Früher war alles besser. Mir würde es reichen, wenn es wieder gut wird.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Pünktliches Gehalt, Urlaubs- u. Weihnachtsgeld.
Tanken auf DKV Karte auch für private Fahrten und im Urlaub (NUR Inland).
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Trotz regelmäßiger Umfragen unter den Beschäftigten ändert sich kaum etwas. Es gibt weiterhin keine Zeiterfassung und damit auch keinen Ausgleich für die erhebliche Mehrarbeit der Außendienstmitarbeitenden. Der entsprechende Absatz im Arbeitsvertrag, der angeblich einen Ausgleich regelt, ist seit Langem nicht mehr rechtsgültig – doch das scheint niemanden zu interessieren.
An die Kolleginnen und Kollegen der HR: Bitte verzichten Sie auf den üblichen Textbaustein, in dem mir geraten wird, mich an meinen Vorgesetzten zu wenden. Wenn dieser selbst eines der Hauptprobleme darstellt, ist das schlicht nicht zielführend. Zudem besteht die Sorge, dass eine direkte Kontaktaufnahme zu Nachteilen führen könnte. Die Erfahrungen der letzten Zeit haben leider gezeigt, dass Vertrauen nicht mehr angebracht ist. Aus diesem Grund habe ich auch bewusst nicht meinen tatsächlichen Einsatzort angegeben, sondern die Zentrale.
Verbesserungsvorschläge
Wo soll man anfangen? Am EOS oder am sogenannten Sales‑Excellence‑Tool wird sich wohl kaum noch etwas ändern – es sei denn, STG wird erneut verkauft und diese Themen erledigen sich dadurch von selbst.
Dringend notwendig wäre jedoch, die zahlreichen englischen Begriffe im EOS und auch im STAkis endlich korrekt zu übersetzen. Einige Artikelbezeichnungen haben mit dem tatsächlichen Begriff kaum etwas zu tun, was die Arbeit unnötig erschwert.
Auch Kundinnen und Kunden beschweren sich zunehmend über die englischen Begriffe im STAkis. Manche kaufen inzwischen sogar weniger, weil sie das ständige Rätseln schlicht nervt.
Arbeitsatmosphäre
Früher war die Situation deutlich besser – vor LKQ und EOS. Viele Mitarbeitende sind inzwischen vom neuen System genervt und gereizt. Einige Kolleginnen und Kollegen haben die neuen „Anforderungen“ nicht verkraftet und sind krankgeschrieben.
Angesichts des zusätzlichen Drucks durch Vorgesetzte überrascht das leider kaum.
Image
Leider seit LKQ und Einführung EOS im Abwärtstrend. Wenn Kunden schon sagen, dass die drei Buchstaben vor unserem Namen das größte Problem sei, welches wir haben, sagt das eigentlich schon alles.
Work-Life-Balance
Bei guter Planung und eigener Organisation lässt sich durchaus eine gewisse Balance schaffen – auch wenn im Außendienst erfahrungsgemäß mehr Arbeit anfällt.
Problematisch bleibt jedoch die regelmäßige Mehrarbeit und der fehlende Ausgleich. Hier besteht dringend Handlungsbedarf. Eine Zeiterfassung für den Außendienst existiert zudem nicht.
Karriere/Weiterbildung
Die Einen ja, die Anderen nein. Kommt immer drauf an, was man bereit ist zu tun.
Gehalt/Benefits
Ich bin so gerade noch zufrieden. Könnte aber immer besser sein. Kommt aber (noch) pünktlich.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Hier ist noch viel Luft nach oben. Noch immer viel zu viel Papier.
Kollegenzusammenhalt
Im engeren Kollegenkreis noch gut.
Umgang mit älteren Kollegen
Die Situation verschlechtert sich, weil einige Mitarbeitende verständlicherweise nicht mehr die frühere Leistungsfähigkeit haben. Trotzdem sind es genau diese Kolleginnen und Kollegen, die den Betrieb aktuell überhaupt am Laufen halten.
Gleichzeitig zeigt sich immer deutlicher, dass langjährige und möglicherweise unbequeme Mitarbeitende unter zunehmenden Druck geraten. Das Ergebnis ist oft dasselbe: Sie werfen irgendwann das Handtuch oder werden krank. Diese Entwicklung ist für das Unternehmen wie für die Betroffenen gleichermaßen problematisch.
Vorgesetztenverhalten
Mit meinem vorherigen direkten Vorgesetzten lief die Zusammenarbeit hervorragend. Mit dem aktuellen gestaltet sie sich hingegen schwierig.
Zu Beginn waren seine E‑Mails häufig im Ton unpassend. Auf Kritik reagierte er nicht – selbst dann nicht, wenn sie konstruktiv und gut begründet war. Einwände wurden regelmäßig abgewertet oder ignoriert. Schließlich wurde mir sogar unterstellt, vertriebliche Vorgaben bewusst nicht befolgen zu wollen.
Inzwischen hat sich die Situation etwas verbessert. Vermutlich jedoch nur deshalb, weil man verhindern möchte, dass weitere Mitarbeitende krank werden oder das Unternehmen verlassen – was leider bereits mehrere langjährige Kolleginnen und Kollegen getan haben.
Arbeitsbedingungen
Ausstattung ist zeitgemäß. Z. B. Surface Tablet mit Ausstattung für's Homeoffice mit Monitor/Dockingstation
Kommunikation
Die Kommunikation läuft meist auf Durchhalteparolen oder Beschwichtigungen hinaus.
Ein fehlerhaftes ERP-System lässt sich jedoch kaum schönreden.
Auch das häufig verwendete Dankeschön der Vertriebsleitung und darüber hinaus wird von vielen inzwischen nicht mehr ernst genommen, da auf die Anliegen und Einwände der Mitarbeitenden nicht eingegangen wird.
Gleichberechtigung
Ist noch in Ordnung.
Interessante Aufgaben
Wenn man unter „interessant“ das neue Berichtssystem versteht, in dem jeder einzelne Kundenbesuch mit einem ausführlichen Bericht dokumentiert werden muss, zusätzlich diverse Kundenabfragen einzugeben sind und man sich im neuen ERP‑System (EOS) ständig mit schlecht übersetzten oder komplett englischen Begriffen herumschlagen muss, dann kann man das wohl so nennen.
In Wahrheit sind diese Anforderungen jedoch vor allem unnötig belastend und wirken eher wie zusätzliche Bürokratie als wie eine sinnvolle Verbesserung.