Geschichten aus 10 Jahren Stahlgruber
Gut am Arbeitgeber finde ich
Aktuell nichts. Deswegen wird sich jetzt nach anderen Möglichkeiten umgesehen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Alles Super. Tip Top.
Verbesserungsvorschläge
Führungsebene muss näher an die Basis zurück. Auch mal in die Häuser gehen wo es nicht läuft und sich mit den alltäglichen Problemen direkt auseinander setzten statt von irgendwelchen Ja-Sagern mitgeteilt bekommen das es "Anwenderfehler" sind. Wo klemmt es aktuell und vor allem warum?
Die richtigen Mitarbeiter fördern und vor allem sie in den RICHTIGEN Positionen fördern. Gleichzeitig aber auch mal die Reißleine ziehen und sich von Personen trennen. Das gilt über alle Ebenen.
Arbeitsatmosphäre
Wurde die letzten Jahre immer schlechter und hat im April, nach der Einführung von EOS, den Tiefststand erreicht. Seit dann keine wirkliche Besserung. Stattdessen wird der Druck auf die Mitarbeiter immer weiter erhöht und das durch alle Führungsschichten hindurch. Übereifrige Verkaufshausleiter die ihr selbstwert durch den Erfolg ihres Verkaufshauses beziehen, geben den Mitarbeitern den Rest. Ergebnis ist das Zahlreiche Kollegen kündigen wollen oder es bereits getan haben. Bei uns im VH kein Vertrauen des VHLs gegenüber seinen Teamleitern deren Arbeit ständig vor anderen Mitarbeitern kritisiert wird. Sie werden angehalten Entscheidungen zu treffen zB die Urlaubsplanung in ihrer Abteilung, aber sobals sie das tun, ist man entrüstet dass die das getan haben ohne Rücksprache mit dem VHL zu halten. Tut man jedoch genau das, bekommt man die Antwort dass man das doch am besten selber wissen müsse und ob man seine Abteilung eigentlich nicht im Griff hat.
Image
Deutlich gesunken. Vor ein paar Jahren konnte man noch mit Stolz sagen das man bei Stahlgruber arbeitet. Heute geht man damit nicht mehr haussieren.
Work-Life-Balance
Überstunden, überstunden, überstunden. Gibt genug Leute die auch ausstempeln und danach weiter arbeiten. Meistens wird das von den VHLs betrieben die dann aber anscheinend die Vorstellung haben, dass das alle Mitarbeiter so zu machen haben. Bei pünktlichen Feierabend wird einem böse hinterher gesehen und den Teamleiter gefragt wo die Leute hingehen denn es sei ja noch genug Arbeit da; wenn man mal nach 9h statt den üblichen 10h aktuell geht, hört man Sätze wie "Wie sie gehen schon?"; Überstunden sollen am besten Ausgezahlt werden damit man weiter im VH sein kann und mein absoluter Lieblingssatz: "Ihr mit eurer **** Work-Life-Balance" wenn man das vom VHL hört ist eigentlich schon alles gesagt.
Karriere/Weiterbildung
Karriere/Aufstiegsmöglichkeiten sind möglich. Weiterbildungen wurde mir in 10Jahren zugehörigkeit 1x Angeboten und das bei regelmäßigem Nachfragen.
Gehalt/Benefits
Gehalt ist immer pünktlich. Über die Höhe kann man streiten. Für den Aktuellen mehraufwand den jeder betreiben muss definitiv zu wenig. Benefits bis auf das 13. Gehalt nicht der rede Wert... der übliche Obstkorb, Jobrad, Parkplatz blödsinn. Gibts sonst überal auch.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Für Umwelt wird aktuell was getan. Solarzellen auf Dächer, Umstellung der ZBVs auf E-Autos, Ladestationen. Gleichzeitig ist aber der Papierverbrauch deutlich gestiegen. Sozialbewusstsein kann sich jeder selber ein Bild machen nach meinen Ausführungen.
Kollegenzusammenhalt
Man tut was man kann. Zumindest einige. Wobei die Zahl auch immer geringer wird. Keiner hat mehr Lust den Karren ständig aus dem Dreck zu ziehen.
Vorgesetztenverhalten
Hab ich in den vorderen Feldern ja schon Beispiele gegeben. Nicht jeder gute Mitarbeiter ist auch ein guter Teamleiter. Nicht jeder gute Teamleiter ist auch ein guter Verkaufshausleiter. Problematisch wird es wenn Personen plötzlich an Führungsrollen kommen, die sonst nichts im Leben vorzuweisen haben und ihr ganzes sein sich auf ihrem Erfolg aufbaut. Man Profiliert sich gegenüber anderen VHs da sein Haus ja ach so toll ist. Wenn es gut läuft sind alle Mitarbeiter deine Freunde. Wenn es irgendwo hakt sind alle deine Feinde und jeder versucht dir zu schaden.
Arbeitsbedingungen
Positiv ist das mit dem neuem System sich die Anzahl der Schritte im Lager und das Treppensteigen deutlich verringert hat. Von >20k auf 10-15k Schritten und von unzähligen malen die Treppe hoch und runter zu rennen, auch ein überschaubares Niveau.
Zu gewissen Jahreszeiten kommen ABM maßnahmen auf. Die Häuer werden aus dem Zentrallager mit Ware zugemüllt und dann 2 Wochen später wird GENAU DER SELBE Artikel wieder abgefordert.
Kommunikation
Nur unter den Mitarbeitern in der Abteilung vorhanden. Selbst von Abteilung zu Abteilung deutlich ausbaufähig. Vom Führungspersonal, egal auf welcher Ebene, absolut unterirdisch. Auch werden aktuell veränderungen in EOS, Updates oder sonstiges, nicht kommuniziert. Man kommt morgens zur Abreit und wieder haben sich Schritte geändert die aber nirgends erwähnt werden. Nur durch den direkten Austausch mit anderen Kollegen in anderen Häusern bleibt man arbeitsfähig. Also nur solange das System überhaut funktioniert.
Interessante Aufgaben
Ja und Nein. Durch die aktuelle Situation gibt es möglichkeiten an interessante Aufgaben zu kommen jedoch natürlich immer zusätzlich zum normalen Tagesgeschäft. Diese Möglichkeit haben aber nur die wenigsten und der großteil der Beschäftigten weiß nicht mal etwas davon, Stichwort: Kommunikation.