Basierend auf von Mitarbeiter:innen seit August 2025. Alle Informationen findest du hier.
Zuletzt aktualisiert am 1.7.2026
Die Stadt Essen erhält von ihren Mitarbeiter:innen ein gemischtes Bild. Besonders kritisch bewerten die Rezensionen das Vorgesetztenverhalten: Abgebrochene Absprachen, Schuldzuweisungen zwischen Hierarchieebenen und mangelnde Unterstützung durch Führungskräfte prägen viele Erfahrungsberichte. Auch die interne Kommunikation wird von mehreren Bewertenden als unzureichend beschrieben – teils sollen Informationen zurückgehalten oder falsch weitergegeben werden. Die Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten stoßen ebenfalls auf Kritik, da berufliche Erfahrung bei der Einstufung nicht immer anerkannt wird. Positiv stechen dagegen die abwechslungsreichen Aufgaben hervor, die abteilungsübergreifend ein breites Themenspektrum abdecken. Die Work-Life-Balance gilt als gut, flexible Arbeitszeiten und Teilzeitmodelle werden g...
Zusammenfassung nach Kategorie
Die Arbeitsatmosphäre bei der Stadt Essen wird von den Nutzer:innen gemischt bewertet. Einige beschreiben sie als angenehm, modern und respektvoll, mit gutem Zusammenhalt unter den Kolleg:innen. Anderen hingegen empfinden das Klima als unpersönlich und belastend.
Kritischere Stimmen bemängeln dauerhafte Überlastung, fehlende Führungsstruktur sowie Personalmangel, wobei Anliegen der Mitarbeiter:innen nach Meinung einiger kaum Gehör finden. Zudem weisen wenige Bewertungen darauf hin, dass die Atmosphäre stark vom jeweiligen Bereich oder der aktuellen politischen Lage abhängt. Die Erfahrungen scheinen demnach je nach Abteilung erheblich zu variieren, was eine einheitliche Einschätzung erschwert.
Das Vorgesetztenverhalten bei der Stadt Essen wird von Nutzer:innen negativ bewertet. Besonders kritisch äußern sich einige Bewertungen: Abmachungen werden demnach nicht eingehalten, Versprechen gemacht und Verantwortung zwischen Abteilungen und Hierarchieebenen verschoben. Grundlegende Probleme bleiben laut einigen Nutzer:innen ungelöst, während Führungskräfte, die Missstände ansprechen, an den Rand gedrängt werden sollen. Einzelne Berichte schildern zudem schwerwiegende Verfehlungen im direkten Umgang mit Mitarbeiter:innen. Dem gegenüber stehen wenige positive Stimmen, die Vorgesetzte als unterstützend und gut ausgebildet beschreiben. Auch gemischte Erfahrungen werden erwähnt – so habe das Verhältnis zur direkten Führungskraft von persönlicher Sympathie abgehangen. Diese vereinzelten positiven Eindrücke können das insgesamt kritische Bild jedoch nicht wesentlich aufhellen.
Die Aufgaben bei der Stadt Essen werden von den Nutzer:innen positiv bewertet. Viele schätzen die Abwechslung und Vielfalt der Tätigkeiten, da die Arbeit über viele Fachbereiche hinweg ein breites Themenspektrum abdeckt. Persönlicher Einsatz spielt dabei ebenfalls eine Rolle. Wenige Nutzer:innen merken jedoch an, dass das Potenzial interessanter Aufgaben durch inkompetente Führungskräfte eingeschränkt wird.
Die Kommunikation bei der Stadt Essen erhält gemischte Bewertungen. Einige Nutzer:innen berichten von positiven Erfahrungen: Wöchentliche Meetings, ein transparenter Austausch sowie regelmäßige Informationen über das Intranet werden als angenehm empfunden.
