Solides Gesamtpaket mit Potenzial nach oben
Gut am Arbeitgeber finde ich
Sicherer Arbeitsplatz, gutes Gehalt, super Betriebsklima, motivierende Aufgaben, sehr gute Kantine mit fairen Preisen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Teilweise zu offene Büros mit zu hoher Geräuschkulisse, Vollzeitzwang für neue Mitarbeitende
Verbesserungsvorschläge
Weg vom Vollzeitzwang für neue Mitarbeitende, mehr auf die Bedürfnisse von jungen Kolleg*innen eingehen
Arbeitsatmosphäre
Sehr angenehme Kolleg*innen, mit wenigen Ausnahmen Duzkultur
Image
Nach außen versucht man sehr, sich als jung, dynamisch und innovativ zu präsentieren, in der Realität sind die Stadtwerke aber relativ konservativ und nicht sehr dynamisch (was aber z.B. in Hinsicht auf Jobsicherheit auch Vorteile hat!)
Work-Life-Balance
Einerseits sehr flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit, angesammelte Stunden in freie Tage zu konvertieren, andererseits hat man als neu eingestellte Person keine Chance auf weniger als die standardmäßigen 39h/Woche. Das finde ich absolut unnötig und nicht zeitgemäß. Erst wenn man 1-2 Jahre Vollzeit gearbeitet hat und auf eine andere Position wechselt, ist Teilzeit eine Option, die dann von relativ vielen Leuten genutzt wird.
Karriere/Weiterbildung
Sehr gutes Förderprogramm für junge Mitarbeiter*innen, aus dem man auch viel für die persönliche Entwicklung (z.B. Konfliktmanagement, Zeitmanagement) mitnehmen kann.
Gehalt/Benefits
Gehalt nach TV-V mit großzügigem Zuschuss zur betrieblichen Altersvorsorge. Zuschuss zum Deutschlandticket, Mitarbeiterdeputat (kostenloser Strom bis zu einem großzügigen Festbetrag) und eine große Auswahl corporate benefits.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Ziel, bis 2035 klimaneutral zu operieren, ist ehrgeizig und motivierend, das finde ich sehr gut. Es werden regelmäßig Spenden für soziale Einrichtungen und Ehrenamt getätigt. Vor Wahlen werden die Werbeflächen der Stadtwerke für Aufrufe, wählen zu gehen, verwendet. Klar kann man sich wünschen, dass die Spendenbeträge noch ein bisschen höher wären oder noch klarer Stellung gegen bestimmte Parteien bezogen würde, aber die meisten Unternehmen machen in diesem Bereich gar nichts, da sind wir schon echt gut.
Umgang mit älteren Kollegen
Durch die Altersstruktur (mehr als die Hälfte über 50) haben ältere Kollegen sehr viel Einfluss und Handlungsmacht - meiner Meinung nach wäre es eher notwendig, mehr auf die Bedürfnisse jüngerer Kolleg*innen einzugehen.
Vorgesetztenverhalten
Sehr unterschiedlich. Manche sind sehr gut, andere üben ihre Rolle als Führungskraft hauptsächlich dadurch aus, dass sie Entscheidungen über die Köpfe der Angestellten treffen, die diese dann ohne Widerrede akzeptieren sollen.
Arbeitsbedingungen
IT-Tickets werden leider extrem langsam bearbeitet, oft braucht man eine Anwendung gar nicht mehr, wenn sie mehrere Monate(!) später endlich mal freigegeben wird. Die Büros variieren stark von Abteilung zu Abteilung, von Großraumbüros (finde ich persönlich schrecklich, aber einigen Kollegen scheint es zu gefallen) über 6er Büros, die zum Gang hin offen sind, bis hin zu 2er- und Einzelbüros mit Tür. (Ich persönlich finde, alle Büros würden davon profitieren, eine Tür zu haben, um zumindest nur die Telefonate aus dem eigenen Büro mithören zu müssen.) Wenn es mal zu laut wird, gibt es in vielen Abteilungen "Stillarbeitsräume", in denen mal allein konzentriert arbeiten kann, das finde ich gut. Auch die Möglichkeit für bis zu 50% Home-Office hilft, den Geräuschpegel zu reduzieren.
Kommunikation
Regelmäßige Betriebs- und Belegschaftsversammlungen, gute Kommunikation übers Intranet
Gleichberechtigung
Für ein insgesamt eher konservatives Unternehmen mit mehrheitlich alter, mehrheitlich weißer, und mehrheitlich männlicher Belegschaft ganz gut, im Vergleich zu jüngeren Unternehmen aber noch viel Luft nach oben. Wenig Frauen in Führungspositionen.
Interessante Aufgaben
Die Mitarbeit an der Energiewende ist höchst motivierend, man hat viele Möglichkeiten, sich initiativ einzubringen und so sein Aufgabengebiet mitzugestalten.

