Guter Arbeitgeber: Starker Wandel in den letzten Jahren
Gut am Arbeitgeber finde ich
Was mir besonders gefällt, ist die Bereitschaft zur Veränderung, die in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat. Einige langjährige Strukturen wurden hinterfragt, organisatorische Anpassungen vorgenommen und wichtige Positionen neu besetzt. Dadurch entstand insgesamt der Eindruck einer Organisation, die bereit ist, sich weiterzuentwickeln. Auch deshalb zählt die Sparkasse OPR meiner Meinung nach zu den attraktivsten Arbeitgebern in der Region Ostprignitz-Ruppin und Prignitz.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Verbesserungspotenzial sehe ich insbesondere bei der Digitalisierung und den internen Prozessen. Viele Anwendungen und Arbeitsabläufe wirken inzwischen nicht mehr zeitgemäß und verursachen für Mitarbeitende unnötigen Mehraufwand.
Gleichzeitig hatte ich oft den Eindruck, dass Neuerungen zunächst grundsätzlich kritisch betrachtet werden. Neue Software, veränderte Prozesse oder organisatorische Anpassungen wurden vielfach zuerst als Belastung wahrgenommen. Rückblickend haben sich viele dieser Veränderungen allerdings als sinnvoll erwiesen.
Darüber hinaus empfand ich die Zusammenarbeit zwischen einzelnen Bereichen teilweise als zu stark siloorientiert. Vereinzelt entstand der Eindruck, dass Abteilungen eher nebeneinander als miteinander arbeiten (Egal ob Betrieb vs. Vertrieb oder die Arbeit unter den Geschäftsstellen). Das erschwert die bereichsübergreifende Kommunikation und Zusammenarbeit. Dabei entsteht teilweise der Eindruck, dass aus dem Blick gerät, dass letztlich alle dieselben Unternehmensziele verfolgen. Hier gibt es meiner Meinung nach Verbesserungspotenzial.
Im Vertrieb habe ich den eigentlichen Vertriebsdruck im Vergleich zu anderen Banken und Finanzdienstleistern eher als moderat wahrgenommen. Trotzdem war stellenweise eine gewisse Unzufriedenheit spürbar. Meiner Wahrnehmung nach lag das weniger an unmittelbarem Druck durch Führungskräfte, sondern eher an den zunehmend anspruchsvollen Vertriebszielen und den allgemein anspruchsvoller werdenden Marktbedingungen.
Verbesserungsvorschläge
Statt personelle Engpässe primär durch Neueinstellungen zu lösen, sollte stärker in die Automatisierung von Geschäftsprozessen und den Abbau unnötiger administrativer Tätigkeiten investiert werden. Gerade der Vertrieb trägt einen wesentlichen Teil zum Unternehmenserfolg bei, verdient aber nicht signifikant mehr als der Overhead => Dadurch entsteht ein geringer Anreiz in den Vertrieb zu gehen.
Ein Punkt, den ich nie ganz nachvollziehen konnte, war der Umgang mit Kosten. Einerseits wurde häufig die Notwendigkeit von Einsparungen betont, andererseits wurden aus meiner Wahrnehmung regelmäßig hohe Summen für externe Unternehmensberatungen ausgegeben.
Arbeitsatmosphäre
Einzelbüros sind eher die Ausnahme. Mich persönlich hat die Arbeit in größeren Büros mit anderen Mitarbeitern nicht gestört.
Karrierechancen
Karrierechancen sind vorhanden und werden aktiv gefördert. Positiv hervorzuheben ist, dass Führungspositionen fast ausschließlich intern besetzt werden.
Arbeitszeiten
39h pro Woche in Gleitzeit. Arbeitszeiten sollten i. d. R. den Öffnungszeiten entsprechen.
Ausbildungsvergütung
Ausbildungsvergütung ist gut. Vergütungen sind, mit Ausnahme von wenigen leitenden Angestellten, an den Tarifvertrag der Sparkassen (TVÖD-S) angepasst.
Die Ausbilder
Die Qualität der Ausbildung hängt meiner Erfahrung nach stark von den jeweiligen Ausbildern und Fachbereichen ab. Dadurch können die Erfahrungen durchaus unterschiedlich ausfallen. In den letzten Jahren habe ich jedoch eine positive Entwicklung wahrgenommen. Im Vergleich zu anderen Ausbildungsbetrieben in der Region ist die Sparkasse OPR meiner Meinung nach insgesamt sehr gut aufgestellt und bietet Dual Studierenden sowie Auszubildenden eine solide Betreuung.
Variation
Die Aufgaben sind stark vom jeweiligen Einsatzbereich abhängig. In manchen Abteilungen können Tätigkeiten über längere Zeit recht repetitiv sein.
Respekt
Die klassische „Sie-Kultur“ wird insbesondere gegenüber Auszubildenden und jüngeren Mitarbeitenden noch recht konsequent gelebt. Das kann auf manche Personen etwas distanzierend wirken. Mich persönlich hat das jedoch nicht gestört. Der Umgang miteinander war überwiegend respektvoll und professionell.