Dem gegenüber stehen kritische Stimmen, die das Bild trüben. Wenige Nutzer:innen beklagen, dass Informationen gezielt zurückgehalten oder fehlerhaft weitergegeben werden. Besonders bei personalbezogenen Einzelfällen soll die Protokollierung von Besprechungen ungern erfolgen. Einzelne Bewertungen beschreiben die interne Kommunikation als kaum vorhanden. Die schriftlichen Bewertungen fallen dabei negativer aus als der Gesamteindruck aller Bewertungen vermuten lässt, der sich in einem ausgeglichenen Bereich bewegt.
28 von 234 Bewertungen von Mitarbeiter:innen(gefiltert)
28 Mitarbeiter:innen, die bei Stadt Essen eine Ausbildung absolvieren oder absolviert haben, bewerten den Ausbildungsbetrieb im Durchschnitt mit 4,0 von 5 Punkten.
Qualitativ gute Ausbildung!
4,6
Empfohlen
Ex-Auszubildende:rHat eine Ausbildung zum/zur Verwaltungsfachangestellte im Bereich Administration / Verwaltung bei Stadt Essen in Essen abgeschlossen.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Es wird sich immer um die Auszubildenden gekümmert. Man wird nie alleine gelassen. Die Betreuung durch die Ausbildungsabteilung ist sehr gut.
Arbeitsatmosphäre
Man wird immer ins Team integriert. Oft sind auch andere Auszubildende mit im selben Fachbereich (Amt), sodass man sich nicht alleine fühlt.
Karrierechancen
Nach der Ausbildung hat wird man i.d.R. unbefristet übernommen, wenn man nicht gerade die goldenen Löffel stiehlt ;) Danach kann man sich für den Aufstiegslehrgang bewerben.
Arbeitszeiten
Man hat Gleitzeit. D.h., dass man zwischen 06.30 Uhr bis 08.30 Uhr anfangen kann und ab 15.00 Uhr(Freitags sogar ab 12.00 Uhr) Feierabend machen kann. Pausenzeit kann meist auch frei eingeteilt werden. Und wenn man genug Überstunden gesammelt hat, kann man einen Gleizeittag nehmen.
Ausbildungsvergütung
Wird nach dem TvöD bezahlt :)
Die Ausbilder
Da man in der Ausbildung in unterschiedlichen Bereichen ist, mit vielen unterschiedlichen Menschen, sind die Ausbilder auch dementsprechend verschieden. Wenn man allerdings Probleme mit dem Ausbilder hat und reden auch nicht hilft, kümmert sich die Ausbildungsabteilung sofort und versetzt einen ggf..
Aufgaben/Tätigkeiten
Durch insgesamt 5 verschiedenen Einsätzen, kann man sehr viele Bereiche der Stadt Essen kennenlernen.
Respekt
Auf Respekt wird großen Wert gelegt. Auch Auszubildende werden vernünftig behandelt und müssen keinen "Kaffee kochen" ;)
Auszubildende:rHat zum Zeitpunkt der Bewertung eine Ausbildung zum/zur Verwaltungsfachwirt im Bereich Personal / Aus- und Weiterbildung bei Stadt Essen in Essen absolviert.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Viele Ansprechpartner die gerne ein Offenes Ohr für Sorgen und Probleme haben, sehr freundliches und kollegiales Team. Auf Optimierungsvorschläge wird defintiv eingegangen.
Verbesserungsvorschläge
Die Planung über den Ablauf des Studiums ist teilweise sehr sehr kurzfristig bzw. auch nicht immer transparent für die Studierenden. Es wäre schön wenn beispielsweise kollidierende Termine wie Prüfungen und Veranstaltungen besser aufeinander abgestimmt werden würden und Dozenten wie Studenten auf dem gleichen Informationsstand gehalten werden zb. im Hinblick auf die Stundenplan-Planung.
