Kritik meiner Ausbildung bei der Stadt Paderborn
Gut am Arbeitgeber finde ich
Pünktliche Bezahlung, Gleitzeit(teilweise akzeptiert worden),
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Meine Zeit bei der Stadt Paderborn hat mir einen intensiven Einblick in den Alltag einer kommunalen Verwaltung ermöglicht – leider überwiegend im negativen Sinne. Das Klischee eines „langweiligen Verwaltungsklimas“ wird hier in jeder Hinsicht bestätigt. Es herrscht ein spürbares Desinteresse an Engagement, Eigeninitiative wird kaum geschätzt, und es scheint oft, als wolle jeder nur das Nötigste erledigen. Hilfe von Kollegen zu bekommen ist nahezu unmöglich wer Unterstützung benötigt, hört regelmäßig, dass man „viel zu tun“ habe unabhängig davon, ob dies tatsächlich der Fall ist.
Die Art und Weise, wie Arbeit vermittelt wird, ist häufig problematisch: Wenig Arbeit wird oft als sehr umfangreich dargestellt, um Zeit zu schinden, während tatsächlich wichtige Aufgaben schleppend oder gar nicht bearbeitet werden. Effizienz und Teamgeist scheinen hier kaum eine Rolle zu spielen.
Ein weiteres großes Problem ist die Atmosphäre unter den Mitarbeitenden. Hinterlistiges Lästern und Gerüchte verbreiten sind hier die Norm, wodurch ein Klima entsteht, in dem man sich auf niemanden wirklich verlassen kann – selbst nicht auf die eigenen Ausbilder. Gerade diese Personen, die eigentlich als Ansprechpartner:innen für Fragen und Probleme dienen sollten, sind häufig nicht erreichbar oder blocken ab, was den Lernerfolg und das Wohlbefinden stark einschränkt.
Das Verhältnis zu Vorgesetzten ist stark altmodisch geprägt. Viele Führungskräfte begegnen ihren Mitarbeitenden herablassend, erwarten blinden Gehorsam und scheuen sich vor echter Kommunikation. Kritikfähigkeit oder die Bereitschaft, auf neue Ideen einzugehen, ist häufig nicht vorhanden. Die Hierarchien wirken starr und antiquiert, wodurch konstruktive Zusammenarbeit stark eingeschränkt wird. Als Auszubildender hat man sowieso keine Chance weil man permanent zu hören bekommt "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" bzw. Der Stift hat eh nichts zu melden".
Hinzu kommt ein ausgesprochen sturer Umgangston bei einigen Kolleg:innen, was das Arbeitsklima zusätzlich belastet. Veränderungsbereitschaft oder Flexibilität werden kaum gefördert; selbst kleine Verbesserungsvorschläge stoßen oft auf Widerstand. Innovation und Motivation wirken hier wie Fremdworte.
Alles in allem vermittelt die Stadt Paderborn den Eindruck einer Verwaltung, die stark auf Tradition, Kontrolle und Hierarchie setzt, jedoch den modernen Anforderungen an Flexibilität, Zusammenarbeit und wertschätzendes Miteinander nicht gerecht wird. Eigeninitiative und Engagement werden kaum honoriert, man kämpft häufig gegen die Trägheit der Institution – und kann sich nicht einmal auf die eigenen Ausbilder verlassen.
Verbesserungsvorschläge
komplette Aufarbeitung der Ausbildungsstruktur, altmodisches Verwaltungsklima ablegen. (siehe unten)
Arbeitsatmosphäre
aufgesetzt
Karrierechancen
sichere Übernahme
Arbeitszeiten
Gleitzeitsystem ist grundsätzlich positiv zu bewerten. Allerdings stößt die flexible Gestaltung schnell an Grenzen, sobald individuelle Wünsche oder Abweichungen von der Norm geäußert werden.
Ausbildungsvergütung
vernünftig
Die Ausbilder
Fachlich verfügen die Mitarbeitenden über ausreichende Kompetenzen. Allerdings zeigen sie häufig ein ausgeprägtes Gefälle zwischen fachlicher Sicherheit und Durchsetzungsvermögen. Sobald Anweisungen von Vorgesetzten erfolgen, neigen sie dazu, ihr eigenes Urteil oder Rückgrat aufzugeben und blind zu folgen. sehr schade
Spaßfaktor
Kollegen versuchen ihre Arbeit zu entgehen indem sie das Gespräch im
Nachbarsbüro mit aufgesetzem Lächeln aufsuchen. Sagt alles aus über den Spaß der Arbeit
Aufgaben/Tätigkeiten
öde,langweilig... typische Verwaltungsaufgaben
Variation
häufiger Wechsel um einen Einblick in jede Abteilung zu bekommen
Respekt
siehe unten