3 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
3 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,3 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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3 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,3 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ein Bewerbungsprozess, der einen sprachlos zurücklässt. Die zuständige Führungskraft trat äußerst unfreundlich auf, Antworten wurden wiederholt infrage gestellt und teilweise so ausgelegt, dass man sich für seine Aussagen rechtfertigen musste. Gleichzeitig konnte sie selbst die konkreten Kernaufgaben der ausgeschriebenen Stelle nicht klar benennen. Auch andere sehr qualifizierte Bewerber verließen das Gespräch sichtlich irritiert. Besonders respektlos angesichts teilweise hunderter Kilometer Anreise: Statt der zugesagten Rückmeldung nach einer Woche kam diese erst fast zwei Monate später. Hier sollte dringend hinterfragt werden, wie Auswahlgespräche geführt werden und wer dafür Verantwortung trägt.
Es entstand der Eindruck, dass weniger fachliches Verständnis, Erfahrung oder eigenständiges Denken gefragt waren, sondern vor allem das möglichst detailgetreue Auswendiglernen des Integrationskonzepts. Die übrigen Fragen waren so oberflächlich, dass kaum erkennbar war, wie damit tatsächliche Kompetenz beurteilt werden sollte.
Es wäre wünschenswert und sinnvoll, wenn im Bewerbungsgespräch und der Kommunikation mehr Wert auf Qualifikation und Erfahrung beziehungsweise Qualität als auf "Show" gelegt würde. Im Übrigen heißt es Vorstellungsgespräch und nicht Vorstellung.
Eine Beispielfrage aus dem "Gespräch": "Wie bringen Sie meine Kollegin dazu, auf TikTok zu tanzen?" Diese Frage kommentiere ich besser nicht.
Der gesamte Bewerbungsprozess war einwandfrei. Eine Ausnahme bildete leider das Bewerbungsgespräch. Es wurde keine positive Atmosphäre geschaffen, sondern knapp 30 Minuten am Stück kontinuierlich Frage-Antwort-Spiel betrieben. Davor gab es weder einen Kaffee, noch ein Wasser und man hatte nicht einmal die Zeit, seine Unterlagen herauszuholen.
Zu Beginn dachte ich, es handelt sich um ein bewusstes Stressinterview, jedoch ohne dass dies angekündigt wurde. Spätestens am Ende aber, als die angespannte und unter starkem Druck stehende Atmosphäre nicht aufgelöst wurde, sondern lediglich ein knapper Abschied folgte war klar, dass bei der Stadt Heidenheim das Kennenlernen in einem Bewerbungsgespräch ausschließlich einseitig praktiziert wird und man sich nicht für ein offenes Gespräch interessiert. Da hilft auch am Ende das beliebte "nun sind Sie an der Reihe, haben Sie noch Fragen?" nicht, denn für ein Kennenlernen ist insbesondere Dialog wichtig. Das System des Gesprächs Frage-Antwort-Nicken-nächste Frage verhindert einen solchen Dialog. Nach diesem Gespräch fühlt man sich bereits ausgenutzt, bevor man die Tätigkeit überhaupt aufgenommen hat. Bei Zusage hätte ich evtl. deshalb abgesagt.
Ich habe mich aus einer laufenden Tätigkeit heraus beworben.