Arbeitsatmosphäre
Es herrscht eine sehr angenehme Lernatmosphäre im Studieninstitut. Das Gebäude wurde ganz neu errichtet und ist daher mit modernster Technik ausgestattet. Große helle Räume, mit großen Tischen und bequemen Stühlen. Die meisten von uns haben für den Unterricht ihre Laptops / Ipads dabei. Es gibt für den Sommer eine Klimaanlage für den Winter Fußbodenheizung. Es gibt Wlan für alle Studenten / Azubis.
Karrierechancen
Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums ist eine unbefristete Übernahme in einem Fachbereich vorgesehen, bei dem man größtenteils auch Mitspracherecht hat. Das Einstiegsgehalt liegt bei Entgeltgruppe 9b.
Arbeitszeiten
Der Unterricht am Studieninstitut findet von 7:45 bis max. 15:05 Uhr (8 Stunden a 45 Minuten) statt. Die Wochenenden sind frei. Überstunden gibt es keine. Natürlich muss man jedoch auch außerhalb des Unterrichts für die anstehenden Klausuren lernen, was nicht grade wenig ist. Dafür gibt es aber auch keine Hausaufgaben oder ähnliches.
Ausbildungsvergütung
Das Ausbildungsentgelt beträgt 1.288,40 € brutto pro Monat, also sehr sehr gut. (Wer natürlich vorher schon ausgelernt mit Festgehalt gearbeitet hat, für den ist es allerdings eine Umstellung). Zusätzlich gibt es auch ein gutes Weihnachtsgeld. Das Gehalt ist immer pünktlich zum Monatsende da.
Die Ausbilder
Der Großteil der Dozenten ist sehr motiviert und bringen fachlich fundiertes Wissen mit. Vor allem die Erfahrungsberichte aus deren eigener Arbeit, sind immer besonders interessant. Leider sind nicht alle Dozenten gleich technisch affin, obwohl unsere Kursräume wirklich bestmöglich ausgestattet sind. Hier wären vielleicht sowas wie technik Schulungen sinnvoll.
Spaßfaktor
Der Zusammenhalt innerhalb unseres Kurses ist super! Innerhalb kürzester Zeit habe ich dort viele neue Freunde gefunden, mit denen auch außerhalb des Unterrichts gerne was unternommen wird.
Variation
Es gibt sehr sehr viele verschiedene Unterrichtsfächer, darüber hinaus auch noch Projektpräsentationen, Handlungs- und Sozialkompetenzen, eine Hospitationsphase, Veranstaltungen und Ausflüge. Einiges davon ist definitiv sinnvoll, anderes müsste vom Konzept her definitiv noch überarbeitet werden.
(Beispiel: Handlungs- und Sozialkompetenzen. Hier ist die Frage nach der Sinnhaftigkeit. Die externen Dozenten der ersten HuS Einheit waren darüber hinaus leider auch absolut unprofessionell. Hier wurde allerdings direkt auf Kritik unsererseits eingegangen und man hat diese durch interne Mitarbeiter ersetzt.) Man wird oft nach Feedback zu den einzelnen Einheiten gefragt und vieles davon wird auch direkt versucht umzusetzen, sofern möglich.
Da das Studium hauptsächlich theroetisch ist, hat man leider so gut wie gar nicht die Möglichkeit, die verschiedenen Fachbereich einmal kennenzulernen. Dies wurde versucht durch eine 3 Wöchige Hospitationsphase, in der man 2 verschiedene Fachbereiche kennenlernen konnte, sehr kurzfristig versucht zu verbessern. Leider wurde hierbei nicht auf Wünsche eingegangen, obwohl dies möglich gewesen wäre. Hier wäre auf jeden Fall noch Optimierungspotential.
Als billige Arbeitskraft erwünscht, als Mitarbeiter mit Ideen und Kritik nicht
2,2
Nicht empfohlen
Auszubildende:rHat zum Zeitpunkt der Bewertung eine Ausbildung zum/zur - im Bereich Administration / Verwaltung bei Stadt Essen in Essen absolviert.
