8 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
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8 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,5 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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8 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,5 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ich hatte bei der Stadt Mülheim an der Ruhr ein Vorstellungsgespräch. Die Atmosphäre war ausgesprochen negativ. Der Hauptgrund war aus meiner Sicht der Fachbereichsleiter. Bei nahezu jeder Frage schien es ihm darum zu gehen, sich gegen mich als Bewerber durchzusetzen. Gleichzeitig zeigte er in den angesprochenen technischen Bereichen aus meiner Sicht erhebliche Wissenslücken.
Ich arbeite bereits im öffentlichen Dienst einer großen Stadt und leite Baumaßnahmen im Millionenbereich. In diesem Gespräch fühlte ich mich, als wäre ich aus der 1. Bundesliga in die Oberliga abgestiegen. Die angeblichen Fachleute blieben fachlich weit hinter dem zurück, was ich aus Essen kenne. Diesen Kompetenzabstand konnte ich im Gespräch sofort spüren.
Selbst die üblichen Fragen der Personalabteilung stellte der Fachbereichsleiter selbst!!! Er dominierte das Gespräch wie ein Absolutist. Ich frage mich, weshalb die drei anderen Personen überhaupt teilnahmen, wenn er ohnehin alles allein fragte und bestimmte.
Besonders befremdlich war, dass man sich offenbar nicht einmal eine Minute Zeit genommen hatte, meinen Lebenslauf zu lesen. Statt auf meine Erfahrung als Bauleiter einzugehen, stellte man mir einfachste Fragen, die meiner Verantwortung für Baumaßnahmen im Millionenbereich in keiner Weise gerecht wurden. Eine derart unprofessionelle und geringschätzige Behandlung habe ich bei keinem anderen Vorstellungsgespräch in einer Kommune erlebt.
Das Vorstellungsgespräch bei der Stadt Mülheim war mit Abstand das schlechteste, das ich bislang hatte. Ich frage mich ernsthaft, wie fachlich derart schwache Personen in solche Positionen gelangen konnten.
Fristgerechtere Antworten für Zu- oder Absagen oder länger andauerndes Verfahren.
Interne Vorgaben nicht nachvollziehbar, auch nicht für interne Bewerbende.
Offenbar ist es mit Risiko verbunden, beim Auswahlprozess "launenhafte" Art des SB abhängig zu sein.
Personal- und Organisationsamt antwortet nicht. Nicht per E-Mail oder Brief. Anrufe wird nicht angenommen und lässt einen negativen Eindruck mit eigenartige Arbeitsweise.
Hat dann doch Gründe, warum so viele dem Arbeitgeber Stadt Mülheim an der Ruhr verlassen!
Es war ein guter Ansatz, dass eine Person zum Thema Chancengleichheit anwesend war. Trotzdem wirkte es widersprüchlich, dass es sich dabei um eine ältere weiße Dame handelte. Unter den fünf Beteiligten war keine einzige Person sichtbar mit Migrationshintergrund oder anderer Nationalität. Für ein Gespräch über Chancengleichheit fehlte damit die echte Vielfalt.
Statt sich auf reine Wissensabfragen zu konzentrieren, wäre es sinnvoll, mehr auf persönliche und soziale Kompetenzen zu achten. Fachliches Wissen wird in der Weiterbildung vermittelt, genau dafür ist sie da.
Der gesamte Ablauf des Bewerbungsgesprächs wirkte sehr altmodisch. Modernere Methoden wie persönliche Präsentationen oder kreative, kompetenzbezogene Fragen würden den Prozess zeitgemäßer und authentischer machen.
Das Bewerbungsgespräch hinterließ bei mir leider keinen positiven Gesamteindruck. Ich finde, dass ein respektvoller Umgang auf Augenhöhe selbstverständlich sein sollte. Während des Gesprächs kam es jedoch zu mehreren Unterbrechungen, was ich als unhöflich empfand. Auch situationsunangemessenes Lachen während meiner Antworten wirkte auf mich wenig professionell und hat für Verunsicherung gesorgt.
Ein konkretes Beispiel war eine Frage zum sogenannten Nachranggrundsatz im SGB II. Als ich nachfragte, was genau gemeint sei, weil mir die Abkürzung in dem Moment nicht eindeutig war (habe ich auch ausgesprochen), wurde dies mit einem Lachen kommentiert und behauptet es seie keine Abkürzung. Ich hätte mir stattdessen eine sachliche Erklärung oder zumindest einen respektvollen Umgang mit Unklarheiten gewünscht. Meines Wissens nach steht SGB II für Sozialgesetzbuch Zweites Buch, und es handelt sich sehr wohl um eine Abkürzung.
Insgesamt wirkte das Gespräch auf mich eher wie eine Prüfung als ein Kennenlernen. Ich würde mir für zukünftige Bewerberinnen und Bewerber mehr Offenheit, Empathie und Wertschätzung wünschen.
Auf Online-Einstellungstest verzichten. Test ist extrem einfach und kann zur Not auch vom Hund oder der kleinen Schwester bestanden werden. Im Vorstellungsgespräch die Vorbildung berücksichtigen und keine Fragen aus dem Kinderquiz stellen.
Die Bewerbungsunterlagen sollte ich selber abholen kommen aus Kostengründen. Frechheit.