Basierend auf von Mitarbeiter:innen seit November 2025. Alle Informationen findest du hier.
Zuletzt aktualisiert am 1.11.2026
Ströer SE & Co. KGaA erhält ein negatives Gesamtbild. Den deutlichsten Ausschlag gibt die Work-Life-Balance, die Bewertende als faktisch nicht mehr existent beschreiben: Ab April 2025 gilt für die meisten Mitarbeiter:innen eine vier- bis fünftägige Büropräsenzpflicht, während Homeoffice-Optionen und Workation ersatzlos gestrichen wurden. Die daraus resultierenden Pendelkosten, längeren Fahrzeiten und der Wegfall familiär kompatibler Flexibilität treffen besonders Teilzeitkräfte und Eltern hart. Das Arbeitsklima hat sich infolgedessen massiv verschlechtert: Motivation und Vertrauen sind auf einem Tiefpunkt, wobei viele Bewertende die Atmosphäre innerhalb ihrer direkten Teams noch positiv hervorheben, den übergeordneten Führungsentscheidungen jedoch scharf widersprechen. Dieses Muster zieht sich durch mehrere Bereic...
Zusammenfassung nach Kategorie
Die Work-Life-Balance bei Ströer SE & Co. KGaA wird von Mitarbeiter:innen als stark beeinträchtigt bewertet. Ausschlaggebend ist die ab April 2025 eingeführte Präsenzpflicht von vier Tagen pro Woche für Angestellte und fünf Tagen für Führungskräfte, verbunden mit der nahezu vollständigen Abschaffung des Homeoffice und der Streichung von Workation-Optionen. Viele Bewertungen kritisieren längere Pendelzeiten, höhere Fahrtkosten und den Wegfall von Flexibilität, die zuvor als zentrales Argument für den Arbeitgeber galt – besonders für Teilzeitkräfte und Eltern. Überstunden werden durch Vertrauensarbeitszeit nicht ausgeglichen.
Wenige Stimmen bewerten die Situation noch als akzeptabel und loben flexible Termingestaltung sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Diese positiven Einschätzungen beziehen sich jedoch größtenteils auf die Zeit vor den neuen Regelungen. Der Vertrauensverlust durch die abrupten Änderungen ohne erkennbare Begründung prägt das Stimmungsbild maßgeblich.
Die Arbeitsatmosphäre bei Ströer SE & Co. KGaA wird von den Nutzer:innen stark kritisiert. Innerhalb der direkten Teams beschreiben viele Bewertungen die Zusammenarbeit als angenehm und kollegial. Sobald es jedoch um Entscheidungen der oberen Führungsebene geht, kippt das Bild deutlich: Top-down-Beschlüsse, mangelnde Transparenz und das Gefühl fehlender Wertschätzung belasten die Stimmung erheblich.
Besonders die Abschaffung von Homeoffice- und Workation-Möglichkeiten sowie die damit verbundene Rückkehr zur Präsenzpflicht haben laut vielen Bewertungen die Motivation auf einen Tiefpunkt gedrückt. Hinzu kommen Berichte über laute Großraumbüros mit mangelhafter Ausstattung sowie ein als autoritär wahrgenommener Führungsstil, der Kontrolle über Vertrauen stellt. Die Nutzer:innen schildern eine Atmosphäre, die sich in kurzer Zeit stark verschlechtert hat und bei der der Kolleg:innenzusammenhalt oft das Einzige ist, das die Stimmung noch trägt.
Die Kommunikation bei Ströer SE & Co. KGaA wird von Mitarbeiter:innen als stark verbesserungswürdig beschrieben. Ein zentrales Problem ist die ausgeprägte Top-down-Struktur: Entscheidungen werden verkündet, nicht diskutiert, und wichtige Neuigkeiten kursieren häufig zuerst über den Flurfunk, bevor offizielle Mitteilungen folgen. Viele Bewertungen beklagen fehlende Transparenz, mangelnde Einbindung der Belegschaft sowie eine als herablassend empfundene Kommunikationsweise seitens der Unternehmensführung. Das mittlere Management versuche dabei oft, schlechte Kommunikation von oben abzufedern. Vereinzelte Stimmen kritisieren zudem, dass Feedback-Formate wie Town-Hall-Meetings kaum echten Dialog ermöglichen.
Positiv heben einige Bewertungen die Kommunikation auf Team- und direkter Vorgesetztenebene hervor, wo der Austausch als offen, respektvoll und transparent erlebt wird. Dieser Kontrast zwischen gut funktionierender Kommunikation im unmittelbaren Arbeitsumfeld und der intransparenten Unternehmensführung zieht sich durch viele Rückmeldungen. Abteilungsübergreifende Kommunikation wird dagegen als lückenhaft und unstrukturiert wahrgenommen.
Der Kollegenzusammenhalt bei Ströer SE & Co. KGaA gilt vielen Bewertenden als einer der wenigen positiven Aspekte des Unternehmens. Besonders auf Teamebene beschreiben Nutzer:innen ein enges, unterstützendes Miteinander, das strukturelle Schwächen des Unternehmens zumindest teilweise ausgleicht. Mehrere Bewertungen heben hervor, dass geteilte Frustration über Unternehmensentscheidungen den Zusammenhalt unter Kolleg:innen sogar stärkt.
Gleichzeitig berichten einige Nutzer:innen von einer spürbaren Erosion dieses Zusammenhalts: Häufig wechselnde Teams, zunehmender Verkaufsdruck und als unverständlich empfundene Managemententscheidungen belasten das Miteinander. Während direkte Kolleg:innen meist positiv bewertet werden, zeigen sich auf höheren Hierarchieebenen und im Vertrieb gelegentlich Ellenbogenmentalität und Eigeninteressen. Einige Bewertungen warnen zudem, dass engagierte Kolleg:innen das Unternehmen zunehmend verlassen, was den Zusammenhalt künftig gefährden könnte.
Findest du das hilfreich?