Verbesserungsvorschläge
Auszubildende nicht als billige Arbeitskräfte ersetzen Mitarbeiter nicht belügen und dann verwundert darüber sein das niemand nach der Ausbildung bleiben will
Aufgaben/Tätigkeiten
Wenn man nicht als billige Aushilfskraft benutzt wird, weil ältere Kollegen die Aufgaben bei normaler Vergütung nicht machen wollen, bekommt man interessante Aufgaben
Respekt
Von manchen Vorgesetzten wird man offen belogen. Hier kann nicht von respektvollen Umgang mit Auszubildenden gesprochen werden.
Auszubildende:rHat zum Zeitpunkt der Bewertung eine Ausbildung zum/zur Verwaltungsfachangestellten bei Stadt Essen Rathaus Porscheplatz in Essen absolviert.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich finde sehr gut, dass man bei der Ausbildungsabteilung immer schnell einen Gesprächspartner findet und sie sich generell sehr viel mühe geben, dass es uns gut geht. Ich finde ebenfalls gut, dass die Stadt viele Angebote für die Azubis hat und auch die Karriere unterstützt. Tattoos sind erlaubt und dürfen auch gezeigt werden. Es gibt keine Kleiderordnung (offiziell).
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Viele kämpfen nur für sich und nicht für das Team, das ist unter Kollegen nicht immer unbedingt zu empfehlen. Es gibt zwar keine Kleiderordnung, dennoch wird man ausgeschlossen vom Bürgerkontakt oder dergleichen, wenn man sich etwas anders anzieht als die Mehrheit. Kurze Hosen für Männer sind auch im Backoffice noch immer nicht gestattet, wobei Frauen zum Teil in Hotpans rumlaufen, da wird aber nichts gesagt.
Verbesserungsvorschläge
Die Kommunikation und Planung. Oft gibt es die nächsten Ausbildungspläne erst sehr spät und wichtige Termine bekommt man erst kurz vorher mitgeteilt. Lernwerkstätten sind häufig in der Ferienzeit und nur dann können wir richtig Urlaub nehmen.
Arbeitsatmosphäre
Auch das ist bei der Stadt stark vom Bereich abhängig, allerdings muss ich sagen, das ich mit den Kollegen im groben sehr gut klar komme und es auch super nett sein kann. Durch die vielen anderen Azubis kennt man fast immer irgendjemanden und lernt durch den ständigen Wechsel auch immer neue Kollegen kennen.
Karrierechancen
Die Karrierechancen sind an der Stadt hoch, da viele Stellen in den nächsten Jahren neu besetzt werden müssen. Die Stadt finanziert auch einen Aufstieg in den gehobenen Dienst, wenn man gute Noten hat.
Arbeitszeiten
Die Arbeitszeiten sind aufgrund der Gleitzeit einfach nur super. Man kann sich jeden Morgen neu entscheiden, wann man da sein will. Frühste Anfangszeit 6:30 und spätestens 8:30, dann zwischen 12 und 14 Uhr Pause und zwischen 15 und 18:30 Uhr Feierabend. Freitags darf man ab 12 gehen und wenn man genügend Überstunden hat, kann man auch ein mal in zwei Monaten einen Gleitzeittag nehmen und einen ganzen Tag zuhause bleiben. Es gibt 30 Tage Urlaub zusätzlich.
Ausbildungsvergütung
Die Vergütung ist sehr gut. Ich bekomme mehr als meine bekannten, die in der Privatwirtschaft eine Ausbildung machen.
Die Ausbilder
Es gibt sehr gute Ausbilder, allerdings hatte ich auch schlechte Erfahrungen. Das Problem ist, dass die Stadt jeden zum Ausbilder macht, auch wenn diese Personen nicht geeignet sind.
