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TopCompany2027

Starre Hierarchien, hohe Belastung und fehlende Wertschätzung im Rettungsdienst der Stadt Hamm

2,1
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei Stadt Hamm in Hamm gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Den Zusammenhalt zwischen einigen Kollegen, die allen Widrigkeiten zum trotz vorbildlich ihren Dienst versehen. Für einige Kollegen wird auch mal was möglich gemacht, wenn es um Urlaub oder Elternzeit geht. Was die Rettungswagen und die Dienstkleidung angeht hat sich was getan.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Ich glaube es wird deutlich, dass man viel verbessern muss, um eine angenehme Arbeitsatmosphäre für alle zu schaffen. Es wird einem schnell die Tür gezeigt, wenn es einem nicht gefällt inkl. Nachtreten, wenn man hindurch geht. Lasst euch nicht abschrecken. Das Gras woanders ist durchaus grüner.
Kritik oder abweichende Meinungen werden von der Führungsebene nicht gut aufgenommen. Der Umgangston bei Abgängen ist teils belastend.

Verbesserungsvorschläge

Man sollte den Rettungsdienst von Grund auf überdenken und sich neu ausrichten, damit Personal auch erhalten. Es sollten schnell Pläne gemacht werden, wie man die zusätzlichen Rettungswagen und -wachen in den Dienst nehmen kann, die Kollegen entlasten. Einfach besser zu kommunizieren und dem Flurfunk den Wind aus den Segeln zu nehmen. Ein regelmäßiger Austausch zwischen der Chefetage und den Mitarbeitern kann helfen beide Seiten besser zu verstehen. Aushilfen wieder einzustellen, weil sie das Stammpersonal unterstützt bzw. entlastet haben.

Arbeitsatmosphäre

Kommunikation: Es findet keine bis kaum Kommunikation von oben nach unten statt und man hält sich bedeckt.

Kollegenzusammenhalt: Den Flurfunk gibt es überall, in Hamm finde ich ihn aber schon sehr derbe. Dagegen vorgegangen seitens Vorgesetzter oder Kollegen wird auch nicht, selbst wenn es um die Verletzung der persönlichen Ehre geht.
Es gibt hier und da ein paar Kollegen auf die man sich verlassen kann und der Dienst, egal wie anstrengend er ist, auch Spaß macht.

Bei teils fünf 12-Stunden-Diensten am Stück oder mal 96 Stunden in 9 Tagen hintereinander mit Wechseln von Nacht auf Tag sind zwar selten, aber kommen vor. 60 Stunden pro Woche sind fast die Regel, wenn auch 72 Stunden gern vorkommen. Auch möglich ist ein Nachtdienst nach einem 24-Stunden-Dienst. Auf Bedenken bezüglich der Schichtfolgen wird oft nur auf das gesetzliche Minimum verwiesen. Man kommt also auf einem 24-Stundendienst und darf am selben Tag wieder zum Nachtdienst antanzen? Halleluja!

Vorgesetztenverhalten: Katastrophal!

Interessante Aufgaben: Ist halt Rettungsdienst. Mal mehr mal weniger spannende Einsätze. Da kann der Arbeitgeber nichts für, auch wenn die Leitstelle gern und viel schickt.

Arbeitsbedingungen

Arbeitsbedingungen: Wer die Rettungswachen kennt weiß, dass sie teils zu klein und marode sind. Die Ruhe- und Ausweichräume für Auszubildende sind unzureichend ausgestattet. Küchen und ihre Ausstattung sind etwas unter dem Standard, weil einfach Zubehör fehlt, um zu kochen. Die Küche kann man wegen der hohen Arbeits- und Einsatzbelastung ohnehin nicht nutzen.
Sonst ist die Ausstattung normal. Tische mit Stühlen, Fernseher und Ruhemöbel sind vorhanden. Matratzen sind stark abgenutzt und entsprechen nicht den hygienischen Mindeststandards.
Die Dienstkleidung wurde erneuert und trägt sich gut. Auch die Rettungswagen entsprechen dem Standard, wobei die Zoll X-Serie bei manchem Kollegen heute noch auf Unmut trifft. Man merkt halt irgendwie, dass es kaum Geld gibt.

Gehalt/Benefits

Gehalt/Benefits: Tariflich geregeltes Gehalt mit den normalen Zuschlägen für Dienst zu ungünstigen Zeiten. Nichts besonderes, während die Konkurrenz mehr zahlt.

Image: Darüber macht man sich anscheinend mehr sorgen, als um das Wohlergehen der Mitarbeiter. Es traut sich aber auch keiner, mit den Vorgesetzten über Missstände zu sprechen.

Karriere/Weiterbildung: Tja, wenn man nichts mit dem Feuerwehrdienst am Hut haben will, gibt es soweit keine Chancen, außer die Notfallsanitäter-Ausbildung, wenn man sie denn bekommt. (Ist vom Goodwill und der Nase abhängig) Danach kann man vielleicht seinen Praxisanleiter bekommen, wenn man ins Bild der Abteilung Aus- und Fortbildung passt. Es geht mehr um Mitarbeiter, die wenig Widerstand bieten, als um Leute, die fähig sind einen guten Notfallsanitäter auszubilden. Rettungsdienstliche Kursformate hält man für nicht notwendig, wobei sie Wissen fundieren und die Prozessqualität positiv beeinflussen. Das NEF wird nur von Beamten gefahren. Sie sind auch die einzigen, die einen Gruppenführer-Rettungsdienst bekommen.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung: Wenn man Vorgesetzten gegenüber stets seinen Mund hält und "Ja und Amen!" sagt, kommt man ganz gut durch und wird anderen Kollegen gegenüber gleichberechtigt.

Umgang mit älteren Kollegen: Ältere Kollegen werden genauso auf dem Rettungswagen verheizt wie die Jungen. Durch ihre Lebenserfahrung wissen sie sich aber zu wehren bzw. auch mal Gründe suchen einen Arzt aufzusuchen.


Image

Work-Life-Balance

Karriere/Weiterbildung

Kollegenzusammenhalt

Umgang mit älteren Kollegen

Vorgesetztenverhalten

Kommunikation

Interessante Aufgaben

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Arbeitgeber-Kommentar

Stadt Hamm, Arbeitgebermarketing
Stadt HammArbeitgebermarketing

Liebe:r ehemalige:r Kolleg:in,

vielen Dank für Ihr offenes Feedback. Wir bedauern, dass Sie Ihre Zeit im Rettungsdienst der Stadt Hamm insgesamt negativ erlebt haben. Ihre Anmerkungen nehmen wir ernst und geben diese an die zuständigen Stellen weiter.

Für weitere Anregungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Sie erreichen uns unter karriere@stadt-hamm.de.

Viele Grüße
Ihr Personalmanagement

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.