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Stromnetz 
Berlin 
GmbH
Bewertung

Geworben wird mit flachen Hierarchien, das Gegenteil ist der Fall

3,2
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Stromnetz Berlin in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Work-Life-Balance, Gehalt und Benefits

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Führungskultur, Verhalten von Vorgesetzten, sehr hierarchisch, veraltete Tools und Arbeitsweisen, wenig Fortschritt in Projekten und Optimierungsinitiativen, wenig Offenheit für Neues und Kolleg:innen von "außen"

Verbesserungsvorschläge

- ein richtiges Onboarding-Programm für neue Mitarbeitende
- eine komplette Überholung der Führungskultur und Abbau von extremen Hierarchien
- Feedback und Verbesserungsvorschläge auch bottom-up einholen und ernst nehmen
- Mitarbeitende wertschätzen, auch abseits des Gehalts
- sich am Markt orientieren bzgl. einer modernen Arbeitsweise, Methodiken, Tools und Entwicklungen
- Projekte gut planen und ausarbeiten und auch mal zu Ende bringen
- mehr Fokus auf Optimierungen und nicht nur darauf, gesetzliche Mindestanforderungen umzusetzen

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre unter meinen direkten Kolleg:innen war super. Allerdings wird diese stark durch das Verhalten der Vorgesetzten und mangelndem Fortschritt in Projekten sowie der fehlenden Strategie und Entscheidungen gedämpft.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance war wunderbar. 37 Stunden gelten als Vollzeit und man kann seine Arbeitszeit flexibel zwischen 6 und 20 Uhr einteilen. Man kann auch mal Minusstunden machen, wenn es privat notwendig sein sollte. Außerdem bietet die Stromnetz Teilzeitoptionen an. Da sich das Unternehmen gefühlt in einem kollektiven Quiet Quiting-Modus befindet, war es sehr entspannt, sein Privatleben in den beruflichen Alltag einzubinden.

Karriere/Weiterbildung

Es gibt einige interne und externe Weiterbildungsangebote. Man kann allerdings nur aus einem Katalog wählen. Sonst ist es auch Gang und Gäbe, sich intern umzubewerben.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt und die Sozialleistungen sind top und liegen schon über dem Durchschnitt im Vergleich zur freien Wirtschaft. Leider ruht man sich hierdrauf auch aus.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt in einem direkten Team war sehr stark. In der Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen sah dies leider anders aus. Hier entstand eher ein Gefühl des Gegeneinanders und der Grüppchenbildung. Auch Lästereien hinter dem Rücken habe ich mitbekommen können (auch von Führungspersonen).

Umgang mit älteren Kollegen

Es gibt viele ältere Kolleg:innen, die größtenteils schon seit ihrer Lehre/Studium bei dem Unternehmen arbeiten.

Vorgesetztenverhalten

Hier sehe ich die größte Stellschraube im Unternehmen. So ein Verhalten von Vorgesetzten habe ich in meinem Berufsleben noch nicht erlebt. Führungskräfte halten sehr viel von sich, allerdings sehr wenig von ihren Mitarbeitenden, was man auch zu spüren bekommt. Die Führungskräfte stilisieren sich sehr hoch und haben ein großes Ansehen von sich selbst. Alles wird getan, um Führungskräfte zufrieden zu stellen, nicht um Projekte voranzubringen. Tatsächliche Führungsaufgaben, wie Entscheidungen zu treffen, strategisch zu arbeiten oder Mitarbeitende weiterzuentwickeln und zu führen, werden nicht wahrgenommen. Ein Onboarding durch die Führungskraft gibt es nicht, sondern man ist komplett auf sich selbst angewiesen. Auch Feedback oder Wertschätzung kann man nicht erwarten. Teilweise ist es auch bekannt, dass einige Führungspersonen ab und an mal Ausraster bekommen, die der nächste Mitarbeitende dann zu spüren bekommt.

Arbeitsbedingungen

3 Tage Home Office und 2 Tage im Büro sind die Regel. Im Büro gibt es das Flex Desk Prinzip, d.h. man bucht sich einen Platz über eine App. Die Ausstattung ist eher durchschnittlich. Man arbeitet eher mit veraltetem Gerät und Tools, bei denen es mittlerweile deutlich bessere und moderne Optionen am Markt gibt.

Kommunikation

Die Kommunikation findet hauptsächlich top-down statt. Es gibt monatlich ein Meeting mit den Geschäftsführern, bei dem einige Neuigkeiten geteilt werden und bei dem auch unanonymisiert Fragen gestellt werden können. Ansonsten ist man darauf angewiesen, dass die Führungsperson Informationen weitergibt, was daher stark variiert. Meine Erfahrung ist, dass Mitarbeitende kaum gehört werden und Feedback oder Verbesserungsvorschläge nicht weitergegeben oder direkt im Keim erstickt werden.

Gleichberechtigung

Es gibt Frauennetzwerke und eine Frauenvertretung innerhalb der Stromnetz, die auch tolle Arbeit machen. Der Frauenanteil ist aber immer noch sehr gering und ab und an bekommt man auch zu spüren, dass die SNB eigentlich noch eine Domäne des alten weißen Mannes ist.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind soweit in Ordnung, aber man muss damit rechnen, dass man für den Mülleimer arbeitet, da Projekte oft nicht zu Ende gebracht oder depriorisiert werden. Zudem wird mit veralteten Methodiken und Tools gearbeitet und man hinkt in der Entwicklung Jahre zurück, wenn man es mit der freien Wirtschaft vergleicht.


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Umwelt-/Sozialbewusstsein

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Arbeitgeber-Kommentar

Personalentwicklung & KulturEmployer Branding

Liebe*r (ehemalige*r) Kolleg*in,

Danke, dass Du Dir die Zeit für eine so ausführliche und differenzierte Bewertung genommen hast. Es ist uns wichtig, diese Rückmeldungen ernst zu nehmen – gerade auch dann, wenn sie kritisch sind.
Du sprichst Punkte an, die wir selbst sehr bewusst sehen: Stromnetz Berlin befindet sich aktuell in einem umfassenden Transformationsprozess. Dabei geht es genau um Themen wie Führungskultur, Zusammenarbeit über Bereichsgrenzen hinweg, moderne Arbeitsweisen sowie Strukturen und Entscheidungswege. Uns ist klar, dass wir hier noch Luft nach oben haben und dass Veränderungen Zeit, Konsequenz und auch kritisches Feedback brauchen.
Gleichzeitig nehmen wir Deine Hinweise zu Hierarchien, Kommunikation und Führung sehr ernst. Der Anspruch, flacher, offener und partizipativer zu arbeiten, ist da – die konsequente Umsetzung im Alltag ist ein Weg, auf dem wir uns aktuell noch nicht überall so weit befinden, wie wir es selbst sein möchten.
Dein positives Feedback zu Work-Life-Balance, Vergütung, Benefits und dem direkten Kolleg*innenzusammenhalt freut uns sehr. Gerade dieser starke Zusammenhalt im Team ist eine wichtige Basis für die weiteren Veränderungen, die wir anstoßen und vorantreiben wollen.

Danke für Deine Offenheit und die konkreten Verbesserungsvorschläge. Solche Rückmeldungen helfen uns, Entwicklungsfelder zu erkennen und gezielt an den richtigen Stellschrauben zu arbeiten.
Alles Gute für Deinen weiteren Weg – beruflich wie privat.

Viele Grüße
Dein Team Personalentwicklung & Kultur von Stromnetz Berlin

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Puls

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.