Leider sehr ausbaufähig.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Man ist sehr frei in der Gestaltung und Ausübung seiner Arbeit und der Arbeitszeit.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Man ist sehr frei in der Gestaltung und Ausübung seiner Arbeit. Jedoch wird einzelnes Verhalten eigentlich nicht gesehen, was die Motivation sehr beschränkt. Oftmals bleiben Angelegenheit oder Ausstattung in der Bürokratie hängen.
Verbesserungsvorschläge
Es wäre wünschenswert, wenn einmal die Sacharbeiter zu Verbesserungsvorschlägen befragt werden würden. Schlussendlich macht es den Eindruck, dass Vorgesetzte in den eigenen Besprechungen viel umsetzen möchten, jedoch den Kontakt zu den Sacharbeiter und zur Praxis verloren haben. Auch kommt es leider oft vor, dass über Probleme gesprochen wird, die nur ein Mitarbeiter aus der Praxis beantworten kann. Jedoch werden jene aus den Besprechungen herrrausgehalten und folgend an dem Problem vorbei geredet.
Arbeitsatmosphäre
Leider ist es sehr auffällig, dass die Vorgesetzten einen nur Ansprechen, wenn es aktuelle Probleme oder Umsetzung neuer Gesetzesänderung gibt. Lobende Worte gibt es eigentlich nicht, da die Vorgesetzten auch nicht genau wissen, was in den einzelnen Fachabteilung gemacht wird. Neuerungen, die durch die Mitarbeiter durchgeführt werden, bleiben meistens unerkannt. Vielmehr muss darauf verwiesen werden, was alles eigenständig umgesetzt wurde, um seine Leistungen bemerkbar zu machen. Da alle Mitarbeiter in der Abteilung das gleiche Gehalt bekommen (Tarif), werden besondere Anstrengungen nicht honoriert.
Image
Die Stadt Witten ist sehr darum bemüht ein gutes Image für den Bürger darzustellen. Von außen sieht alles sehr schick aus. Jedoch ist das Betriebsklima, außer in den einzelnen Arbeitsgruppen, nicht wirklich gut.
Work-Life-Balance
In den meisten Abteilungen gibt es Kernarbeitszeit. Deshalb ist es gut möglich die individuelle Familiäre Situation abzubilden. Homeoffice ist ebenfalls zwei Mal die Woche möglich.
Karriere/Weiterbildung
Es kommt immer ganz auf den Berufsstand an. Meistens werden Führungsstellen schon so beschrieben, dass es nur ein Bewerber oder Berwerbering werden kann. In der Verwaltung gibt es Aufstiegschancen, andere Berufsgruppen haben keine große Möglichkeiten weiter Karriere zu machen. Es kommt aber auch immer auf das spezifische Amt an. Für Weiterbildung gibt es leider kein Geld. In manchen Fach-Ämtern muss jeder sehen, wie er spezifisches Wissen erlangt.
Gehalt/Benefits
Tarif wird umgesetzt. Eine übertarifliche Zahlung kann sich die Kommune nicht leisten. Daher sind andere Kommunen bei der Mitarbeiterwerbung klar im Vorteil.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umweltschutz wird auf Social Media groß geschrieben. Es gibt die Möglichkeit sich ein Jobticket anteilig bezuschussen zu lassen. Die Mitarbeiter werden angehalten sie privaten PKW im Außendienst zur Verfügung zu stellen. Es versteht jedoch die Möglichkeit sich ein E Bike zu leasen. PV Anlage oder etwas gibt es leider nicht.
Kollegenzusammenhalt
Ist in der Abteilung gut. Über der Abteilung hinaus leider kaum vorhanden
Umgang mit älteren Kollegen
Hier haben Angestellte einen Vorteil, da sie nicht einfach in die Pensionierung versetzt werden können. Nach Krankheit und Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit wird man zum Arzt geschickt und muss unangenehme Fragen ( auch über Beziehung und Liebesleben) beantworten.
Vorgesetztenverhalten
Eigeninitiative bei den Vorgesetzten, wie es den einzelnen Mitarbeitern oder Gruppen geht, nur sehr eingeschränkt vorhanden. Bei Problemen ist es üblich, dass die obersten Vorgesetzten Probleme von Oben nach unten delegieren, bei Bedarf auch die einzelnen Sachbearbeiter ansprechen. umgekehrt bleibt es jedoch, zugegeben gefühlt, auf irgendeiner Ebene hängen. Zur Beförderung werden versprechen gemacht, die aber nicht eingehalten werden. Man hat das Gefühl, dass die Mitarbeiter ruhig gehalten werden sollen, um Kündigung zu vermeiden.
Arbeitsbedingungen
Rathaus wird modernisiert. Leider war es der Modernisierung besser. Früher gab es Doppel-Büros, nun sitzen die Sacharbeiter in Büros mit bis zu 8 Plätzen,ohne Klimaanlage und Belüftung. Hitzeschutz gibt es nicht. Sonneneinstrahlung wird durch innenliegende, halb transparente Rollos in schwarz "gewährleistet". In Folge heizt sich das Büro schon morgens extrem auf. Man kann sich kaum auf die Arbeit konzentrieren und wählt, wenn möglich und durchsetzbar, lieber die Home-Office variante. Dies ist aber auch nur bis zu zwei Mal die Woche möglich. Die Belüftung wurde in den Büros nicht eingebaut, da man Fenster zu Hauptstraße einen Spalt öffnen kann. Leider fährt dann der Verkehr und die Straßenbahn praktisch durch das Büro. Positiv zu bewerten sind die neuen Küchen und gratis Wasserspender. Die Beratung der Bürger findet nun in einem Besprechungskubus statt, die aber nicht wirklich auf die Belange behinderter Personen ausgelegt ist. Ein Rollstuhl passt dort kaum rein. Manche Mitarbeiter der Stadt im Außendienst bekommen einen Zugang auf 2 Dienstparkplätzen. Der am Rathaus wird aber regelmäßig von Anwohnern, Dienstleistern (Hermes) zugeparkt.
Kommunikation
Die Bewertung ist sehr von der Abteilung und Initiative der einzelnen Sacharbeiter abhängig. In meiner Abteilung sind wöchentliche Meetings angedacht, was aber aus einer Eigeninitiative der Sacharbeiter entstanden ist. Die Vorgesetzten nehmen an der Besprechung nicht Teil.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung gibt es eigentlich nur für Frauen. Männer haben eher Nachteile bei der Stadt zu arbeiten. Es gibt eine Gleichberechtigungsbeauftragte, die aber nur Frauen Themen fokussiert. Auch gibt es einen überproportionalen Anteil an Frauen in Führungspositionen.
Interessante Aufgaben
Aus Eigeninitiative gibt es bestimmt viele Aufgaben, jedoch wird dies nicht gefördert. So macht jeder was in der Stellenbeschreibung steht, da eine Ausweitung der Aufgaben nicht honoriert wird.