Spaßfaktor
An sich macht die Arbeit spaß, es ist aber stark davon Abhängig, wo man eingesetzt wird. Im Bürgerbereich hat es mir immer am meisten Spaß gemacht. Wenn man nur eintönige Aufgaben bekommt, dann hat man auch keinen Spaß.
Aufgaben/Tätigkeiten
Auch das liegt stark dran, wo man landet. Ich hatte Bereiche, bei denen man wichtige Aufgaben übernimmt und selbstständig mitarbeitet. Ich hatte aber auch Bereiche, bei denen man nichts gemacht hat.
Variation
Durch den Abteilungswechsel und die ganzen Veranstaltungen lernt man sehr viel kennen. Man durchläuft viele Fachbereiche und die Ausbildungsabteilung gibt sich sehr viel Mühe, dass die Ausbildung abwechslungsreich ist.
Respekt
Der Respekt ist meistens sehr hoch. Natürlich gibt es auch hier immer die Kollegen/innen, die gerne den Vorgesetzten spielen und grade gegenüber Auszubildenden sehr unfreundlich sind und davon ausgehen, dass Ausbildungskräfte nur abarbeiten müssen.
Bachelor of Laws - Gutes Studium aber mäßige Karrierechancen
3,7
Nicht empfohlen
Mehrfachbewertung
Auszubildende:rHat zum Zeitpunkt der Bewertung eine Ausbildung zum/zur Bachelor of Laws bei Stadt Essen in Essen absolviert und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Fürsorge von Auszubildenden und Studierenden durch die Ausbildungsabteilung. Es ist fast immer ein Ansprechpartner zu erreichen und einem wird auch in fast allen Anliegen geholfen. Vor allem bei schlechten Erfahrungen mit Ausbildern/innen wird immer gemeinsam mit dem Auszubildenden/ Studierenden eine Lösung gefunden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Den übertriebenen Datenschutz innerhalb der Stadtverwaltung. Ein Austausch z.B. zwischen JobCentern der selben Stadt wird aus datenschutzgründen stark eingeschränkt, ebenso wie ein Austausch von Ämtern unter denen ein enger Austausch zur Aufgabenerfüllung zwingend notwendig ist. Derartig heftige Datenschutzregeln kenne ich aus keiner anderen Kommune... Keine Frage. Der Datenschutz ist enorm wichtig, aber solange man in derselben Behörde arbeitet und dieselbe Verschwiegenheitserklärung unterschrieben hat, sollte ein Austausch nicht durch interne Regelungen verhindert werden. Viel wichtiger wäre es, darauf zu achten, welche Daten die Mitarbeiter teilweise unverschlüsselt per E-Mail mit Kunden austauschen, obwohl dies nicht gestattet ist. Andere Kommunen können das besser!
Verbesserungsvorschläge
Dienstwege sollten verkürzt werden und Mitarbeiter, die sich für eine Reformierung bzw. Modernisierung der Verwaltung einsetzen, sollten besser gefördert werden. Direkte Vorgesetzte haben oft nicht das Gespür und die Zeit sich mit Gewissen Dingen zu beschäftigen, jedoch beginnt hier der Dienstweg. Man sollte als Mitarbeiter nicht sanktioniert werden, wenn man bei Anmerkungen und Verbesserungsvorschlägen mal eine Instanz überspringt, da man das Thema bei einer höheren oder anderen Instanz besser angesiedelt findet. Sehr wichtig nach außen finde ich beispielsweise das Thema Marketing und einheitliches Auftreten. Behördenweite einheitliche Kopfbögen und Muster die nicht einfach von jedem Mitarbeiter nach Belieben verändert werden können oder irgendwann ein Flickenteppich werden. Schluss mit durch Handzettel überklebte veraltete Wegweiser im Gebäude oder Raumschildern mir Personen oder Abteilungen, die dort seit JAHREN nicht mehr ansässig sind. Ein einheitliches Marketingkonzept muss her! Es muss sich ein Beispiel an anderen Kommunen und Behörden genommen werden, die es teilweise deutlich besser können.
