Gute Grundlage, progressives Arbeitsumfeld mit kleinen Makeln.
Verbesserungsvorschläge
Ich würde mir für die Zukunft eine sichere Dienstplanung, mehr Digitalisierung & ein paar mehr profitable Benefits wünschen. Außerdem wünsche ich mir Verbesserungen im Bereich der Bürogestaltung.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist abhängig von der aktuellen Personalsituation & natürlich auch dem Kollegium. Daher muss sie meiner Ansicht nach differenziert betrachtet werden. Als Mitarbeitender empfinde ich viele lockere Momente, Platz für Humor & Transparenz & eine ruhige kleine Einrichtung vor. Negativ ist, dass viele Tür & Angel Gespräche sicht - und spürbar zu Unzufriedenheit und Gerüchten führen. Häufig sorgen Personalnöte für eine ebenso spürbare Negativität, die sich auch auf das Arbeitsklima auswirken kann. Ich spüre aber, dass hier etwas getan wird & sich der Thematik bewusst abgenommen wird.
Image
Ich tue mich sehr schwer das Image zu bewerten, da ich in meiner Bubble diesbezüglich sehr unterschiedliche Dinge wahrnehme. Insgesamt lässt sich aber sagen, dass die Tendenz eher Richtung gut geht.
Work-Life-Balance
Zugegebenermaßen sind Berufe in der Eingliederungshilfe nicht für ihre Work - Life Balance bekannt.
Es gibt Tools, die in der Dienstplanung eingesetzt werden, um Wünsche möglich zu machen. Leider entstehen trotzdessen häufig lange Arbeitstage - & Strecken. Auch hier spielt Personalmangel häufig eine Rolle. Die Work - Life Balance ist mit Sicherheit eine der größten Baustellen, die noch zu flicken sind. Dennoch heißt das nicht, das nichts möglich ist. So kommen Mitarbeitende in den Genuss von Mitspracherechten bei der Dienstplangestaltung & Wunschfrei, einer fairen Urlaubsplanung & fairen Arbeitsbedingungen. Baustelle bleibt, auch auf politischer Ebene, die Refinanzierung & damit verbundene Entlastungen. Die wirds aber bei keinem Arbeitgeber in der Eingliederungshilfe viel besser geben.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt diverse Weiterbildungsmaßnahmen & die Stephanus gGmbH hat scheinbar auch ein Interesse daran, dass diese wahrgenommen werden.
Gehalt/Benefits
Die Stephanus gGmbH ist an die AVR DWBO gekoppelt. Damit geht eine gute Vergütung einher. Für die getragene Verantwortung & den Aufgabenbereich wünsche ich mir und allen KollegInnen natürlich mehr, aber es kann auch nicht als schlecht bezeichnet werden. Es gibt Sozialleistungen (Zusatzrente) und z.B. 31 Urlaubstage ab 2026, was über dem Branchendurchschnitt liegt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Der Arbeitgeber stellt die Dienstfahrzeuge auf Elektrofahrzeuge um, was meiner Ansicht nach Vor - und Nachteile hat. Weitergehend kann ich über das Umweltbewusstsein der Einrichtung nicht viele Aussagen treffen. Das Sozialbewusstsein ist aber natürlich, entsprechend unserer Profession hoch.
Kollegenzusammenhalt
Der kollegiale Zusammenhalt kann als vernünftig bezeichnet werden. Es wird sich gegenseitig unterstützt und auf individuelle Bedürfnisse wird, insofern es im betrieblichen Ablauf möglich ist, eingegangen. Natürlich gibt es Konflikte & nicht jeder versteht sich gut: dennoch wird spürbar aufeinander eingegangen. Für mich persönlich hat auch das sich mit den personellen Veränderungen der letzten Jahre zum besseren gewandelt. Ein letzter Feinschliff und ein bisschen weniger dailysoap würde ich trotzdessen als sehr angenehm empfinden.
Umgang mit älteren Kollegen
Da ich selbst recht jung bin, kann ich dieses Item nur aus meiner privilegierten Sicht heraus betrachten. Ich empfinde den Umgang mit älteren KollegInnen aber als fair. Was mir fehlt sind Entlastungen für die KollegInnen, wenn es um das Arbeitspensum geht.
Vorgesetztenverhalten
Als weitestgehend unkompliziert, tolerant und offen mit ein paar Einschränkungen würde ich das Verhalten der Vorgesetzten beschreiben. An mancher Stelle fehlte mir in Vergangenheit die Konsequenz, anderer wurde sehr gut reagiert. Ein offenes Ohr ist heutzutage ein Muss meiner Meinung nach, wird aber nicht überall umgesetzt: Im Haus Sonnenblick schon.
Was ich mir für die Zukunft wünsche ist zukunftsorientierteres Denken und präventive Entscheidungen. Häufig wird sehr spontan auf Aktionen reagiert & ich denke, dass hier Besserungen möglich sind, um Mitarbeitende zu entlasten & Vertrauen herzustellen.
Arbeitsbedingungen
Die Büros und Personalräume sind klein & daher für bestimmte Zwecke nur eingeschränkt brauchbar. Auch das Mobiliar und die Ordnungsysteme brauchen dringend ein Upgrade. Leider wurden diese Anschaffungen in der Vergangenheit nicht realisiert. Die Digitalisierung läuft gut & Mitarbeitende erhalten ein eigenes Schließfach, was ich als gut empfinde.
Kommunikation
Die Kommunikation seitens der Einrichtungsleitung & auch unter den Mitarbeitenden hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Dennoch bleibt zu bemängeln, dass das Vertrauen noch nicht vollständig hergestellt werden konnte. So gibt es immer mal wieder Gerüchte, kleine Reibereien und Missverständnisse, die schwierig aufzuarbeiten sind. Dennoch bleibt zu festigen, dass der Weg der richtige ist. Ich selbst spreche gern mit der Einrichtungsleitung & meinem Kollegium & sehe eine progressive Verwandlung für die Zukunft vorraus. Weiterhin nehme ich die Unternehmenskommunikation als positiv tolerant, Antidiskrimminierend und klar positionieren wahr, was mich unglaublich glücklich macht.
Gleichberechtigung
Es gibt KollegInnen, die das mit der Gleichberechtigung leider nicht so ernst nehmen. Das missfällt mir sehr.
Positiv kann aber gesehen werden, dass dem Arbeitgeber ansich & auch der Einrichtungsleitung diese Dinge aber sehr wichtig sind & Angebote geschaffen werden, um Gleichberechtigung herzustellen und zu kommunizieren.
Interessante Aufgaben
Der Job ist vielseitig, nah, emphatisch, zukunftssicher & besticht durch seine vielen Aufgaben, die zu bewältigen sind. Vin Eintönigkeit kann nicht die Rede sein. Innerhalb des Unternehmens haben Mitarbeitende die Möglichkeit an diverse Gremien teilzunehmen & ihr Aufgabenfeld zu erweitern. Manchmal fehlt die Zeit etwas, aber insgesamt ist dieser Job alles, aber nicht langweilig.