde durch die schlechte Führungskultur und die ständige Überlastung überschattet.
Image
Das öffentliche Image des Unternehmens und die Realität im Arbeitsalltag klaffen weit auseinander.
Nach außen gibt man sich umwelt- und sozialbewusst sowie teamorientiert — doch hinter den Kulissen herrscht ein respektloser Umgangston, fehlende Wertschätzung und keinerlei echtes Umweltbewusstsein. Viele Produkte werden unter fragwürdigen Bedingungen produziert, in Plastik verpackt und über lange Transportwege geliefert. Das vermeintlich skandinavisch-nachhaltige Konzept dient vor allem dem Marketing.
Work-Life-Balance
Work-Life-Balance war kaum vorhanden.
Es wurde erwartet, dass man flexibel und ständig verfügbar ist. Wünsche nach bestimmten freien Tagen oder geregelten Arbeitszeiten wurden kaum berücksichtigt. Während einzelne Mitarbeitende Sonderrechte hatten (wie keine Samstagsdienste oder nur Frühschichten), mussten andere oft einspringen und Mehrarbeit leisten.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten gab es keine.
Es wurden keinerlei Perspektiven aufgezeigt oder Entwicklungsgespräche geführt. Wer sich engagierte, wurde weder gefördert noch wertgeschätzt.
Zum Gehalt: Immer wieder wurde betont, dass man „zu teuer für das Unternehmen“ sei — obwohl das Gehalt vertraglich vereinbart war. Statt fairer Anerkennung wurde so Druck ausgeübt, was weder motivierend noch professionell war.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt entsprach dem vertraglich Vereinbarten, wurde jedoch im Alltag immer wieder negativ kommentiert.
Von der Führungsebene wurde regelmäßig betont, man sei „zu teuer für das Unternehmen“, was demotivierend und unprofessionell war. Sozialleistungen über das gesetzliche Maß hinaus gab es nicht. Wertschätzung für Leistung oder Einsatzbereitschaft wurde weder finanziell noch auf andere Weise gezeigt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ein klares Nein. Die Ware wird größtenteils in Plastik verpackt und verursacht täglich enorme Mengen an Müll. Ein Großteil der Produkte stammt aus Indien und China — mit dem Ziel, die Preise möglichst niedrig zu halten.
Hinzu kommen die langen Transportwege, die enorme CO₂-Emissionen verursachen und den ökologischen Fußabdruck der Produkte zusätzlich verschlechtern. Nachhaltigkeit sieht anders aus.
Viele Kund*innen glauben, sie würden bei einem besonders umwelt- und sozialbewussten Unternehmen einkaufen — doch der Schein trügt. Nur weil das Design skandinavisch schlicht und „natürlich“ wirkt, heißt das noch lange nicht, dass die Produktionsbedingungen, Lieferketten und Verpackungspolitik wirklich nachhaltig oder fair sind.
Kollegenzusammenhalt
Die Führungskräfte und die Visual Merchandiserin zeigten kein Interesse daran, ein echtes Team zu formen.
Verantwortung wurde gerne abgegeben, aber wenn es darauf ankam, länger zu bleiben oder einzuspringen, lehnten sie ab — obwohl sie wussten, dass eine Kollegin dadurch mehrere Stunden alleine im Geschäft bleiben musste, weil sich jemand krankgemeldet hatte. Dieses Verhalten hat den Teamzusammenhalt und das Vertrauen massiv beeinträchtigt.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Kolleg*innen lässt sehr zu wünschen übrig. Respekt, wie Begrüßung oder Verabschiedung, ist bei denen kaum vorhanden. Es wirkt, als hätten sie weder Respekt gelernt noch weitergegeben – das Verhalten ist leider häufig respektlos und arrogant.
Vorgesetztenverhalten
In der Filiale herrscht ein deutliches Ungleichgewicht im Umgang mit dem Team. Die Store Managerin und die Visual Merchandiserin pflegen ein sehr enges Verhältnis, wodurch die VM spürbar bevorzugt wird. So muss sie zum Beispiel nie am Samstag arbeiten und bekommt immer die Vormittagsschichten — Wünsche anderer Mitarbeitender bleiben dabei oft unberücksichtigt.
Das Teamklima leidet unter dieser Ungleichbehandlung. Vorschläge und Ideen der Mitarbeitenden finden kein Gehör und werden oft direkt abgelehnt oder negativ bewertet. Eine offene, respektvolle Kommunikation auf Augenhöhe fehlt.
Während ich in anderen Filialen wie in Mannheim eine deutlich wertschätzendere und menschlichere Führung erlebt habe, empfinde ich den Umgang hier als respektlos und von Launen abhängig. Ein einfaches „Guten Morgen“ oder ein freundliches Wort sind selten und scheinen nach Belieben verteilt zu werden.
Ein wenig mehr Lockerheit, Fairness und echtes Interesse an den Mitarbeitenden würden dem Team und dem Arbeitsklima sehr guttun.
Arbeitsbedingungen
Erst nach drei Monaten haben wir die Sicherheitsunterweisungen bekommen, die laut Vorschrift am ersten Arbeitstag stattfinden sollten.
Kommunikation
Die Kommunikation ließ stark zu wünschen übrig.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung gibt es nicht. Da die Führungskraft und die Visual Merchandiserin eng miteinander befreundet sind, werden alle anderen Mitarbeitenden unfair behandelt und oft wie „zweite Klasse“ behandelt.
Interessante Aufgaben
Der Arbeitsalltag bestand fast ausschließlich aus den immer gleichen Tätigkeiten: Regale auffüllen, kassieren und permanenter Leistungsdruck. Abwechslung oder Aufgaben, bei denen man eigene Ideen einbringen konnte, gab es so gut wie nie.