Interessante Arbeit, aber erheblicher Verbesserungsbedarf
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv sind die abwechslungsreichen Touren, die Möglichkeit, viele Länder zu sehen, und die interessante Arbeit im internationalen Schwertransport. Die Tätigkeit selbst bietet viel Abwechslung und man sammelt wertvolle Erfahrungen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Negativ finde ich vor allem den Umgang mit Arbeitszeit und gesetzlichen Vorgaben. Aus meiner Erfahrung wurden gesetzliche Arbeitszeitregelungen teilweise massiv überschritten bzw. nicht ausreichend eingehalten. Dazu kommen extrem lange Arbeitswochen, fehlende Planungssicherheit, nicht immer ausgezahlte vertraglich vereinbarte Überstunden und ein teilweise sehr fragwürdiger Umgang mit Mitarbeitern. Einen Betriebsrat gibt es ebenfalls nicht. Nach meinem Eindruck wird die Bildung eines Betriebsrats innerhalb des Unternehmens zudem systematisch erschwert bzw. unterdrückt.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Wertschätzung und bessere Kommunikation mit den Mitarbeitern. Arbeitszeiten und Wochenendplanungen sollten realistischer und besser planbar sein. Vertraglich vereinbarte Überstunden müssen zuverlässig vergütet werden. Außerdem wären mehr Rücksicht auf das Privatleben sowie echte Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten wünschenswert.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war leider häufig angespannt. Kommunikation und Umgang miteinander waren nicht immer wertschätzend, und gerade in schwierigen Situationen fehlte mir oft ein konstruktiver und fairer Umgang.
Image
Das Image nach außen wirkt besser, als es die tatsächlichen Arbeitsbedingungen teilweise widerspiegeln. Für Kunden und Außenstehende wird ein professioneller Eindruck vermittelt, intern gibt es jedoch deutliche Punkte, bei denen aus meiner Sicht Verbesserungsbedarf besteht.
Work-Life-Balance
Eine wirkliche Work-Life-Balance war für mich kaum vorhanden. Die Arbeitszeiten waren teilweise extrem lang, mit Wochen von 65 Stunden und mehr. Privatleben und Erholung kamen dadurch deutlich zu kurz.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind aus meiner Sicht kaum vorhanden. Es gibt wenig erkennbare Entwicklungsmöglichkeiten und nur begrenzte Perspektiven, sich innerhalb des Unternehmens beruflich weiterzuentwickeln.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist durchschnittlich und branchenüblich, steht für mich aber in keinem angemessenen Verhältnis zur hohen Arbeitsbelastung. Besonders kritisch sehe ich, dass vertraglich vereinbarte Überstunden nicht ausgezahlt werden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Beim Umwelt- und Sozialbewusstsein sehe ich noch deutlichen Verbesserungsbedarf. Gerade beim Umgang mit den Mitarbeitern und der Berücksichtigung von Arbeitszeiten und privaten Belangen hätte ich mir mehr soziale Verantwortung und Rücksichtnahme gewünscht.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen war durchwachsen. Teilweise war die gegenseitige Unterstützung gut, in anderen Situationen hatte man jedoch das Gefühl, mit Problemen allein gelassen zu werden. Eine stärkere gegenseitige Unterstützung wäre wünschenswert.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten von Vorgesetzten war teilweise sehr fragwürdig. Einige traten gegenüber Mitarbeitern sehr hochnäsig und von oben herab auf und vermittelten den Eindruck, sich für etwas Besseres zu halten. Ein respektvoller und wertschätzender Umgang war leider nicht immer gegeben.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren insgesamt eher durchwachsen. Die Arbeit selbst ist interessant, allerdings sind die langen Arbeitszeiten und die hohe Belastung auf Dauer sehr fordernd. Besonders im Schwertransport waren die Planbarkeit und die Vereinbarkeit mit dem Privatleben teilweise schwierig.
Kommunikation
Die Kommunikation war häufig unzureichend. Entscheidungen wurden teilweise über die Köpfe der Mitarbeiter hinweg getroffen, ohne diese ausreichend einzubeziehen. Besonders bei Schwertransporten und der Planung von Wochenenden außerhalb wurde wenig Rücksicht auf die persönliche Situation der Fahrer genommen.
Interessante Aufgaben
Die Touren waren abwechslungsreich und man kam durch viele verschiedene Länder. Gerade im internationalen Schwertransport konnte man viel sehen und erleben. Allerdings wiederholen sich die Ladungen und Aufgaben teilweise sehr häufig.