Arbeitsatmosphäre
Auch hier eine sehr persönliche Einschätzung. Dadurch, dass die Stadtverwaltung sehr hierarchisch organisiert ist, erscheint es mir sehr schwer in einem individuellen Arbeitsstil zu arbeiten. Alle schwerwiegenden Entscheidungen werden - das ist auch richtig und wichtig - von den nächsthöheren Instanzen abgesegnet, jedoch auch oft in einer Art und Weise korrigiert, die doch sehr an die Schulzeit erinnert. So werden Rechtschreibfehler teilweise mit Rotstift markiert und das Layout der Schreiben "verbessert". Solche Verbesserungen wären obsolet, wenn bei der Stadt Essen endlich für vernünftige Vorlagen und Muster sorgen würde, denn momentan muss in vielen Ämtern jeder Mitarbeiter seine eigenen Vorlagen zusammensuchen und zusammenstellen. Ein einheitliches Auftreten der Behörde nach außen ist somit nahezu unmöglich. Außerdem hängt die eigene Arbeit oft auch mit der Zusammenarbeit mit anderen Kollegen ab. Wenn man dann in einem Team aus alt eingesessenen Beamten arbeitet, die nur "Dienst nach Vorschrift" machen, muss man sich dieser Arbeitsweise gezwungenermaßen irgendwann anschließen, denn das Ansprechen der Problematik bei den Vorgesetzten führt oft zu nichts.
Karrierechancen
Die Stadt Essen bildet bedarfsorientiert aus, d.h. grundsätzlich werden alle Auszubildenden/ Studenten nach der Ausbildung oder dem Studium übernommen. Auch die Aufstiegschancen stehen momentan gut, da die Stadtverwaltung auch dem demografischen Wandel unterliegt und viele Stellen in naher Zukunft frei und neu besetzt werden. Um aufzusteigen ist es jedoch ratsam, nicht zu sehr gegen den Strom zu schwimmen. Auch wenn zu Beginn der Ausbildung/ des Studiums immer wieder betont wird, wie wichtig es sei, dass Junge Leute die Stadtverwaltung aufmischen und frischen Wind reinbringen, umso enttäuschender ist es, wenn man an dem Versuch daran scheitert. Mir selbst und auch vielen anderen ist es passiert, dass einem bei Anmerkungen zu Verbesserungen vor den Kopf gestoßen wurde. Der Versuch die Stadtverwaltung ein wenig zu reformieren bzw. zu modernisieren erscheint mir persönlich als ein Kampf gegen Windmühlen.
Arbeitszeiten
Das magische Wort ist Gleitzeit. Die Kernarbeitszeit richtet sich zwar nach den Öffnungszeiten, jedoch kann früher angefangen und später aufgehört werden. Die dann angesammelten Gleitzeitstunden können z.B. durch einen früheren Dienstschluss Freitags oder durch einen freien Tag abgebaut werden. Leider ist die Rahmenarbeitszeit von 06:30 Uhr bis 18:30 Uhr begrenzt, was die Flexibilität einschränkt. Ich bin jemand der erst gegen Abend sehr produktiv wird und daher auch durchaus bis 22:00 Uhr arbeiten könnte...
Ausbildungsvergütung
Mit rund 1.200,-€ brutto sehr gut.
Die Ausbilder
Meine persönlichen Erfahrungen mit den Ausbildern waren durchweg positiv. Nicht ein einziges Mal hatte ich den Wunsch nach einem/r anderen Ausbilder/in, wenngleich es auch Kommilitonen gibt, die teilweise deutlich schlechtere Erfahrungen gemacht haben. Ich hörte von Ausbildern/innen, die sich überhaupt keine Zeit nähmen und den Auszubildenden/ Bachelor Studenten behandeln, als wäre er/sie ein einfacher Praktikant, der ohnehin nach 4 Wochen wieder verschwunden ist, und den es somit nicht einzuarbeiten lohnt. Ebenfalls gäbe es Ausbilder/innen, die den/die Auszubildenden/e behandeln, als sei derjenige/diejenige ihr Untergebener. Andererseits gibt es Auszubildende, die fast schon ein Freundschaftliches Verhältnis zu Ihren Ausbildern/innen aufbauen und auch privat Dinge unternehmen. Es kommt eben immer drauf an, an wen man gelangt und wie man auch persönlich auftritt.
