2 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
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2 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,3 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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Rückmeldung zum Vorstellungsgespräch in Offenburg
Ich habe am Vorstellungsgespräch für die Stelle als Sachbearbeiter im Zahlungsverkehr teilgenommen. Insgesamt waren fünf Personen anwesend – darunter die Schwerbehindertenbeauftragte, eine Personalerin, Zwei Teamleiter sowie eine zusätzliche Dame von der Poststelle. Aus meiner Sicht war diese Besetzung überdimensioniert. Zwei bis drei Personen hätten für ein strukturiertes Gespräch vollkommen ausgereicht. Mit etwas besserer Organisation wäre dies leicht umsetzbar gewesen.
Inhalt des Gesprächs:
Im Laufe des Gesprächs wurde auch eine Aufgabe erwähnt, die offenbar im Bereich der Poststelle angesiedelt ist. Diese Position war jedoch nicht ausgeschrieben. Das hat bei mir Fragen aufgeworfen: Warum wurde diese Tätigkeit nicht öffentlich ausgeschrieben? Mein Eindruck war, dass sie weder intern vergeben noch regulär besetzt worden ist – möglicherweise, weil diese Aufgabe als unattraktiv gilt oder niemand sie übernehmen möchte. Dabei hätte sie womöglich gut zu meinem Profil gepasst. Eine transparente Kommunikation und Ausschreibung wäre hier aus meiner Sicht sinnvoll gewesen.
Ich wurde außerdem gefragt, welche Position ich mir vorstellen könne und warum. Auch wenn ich keinen vollständigen Überblick über alle internen Strukturen hatte, konnte ich meine Vorstellungen klar und selbstsicher begründen.
Mir wurden konkrete Aufgaben gestellt, die ich ruhig und sachlich beantwortet habe. Auch eine Denkaufgabe mit einem Zeitrahmen von zehn Minuten konnte ich direkt und nachvollziehbar lösen – auch wenn meine Lösungsansätze offenbar nicht bei allen vollständig verstanden wurden.
Ich habe im Gespräch betont, dass ich bei wiederkehrenden Tätigkeiten sehr genau abschätzen kann, wie lange ich für bestimmte Abläufe benötige – oft sogar minutengenau. Auf die Frage, was wäre, wenn ich den ganzen Tag mit Scannen beschäftigt sei und dabei wichtige Dinge auftauchen, habe ich klar geantwortet: Wenn das meine Aufgabe ist, erledige ich sie gewissenhaft. Gleichzeitig weiß ich, wie man Prioritäten setzt – etwa mit Methoden wie der ABC-Analyse – und kann bei Bedarf entsprechend reagieren.
Wenn ein Teamleiter oder dessen Vorgesetzter diese Fähigkeit zur selbständigen Organisation und Priorisierung nicht erkennt, halte ich das für eine Fehleinschätzung.
Zum Thema Konfliktlösung:
Ich wurde auch gefragt, wie ich damit umgehe, wenn ich überzeugt bin, im Recht zu sein, andere aber eine gegenteilige Meinung vertreten. Meine Haltung ist hier klar: Entweder es gibt objektive Nachweise (z. B. Zeugen oder Dokumentation), oder mein Gegenüber verfügt nicht über die nötige Sachkenntnis. In solchen Situationen sollte eine Führungskraft vermitteln und entscheiden.
Weitere Themen:
Das Thema Geldwäscheprävention wurde ebenfalls angesprochen – konkret im Zusammenhang mit einem Autokauf. Die Gesprächspartnerin merkte an, dass einem bei bestimmten Situationen „die Alarmglocken läuten“ sollten. Ich habe in dem Zusammenhang auf die gesetzliche Bargeldgrenze von 10.000 € hingewiesen, ab der Herkunft und Verbleib des Geldes dokumentiert werden müssen. Das gilt nicht nur für Fahrzeugkäufe, sondern auch für Geschäfte mit Edelmetallen wie Gold. Dieses Wissen habe ich im Gespräch eingebracht und gezeigt, dass ich die rechtlichen Grundlagen kenne.
Persönliches Fazit:
Ich nehme aus jedem Gespräch etwas mit – auch aus diesem.
Die Anzahl der Gesprächsteilnehmenden war unnötig hoch, auch wenn die persönliche Vorstellung der Einzelnen sehr gut umgesetzt war. Ich habe mich zu keiner Zeit unter Druck gesetzt oder unwohl gefühlt – selbst nicht bei der Prüfungsaufgabe.
Ein Kritikpunkt bleibt die Reaktion einer Teilnehmerin auf eine Zwischenfrage meinerseits – sie war unfreundlich und wenig konstruktiv.
Zusammenfassung:
Ich konnte mich im Gespräch souverän und mit klarem Profil präsentieren. Leider ließ die zugesagte Rückmeldung deutlich länger auf sich warten als angekündigt – ohne Information oder Entschuldigung. Aus meiner Sicht passt das nicht zu dem im Gespräch geforderten Anspruch an Organisation.
Ein Beispiel aus meinem früheren Berufsalltag hätte ich im Nachhinein noch deutlicher anbringen können: Auch wenn sehr viele Aufträge gleichzeitig reinkamen – etwa das Ausgießen von Teilen, die normalerweise drei Tage aushärten müssen, mit anschließender Montage am selben Tag – konnte ich durch vorausschauende Planung und enge Abstimmung mit dem Teamleiter realistisch einschätzen, was möglich ist. Diese Fähigkeit zur Organisation hätte ich im Gespräch noch klarer betonen können.