Absolut enttäuschend
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ausschließlich die Kolleg:innen
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die nicht vorhandene Wertschätzung, egal wie viel man leistet
Verbesserungsvorschläge
Die Zeichen der Zeit erkennen und jeden Stein umdrehen. Die Unternehmsphilosophie sollte grundsätzlich überdacht und geändert werden!
Arbeitsatmosphäre
In der Belegschaft herrscht ein sehr hohes Frustlevel, durch die schlechten Arbeitsbedingungen, den ewigen Druck auf Deibel komm raus die Kennzahlen erreichen zu müssen und die geringe Wertschätzung
Image
In der Region sehr schlecht.
Work-Life-Balance
Oft musste man aufgrund des ewig herrschenden Personalmangels spontan die Schichten wechseln, es interessiert nur das die Produktion läuft. Wertschätzung oder ein schlichtes Dankeschön gibt es hierfür selbstverständlich nicht.
Karriere/Weiterbildung
Bis auf Sicherheitsunterweisungen die Pflicht sind gibt es keine Weiterbildungsmöglichkeiten.
Gehalt/Benefits
Für das was man leisten muss ein besseres Schmerzensgeld. Durch ein völlig undurchsichtiges Prämiensystem versucht man die Leute bei Laune zu halten. Neu eingestellte Mitarbeiter:innen bekommen teilweise direkt mehr Gehalt als andere die schon länger da sind. Das sorgt natürlich zusätzlich für Frust.
Man sollte sich seine geleisteten Stunden auch sicherheitshalber immer aufschreiben und mit der Abrechnung vergleichen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Vor dem Verwaltungsgebäude stehen für jeden gut ersichtlich die umweltfreundlichen E-Autos der Geschäftsleitung, die alten Hallen werden aber noch mit Öl beheizt. Dächer bestehen zum Teil noch aus Asbestplatten.
Kollegenzusammenhalt
Der war innerhalb des Teams und auch zum Teil zwischen den beiden Schichten immer vorbildlich.
Umgang mit älteren Kollegen
Über ältere Kollegen wird oft sehr abfällig und beleidigend gesprochen, die volle Leistung wird aber trotzdem immer erwartet
Vorgesetztenverhalten
Die Vorgesetzten glänzen oft durch gefährliches Halbwissen oder Abwesenheit. Man hat oft das Gefühl das die linke Hand nicht weiß was die rechte tut. Strukturiertes Arbeiten ist so absolut unmöglich. Fragen bezüglich der vogelwilden Terminpolitik des Unternehmens bleiben meist unbeantwortet weil man scheinbar keine Idee hat wie man es besser machen könnte. Es ist ja auch einfacher die Mitarbeitenden unter Druck zu setzen als sich mal Gedanken über eine ordentliche Produktionsplanung zu machen.
Selbst als in diesem Jahr innerhalb kurzer Zeit zwei absolute Leistungsträger gekündigt haben hielt man es nicht für nötig mit der übrigen Belegschaft Mitarbeitergespräche zu führen, dies wurde nur punktuell zwischen Tür und Angel durchgeführt.
Verbesserungsvorschläge die man aufgrund seiner Berufserfahrung einbringen konnte und wollte wurden meist aus Kosten- oder Zeitgründen abgelehnt oder wie einer meiner Vorredner:innen schon sagte dann Jahre später wieder herausgekramt und als eigene Idee verkauft. Irgendwann sagt man dann einfach nichts mehr weil es keinen Mehrwert hat.
Arbeitsbedingungen
Schlimmer geht’s nimmer.
In der Halle ist es im Sommer unerträglich heiß, Temperatur jenseits der 35 Grad sind die Regel. Die Abluft der beiden Öfen wird einfach in die Halle geleitet anstatt die Abwärme sinnvoll zu nutzen. Pulver- und Metallstaub liegt in jeder Ecke der Halle. Es werden oft Bauteile aufgehängt die für die Fördertechnik viel zu schwer sind. Es kam vor das Warenträger abgerissen sind, zum Glück hat sich dabei nie jemand ernsthaft verletzt.
Oft müssen Bauteile auch mit dem Stapler oder der Ameise aufgehängt werden weil es angeblich Zeit spart oder weil sie schlichtweg nicht tauchfähig konstruiert sind.
Wenn Probleme entstehen wird immer nur notdürftig geflickt so das möglichst schnell weiter produziert werden kann.
Kommunikation
Der Flurfunk ist hier grundsätzlich schneller als die offiziellen Kanäle, wichtige Informationen werden nicht weitergegeben, das meiste muss man sich selbst erfragen oder erfährt es durch Zufall von Kolleg:innen
Gleichberechtigung
Absolut vorhanden, Frauen und ältere Kollegen müssen genau so ranklotzen wie alle anderen!
Interessante Aufgaben
Durch den ständigen Personalmangel musste man immer nur Löcher stopfen und konnte wenig bis gar nicht an der eigenen Entwicklung arbeiten. Seine eigentlichen Aufgaben konnte man auch nur selten erledigen weil es vor allem an der vor zwei Jahren errichteten Strahlanlage und der dazugehörigen Fördertechnik immer wieder zum Teil hausgemachte Probleme gibt die man lösen muss.