Liebe Kollegen, alte Strukturen, schrecklicher Umgang mit Mitarbeitern und inkompetentes Personalmanagement
Arbeitsatmosphäre
Seitens des Unternehmens seltsames Arbeitsklima, die Chefs in zwei Einrichtungen schienen ständig überfordert, vergessen viele Dinge, sind immer hektisch und schlecht ansprechbar.
Insbesondere an einem Standort, weil der Chef an seinem Privatleben größeres Interesse zeigt.
Mitarbeiterbefragungen zu Verbesserungen finden nicht oder sehr rudimentär statt.
Seitens der Angestellten überwiegend eher Arbeitsvermeidung, Lästern über den Arbeitgeber, allgemeine Unzufriedenheit.
Image
Wie bereits unter dem Arbeitsklima ausgeführt reden die Mitarbeiter extrem schlecht über den Arbeitgeber. Es ist tägliches Streitgespräch unter den Kollegen, wer den Arbeitgeber schlechter findet.
Work-Life-Balance
Grds. okay, aber vor allem im Service werden die Pausenzeiten wegen der Öffnungszeiten (8:30-16:30 Uhr) weil der Arbeitstag nur 8h hat und 7:48 Arbeitszeit sind zwangsweise auf 30 min gedrückt, womit sich leider alle Kollegen arrangieren.
Karriere/Weiterbildung
Und hier kommt der Supergau: ich musste die Sparkasse leider beim Arbeitsgericht verklagen, weil sie mir 1. ein Zeugnis mit offensichtlichen Rechtschreibfehlern gaben und mit ungerechtfertigtem Inhalt, 2. sie mich nach 89% Durchschnitt bei den 5 schriftlichen Prüfungen durch die (vereinfachte) mündliche Prüfung für den Sparkassenkaufmann haben fallen lassen und dann auch nach vorheriger Zusage die Wiederholungsprüfung versagten, weil ich kein Mitarbeiter mehr sei. Von einer einvernehmlichen Lösung wollte sie nichts wissen.
So wird einem der tägliche Einsatz, der Fleiß und das Engagement gedankt.
Wer nicht den Wünschen der Sparkasse (in dem Fall bleiben und weitermachen) erfüllt wird gnadenlos bestraft.
Gehalt/Benefits
Das Einstiegsgehalt für die Tätigkeit als Quereinsteiger war in Ordnung. Für die Berater allerdings, insbesondere im Servicekundenberaterbereich werden sehr fragwürdig geringe Löhne gezahlt. Quereinsteiger wie ich verdienen bereits zu Beginn der Ausbildung mehr als diese, die eine volle Banklehre gemacht haben, also ausgelernt sind.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Leider steht Vertrieb um jeden Preis bei der Sparkasse enorm im Vordergrund. Darüber klagen auch viele Mitarbeiter insbesondere Berater. Insbesondere die Zusammenarbeit mit S-Kreditpartner führt gewollt zu einer Überschuldung von Privatpersonen. Man ruft sie an um ihnen Konsumentenkredite aufzuschwatzen. Und in Terminen zeigt man ihnen direkt die maximale mögliche Summe, damit bloß große Summen aufgenommen werden. Und das am Besten auf 10 Jahre, damit die Rate niedrig ist.
Kollegenzusammenhalt
Weitgehend super freundliche und liebe, herzliche Kollegen, vor allem für den Einstieg ein klasse Umfeld.
Leider auch wenige schwarze Schafe darunter, die Eifersucht an Kollegen auslassen oder hinter ihrem Rücken verarbeiten.
Umgang mit älteren Kollegen
Alle alten Kollegen die ich erlebt habe waren super integriert, gewertschätzt und zufrieden.
Vorgesetztenverhalten
Wie bereits unter Arbeitsklima und Kommunikation beschrieben.
Siehe auch Karriere und Weiterbildungsmöglichkeiten.
Arbeitsbedingungen
EDV ist leider noch in Bearbeitung. Es gibt ein neues Programm, das nutzen aber die meisten Kollegen noch nicht. Wichtige Sachen muss man meistens darüber erledigen. Das Programm sieht aus wie Win. 95.
Kommunikation
Extrem schlechte Kommunikationskompetenzen seitens der Chefs und des Personalmanagements.
So wurde mir bspw. nach einem kleinen unverschuldeten und unbedeutenden Fehltritt (fast wörtlich) gesagt, ich solle meinem Platz kennen und derselbe Inhalt in 2-3 Personalgesprächen zwischen Tür und Angel mehrfach wiederholt, obwohl ich ihn längst als verstanden zu verstehen gegeben habe.
Außerdem wurde Lob eher durch die Hintertür, nach dem Motto nicht gescholten ist genug gelobt gegeben.
Gleichberechtigung
Es werden offen Frauen- und Ausländerwitze gemacht.
Interessante Aufgaben
Reguläre bankspezifische Aufgaben. Bei Interesse sind die Berater und grds. auch die Führungskräfte offen für Interesse.
Im Rahmen der Regel man solle seinen Platz kennen werden einem aber zu Beginn interessante Aufgaben verwehrt. Man muss wohl erst jahrelang die Leute eingefleischte Karriereleiter klettern.