Spaßfaktor
Ein Zweischneidiges Schwert... Auf der einen Seite gibt es durchaus eine Vielzahl an Angeboten, wie Veranstaltungen, die durch die Ausbildungsabteilung der Stadt Essen für die Auszubildenden/Studenten angeboten werden. Auf der anderen Seite gibt es bei solchen Veranstaltungen häufig den Faktor Zwang. Egal, ob Firmenlauf, Fußballturnier oder Gesundheitstag. Bei vielen Veranstaltungen herrscht entweder Anwesenheitspflicht, oder die Einladungen werden derart formuliert, dass man davon ausgehen kann einen sehr schlechten Eindruck zu hinterlassen, wenn man dort nicht erscheint. Da die Ausbildungsabteilung jedoch in der Hand hat in welchem Amt man in den Praxiseinsätzen aber auch nach der/dem Ausbildung/Studium, eingesetzt wird, will man dies nicht riskieren. Es gab auch Veranstaltungen, die zu Beginn freiwillig waren, jedoch im Nachgang in einer Erinnerungsmail gedroht wurde die Veranstaltung ebenfalls in eine Pflichtveranstaltung umzuwandeln wenn sich zu wenige meldeten... also am Ende ebenfalls eine Pflichtveranstaltung. Bei den Veranstaltungen selber ist es dann jedoch immer halb so schlimm, denn man hat seine Kollegen und Kommilitonen um sich.
Aufgaben/Tätigkeiten
Hängen sehr stark von den Ausbildern/innen ab. Es gibt Praxiseinsätze in denen man agiert, wie ein ganz normaler Angestellter, aber auch solche in denen man jeden Tag aufgaben zugewiesen bekommt und diese dann nach den Weisungen der Ausbilder/innen zu erledigen hat. Dies variiert jedoch auch stark danach, in welchem Praxiseinsatz man sich befindet. Es ist ganz klar und verständlich, dass man zu Beginn sogar froh ist, wenn man noch nicht allzu viel selbstständig erledigen muss/darf. In seinem letzten Praxiseinsatz ist man jedoch häufig schon sehr selbstständig unterwegs und man bekommt auch Aufgaben bzw. Kunden, die man dann fast komplett alleine betreuen darf. Natürlich immer in Absprache mit den Ausbilderin/innen. Aber wie gesagt, hängt auch dies sehr stark von den Ausbilderin/innen ab, denn es gibt auch Kommilitonen, die den ganzen Tag nur herumsitzen und nichts zu tun haben, da ihr/ Ausbilder/in krank oder im Urlaub ist. Und das teilweise in einem der letzten Praxiseinsätze.
Variation
Die/Das Ausbildung/Studium ist so aufgebaut, dass der Ausbildende/Student nach Möglichkeit alle Einsatzbereiche der Stadtverwaltung, wie die Ordnungsverwaltung, Finanzverwaltung, den sozialen Bereich und die Personalverwaltung, kennenlernt. Für jeden dieser Bereiche gibt es zur Erfüllung der Aufgaben oft mehrere Ämter und Fachbereiche, in denen die Auszubildenden/ Studenten eingesetzt werden. Ich persönlich finde die Ämter mit Publikumsverkehr am besten, da hier der Umgang mit den Bürgern und Kunden erlernt werden kann. Aber auch für diejenigen, die lieber im Hintergrund arbeiten ist jede Menge dabei. Leider verirren sich jedoch anscheinend immer wieder Mitarbeiter, die den zwischenmenschlichen Kontakt mit Bürgern und Kunden nicht sehr schätzen, in eben Bereiche in denen äußerst viel Publikumsverkehr herrscht...
