Gut am Arbeitgeber finde ich
Zu Beginn sinnvolle Aufgaben und Projekte.
In den ersten ein bis anderthalb Lehrjahren waren die Tätigkeiten fachlich relevant.
Hoher Einsatz einzelner Kollegen.
Es gab Mitarbeitende mit starker Arbeitsmoral – auch wenn das oft in Richtung Workaholismus ging.
Guter Zusammenhalt unter Azubis.
Der kollegiale Umgang auf Azubi-Ebene war einer der wenigen echten Pluspunkte.
Grundsätzlich vorhandene Struktur.
Abläufe waren definiert, wenn auch stark kontrollierend.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Systematische Behandlung von Azubis
- Fehlerkultur = Dokumentation statt Entwicklung
- Keine Übernahme, keine Juniorstellen
- Ausbildung mit eingebauter Kündigung
- Kontrollkultur (Gehaltsabzug bei Minuten)
- Mikromanagement statt Vertrauen
- Schlechte Laune als Führungsstil
- Giftige, erdrückende Arbeitsatmosphäre
- Ausbeutung nach Kündigung des Ausbilders
- Mentale Gesundheit ignoriert
- Respekt nur selektiv
- Workaholismus als Kultur
Verbesserungsvorschläge
- Azubis ausbilden, nicht verschleißen.
- Juniorstellen schaffen statt Kündigungen einzuplanen.
- Feedback erklären, nicht protokollieren.
- Schlechte Laune nicht führen lassen.
- Arbeitsatmosphäre entkrampfen – Menschen brauchen Luft.
- Respekt nicht dosieren.
- Den Amerikanern mal zeigen wo der Hammer hängt
- Manager jargon aufs minimum reduzieren
Arbeitsatmosphäre
Arbeitsatmosphäre wie im Vakuum: Druck von allen Seiten, Luft nach oben nicht vorhanden.
Karrierechancen
Karrierechancen gab es keine. Azubis waren Leasingware auf Zeit: ausbilden, auspressen, kündigen. Juniorstellen existierten ungefähr auf dem gleichen Level wie Einhörner – man redet davon, gesehen hat sie keiner.
Arbeitszeiten
Feste Arbeitszeiten als Azubi – immerhin wusste man immer ganz genau, wann die Motivation stirbt.
Ausbildungsvergütung
Ganz ok hätte mehr sein können
Die Ausbilder
Empathie war vorhanden – nur selektiv. Azubis wurden systematisch behandelt: Fehler dokumentiert, Verspätung minutengenau abgerechnet. Schlechte Laune floss konsequent nach unten. Der Ausbilder hat im zweiten Lehrjahr wegen mentaler Probleme gekündigt. Rückblickend vermutlich die gesündeste Entscheidung im ganzen Laden.
Spaßfaktor
Azubikollegen: herzlich, witzig, menschlich.
Ü50-Kollegen: schlechte Laune mit Betriebszugehörigkeit.
Die Kantinencrew hatte mehr Charisma als so mancher Vorgesetzter im Maßanzug mit Ego-Flatrate.
Aufgaben/Tätigkeiten
Die Aufgaben waren anfangs wirklich gut – Ausbildung im klassischen Sinne. Nach der Kündigung des Ausbilders wurde dann effizient umgestellt: weniger Anleitung, mehr Auslastung. Azubi-Status, Mindestlohn-Mindset.
Variation
Arbeit gab es mehr als genug – Projekte ohne Ende. Ergänzt durch eine solide Quote an Workaholics, für die „Work-Life-Balance“ eher ein theoretisches Konzept war.
Respekt
Respekt wurde gelegentlich eingesetzt – sparsam, aber regelmäßig genug, um nicht komplett zu fehlen.