Ehemaliger Mitarbeiter - Faire Bewertung
Verbesserungsvorschläge
- Mehr Transparenz
- Ehrliche Kommunikation
- Schnellere und Effiziente Hilfestellungen
- Sich auch mal Verantwortlich fühlen für seine eigene Aufgaben und nicht alles (gerade auf die Lehrlinge) abwälzen
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist, je nach Abteilung, ziemlich entspannt. Im Vertrieb herrscht kein Zahlendruck, wobei dies standort- und abteilungsabhängig ist. Trotzdem ist die Arbeitsatmosphäre, so wie ich sie erlebt habe, ziemlich locker und offen. Es gibt leider manche Kollegen, die gerne ein Problem aus dem Nichts suchen, weshalb eine mittlere Bewertung zutrifft.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance wird hier wirklich gut gelebt. Je nachdem, ob man im Markt oder in der Marktfolge arbeitet, variieren die Freizeitgestaltung und die Deadlines, auf die man hinarbeitet. Im Vertrieb ist das zwar wieder bereichs- und standortabhängig, aber auch dort ist die Balance bereits gut umgesetzt.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind hier intern stark begrenzt. In fast allen Bereichen gibt es nur interne Fortbildungen, die in der freien Wirtschaft kaum anerkannt werden, da sie zu sehr auf die Sparkasse zugeschnitten sind. Auch die Kommunikation zu diesen Weiterbildungen ist mangelhaft: Intern wird behauptet, der interne Fachwirt sei einem allgemeinen Fachwirt gleichgestellt. Als ich mich jedoch informiert habe, musste ich feststellen, dass der interne Abschluss nicht ansatzweise wie ein IHK-geprüfter Fachwirt anerkannt wird und im Vergleich sehr schwach dasteht. Ich finde, man sollte das offen kommunizieren, sonst weckt man falsche Erwartungen
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist für eine regionale Bank ziemlich gut. Das Einstiegsgehalt liegt inklusive 13. Gehalt bei 45.000 Euro, wobei man innerhalb von 2 bis 3 Jahren die 55.000-Euro-Marke knacken kann und so den Medianwert erreicht. Leider gibt es irgendwann einen Deckel beim Gehalt, wenn man keine Führungsposition einnimmt. Die Benefits halten sich in Grenzen; das Jobrad und das Deutschlandticket sind zwar positiv zu bewerten, leider fehlen aber gerade für junge Leute sportliche Benefits wie der E-Gym Wellpass, der – warum auch immer – abgelehnt wurde
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist stark bereichsabhängig und Altersabhängig. In manchen Bereichen spürt man gegenseitige Unterstützung, Hilfsbereitschaft und ein kollegiales Miteinander. Leider ist in den meisten Fällen jedoch das Gegenteil der Fall. In vielen Bereichen werden noch veraltete Hierarchien ausgelebt. Als Auszubildender oder neuer Kollege bekommt man leider oft den Druck ab. Wenn die Sparkasse als ‚moderner Arbeitgeber‘ wahrgenommen werden möchte, sollte es wichtig sein, junge Nachwuchskräfte genauso wertzuschätzen wie langjährige, ältere Kollegen
Vorgesetztenverhalten
Es gibt Vorgesetzte, die bereits eine moderne Arbeitsweise leben und überhaupt nicht hierarchieabhängig führen, sondern sich eher als Teil des Teams sehen – was in der modernen Arbeitswelt ein echter Pluspunkt ist. Jedoch ist auch noch die ‚alte Schule‘ vertreten, die ihre Position gerne ausnutzt und einen das auch spüren lässt.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind leider ziemlich mager. Die Sparkasse modernisiert sich nur im Schneckentempo. Nur einen Stock in Friedberg zu modernisieren, lässt meiner Meinung nach die Mitarbeiter an anderen Standorten im Stich. Auch als Flächenbank mit mehreren Immobilien gäbe es effizientere Herangehensweisen, die Ausstattung und Bedingungen zu modernisieren. Zur Ausstattung muss ich eine ehrlich enttäuschende Bewertung abgeben: Cluster-Standorte wurden zwar vor zwei Jahren mit neuen Arbeitsmaterialien (Bildschirm, Maus, Tastatur) ausgestattet, aber in manchen kleinen Filialen existieren noch Arbeitsmaterialien aus der ‚DDR-Zeit‘, die teilweise sehr schmutzig sind. Es ist traurig, dass hier nicht alle Standorte gleichermaßen berücksichtigt wurden.
Kommunikation
Hier muss ich zwischen kollegialer Kommunikation und direkter arbeitsbezogener Kommunikation differenzieren. Man merkt deutlich: Wer ein gutes Verhältnis zu den jeweiligen Informationsträgern hat, erhält Informationen schnell und präzise. Wer jedoch nicht in einem so engen Verhältnis steht, bekommt oft das Gefühl vermittelt, dass keine Lust besteht, Informationen weiterzugeben. Das finde ich schade, da eine reibungslose Kommunikation so gar nicht gegeben ist.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren ziemlich monoton, was im Vertrieb jedoch häufig der Fall ist. Man könnte den Vertrieb noch spannender gestalten, indem man den Beratern mehr Flexibilität bei Outbound-Terminen überlässt und die Produktpalette über die Sparkassen-Welt hinaus erweitert. Leider ist man in der Produktauswahl zu sehr auf die Sparkassen-Welt begrenzt, was vertriebliche Innovationen und neue Ideen stark einschränkt. Zudem erkennt man hier stark ein: „So wurde es schon immer gemacht und deshalb machen wir das auch so.“