Respekt
Der Umgang ist immer sehr respektvoll. Ich habe bisher keine gegenteiligen Erfahrungen gemacht.
Auszubildende:rHat zum Zeitpunkt der Bewertung eine Ausbildung zum/zur Verwaltungsfachangestellter im Bereich Recht / Steuern bei Stadt Essen in Essen absolviert.
Arbeitszeiten
Freitags ab 12 Uhr die Möglichkeit, freiwillige Überstunden abzubauen.
Auszubildende:rHat zum Zeitpunkt der Bewertung eine Ausbildung zum/zur Bachelor of Laws im Bereich Administration / Verwaltung bei Stadt Essen in Essen absolviert.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Man wird während der gesamten Ausbildung betreut und hat immer einen Ansprechpartner zur Seite. Die Praxisabschnitte sind sehr vielfältig, die Anleiter sehr nett und man kann auch schon als Azubi eigene Ideen einbringen.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre in meinem Kurs ist sehr angenehm, die Kursgrößen an der FH sind vergleichbar mit Schulklassen. In den Ämtern war die Atmosphäre ebenfalls durchgängig sehr gut.
Karrierechancen
Nach der Ausbildung besteht die Chance auf unbefristete Übernahme.
Arbeitszeiten
Es gibt das Gleitzeitmodell bei der Stadt Essen - auch schon für Azubis.
Die Ausbilder
Meine Ausbilder waren in allen Praxisabschnitten wirklich sehr nett und bemüht.
Spaßfaktor
Ich bin sehr glücklich mit meinem Studium bzw. meiner Ausbildung :-)
Aufgaben/Tätigkeiten
Die Aufgaben sind vielseitig und für jeden ist etwas dabei. Es gibt daher auch mal Abschnitte, in welchen einem die Tätigkeiten nicht zusagen.
Der Vorteil an der Ausbildung ist, dass es Studienabschnitte und Praxisabschnitte gibt. Man kann sich also während der Studienabschnitte voll und ganz aufs Lernen konzentrieren.
Variation
Es gibt 5 Praxisabschnitte (in unterschiedlichen Abteilungen) während des Studiums.
Respekt
Man wird schon als Azubi wertgeschätzt und gut ins Team aufgenommen.
Auszubildende:rHat zum Zeitpunkt der Bewertung eine Ausbildung zum/zur Bachelor of Laws-gehobener nicht technischer Dienst im Bereich Administration / Verwaltung bei Stadt Essen in Essen absolviert.
Gut am Arbeitgeber finde ich
-flexible Arbeitszeit -abwechslungsreiche Ausbildung -sicherer Arbeitsplatz
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
-Keine Verbeamtung der Bachelor-Studierenden
Verbesserungsvorschläge
-Die Kommunikation und Absprache von Terminen etc. funktioniert nicht sehr gut -in Bezug auf die Ausbildung: Urlaubsregelung ist sehr unflexibel; es werden immer Pflichtveranstaltungen in die Urlaubsreisen gelegt, bei denen eine Anwesenheit nicht zwingend erforderlich wäre (Bsp.: Azubi Gesundheitstag, Azubi Fußballturnier)
Die Ausbilder
Die Ausbilder variieren natürlich von Amt zu Amt. Ich persönlich hatte keine großen Probleme mit meinen Ausbildern, aber es gibt natürlich auch andere Fälle.
Spaßfaktor
Auch hier ist es von Amt zu Amt verschieden und ist auch stark von den Kollegen abhängig.
Aufgaben/Tätigkeiten
Die Aufgaben sind meistens sehr vielfältig, vor allem da man in den meisten Ämtern mit Bürgern zu tun hat.