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Studioline 
Photography
Bewertung

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Wenn du Fotografie liebst, dann such dir einen anderen Job.

1,9
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 bei studioline Photography in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Arbeit im Team ist meist sehr angenehm und kollegial, besonders innerhalb der Fotografen.

Manche Studios bieten genug Raum, um Kunden in Ruhe zu beraten und kreative Shootings durchzuführen.

Die Studiomanager sind in der Regel nett, transparent und unterstützend.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Kommunikation in höheren Hierarchien ist stark verbesserungswürdig. Area Manager sind oft wortkarg und informieren kaum über Veränderungen oder Fortschritte, sodass Entscheidungen für Mitarbeiter oft undurchsichtig bleiben. Innerhalb der Teams funktioniert die Kommunikation zwar gut, aber sobald es um die Hierarchieebenen darüber geht, fehlt Transparenz.

Das Gehalt für Fotografen ist deutlich zu niedrig, besonders in Städten wie Berlin, und steht in keinem Verhältnis zum psychischen und physischen Einsatz. Verantwortung wird häufig unter der Hand übertragen, aber eine angemessene Vergütung dafür gibt es kaum.

Arbeitszeiten und Schichtplanung sind unflexibel. Schichtpläne werden oft erst kurzfristig bekanntgegeben, und freie Tage – insbesondere Samstage – sind schwer durchsetzbar. Kreative Aufgaben und Fotoshootings, die eigentlich die interessantesten Tätigkeiten sind, kommen nur selten vor, da man meist stark eingebunden ist und kaum Zeit für individuelle Kundenbetreuung hat. Zusätzlich führen Fließbandaufgaben und unnötige Materialverschwendung, etwa beim Druck, zu Frustration.

Verbesserungsvorschläge

1. Kommunikation & Transparenz
- Kommunikation auf allen Hierarchieebenen verbessern, nicht nur im Team.
- Area Manager sollten regelmäßig über Fortschritte und Änderungen informieren.

2. Arbeitsbedingungen & Arbeitszeiten
- Schichtpläne rechtzeitig und verlässlich bereitstellen.
- Flexiblere freie Tage ermöglichen (z. B. Samstag frei, wenn möglich).

3. Gehalt & Vergütung
- Faire Bezahlung für Fotografen, die psychisch und physisch stark eingebunden sind.
- Verantwortungsvolle Aufgaben sollten angemessen vergütet werden.
- Gehalt an Lebenshaltungskosten in Städten wie Berlin anpassen.

4. Arbeitsaufgaben & Motivation
- Kreative Aufgaben und Fotoshootings häufiger ermöglichen.
- Fließband- oder Standardaufgaben reduzieren, um Motivation zu steigern.

5. Mitarbeiterbindung & Teamkultur
- Positives Arbeitsumfeld fördern, sodass Außenseiter nicht entstehen.
- Teamaktivitäten, besonders in ruhigen Zeiten, stärken.
- Mitarbeiterbindung strategisch verbessern, um Loyalität zu fördern.

6. Karriere & Weiterbildung
- Klare Karrierewege und Weiterbildungsmöglichkeiten schaffen.
- Verantwortung angemessen vergüten und nicht nur „unter der Hand“ übertragen.
- Motivation fördern, statt Mitarbeiter nur zum besseren Verkaufen anzutreiben.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist an sich gut, aber das hängt auch stark vom Team ab – also davon, mit wem du zusammenarbeitest. Je größer das Studio ist, desto angenehmer wird die Atmosphäre, weil man dann mehr Platz hat und sich bei Bedarf mit dem Kunden zurückziehen kann, um in Ruhe beraten zu können. Das Studio am Burgplatz in Leipzig war dafür ideal.

Image

Das Image des Unternehmens ist schlecht, was man unter anderem an den Kununu-Bewertungen sehen kann. Ich glaube aber, dass das Image nicht nur innerhalb des Unternehmens unter den reinen Fotografen schlecht ist, sondern auch auf dem Arbeitsmarkt, wenn man als Fotograf woanders arbeiten möchte. Nach meiner Ausbildung hatte ich große Schwierigkeiten, einen anderen Job zu finden, und bin mittlerweile auch nicht mehr in der Fotografie tätig.

Ich glaube allerdings, dass das anders aussieht, wenn man einen Bürojob hat und wenig bis gar nichts mit den einfachen Mitarbeitern (Fotografen) zu tun hat.

Work-Life-Balance

Nicht wirklich vorhanden. Klar, man muss dazu sagen: Man arbeitet in einem Einkaufscenter, und die haben nun mal feste Öffnungszeiten, an die man sich halten muss. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass du bei einer Spätschicht meistens bis 20–21 Uhr arbeitest. Danach bist du – vor allem im Weihnachtsgeschäft – komplett durch mit den Nerven.

Der Sonntag ist dein regelmäßiger freier Tag, aber der zweite freie Tag variiert je nach Schichtplan: mal Montag, mal Dienstag und so weiter. Wenn du allerdings samstags frei haben möchtest, brauchst du dafür einen wirklich guten Grund – sonst ist das kaum durchsetzbar.

Eigentlich ist es vom Studiomanager erwünscht, dass der Schichtplan weit im Voraus steht. Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass du den Plan für die nächste Woche erst am Donnerstag oder Freitag bekommst.

Karriere/Weiterbildung

Ich glaube, das ist nicht wirklich erwünscht. Wenn du die Karriereleiter weiter hochsteigen oder dich weiterbilden möchtest, müssten sie dir eigentlich auch entsprechend mehr Gehalt zahlen – etwas, das sie aber tunlichst vermeiden.

Deshalb wird einem unter der Hand immer mehr Verantwortung übertragen, aber sobald es darum geht, diese auch angemessen bezahlt zu bekommen, wird man abgebügelt.

Gehalt/Benefits

Wenn man das alles mal Revue passieren lässt, wird einem sehr schnell bewusst, dass man für die Arbeit, die man dort verrichtet, und das Commitment, das man dafür aufbringen muss, eindeutig unterbezahlt wird.

Als reiner Fotograf ist das Maximum, das man verdient, 13,50 €/h – was in Berlin kaum ausreicht, um ohne einen Minijob nebenbei eine vernünftige Wohnung zu bezahlen. Dieses Gehalt ist also nicht nur für das, was man psychisch einbringt, viel zu niedrig, sondern generell auch für das Leben in Berlin unzureichend.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nicht gut – aber was soll man auch in einem Fotostudio erwarten. Pro Kunde wird mindestens ein 13×18-Bild ausgedruckt, das häufig sowieso irgendwo liegen bleibt.

Zusätzlich wird man immer wieder dazu angewiesen, „Maxi-Bilder“ auszudrucken und zu verkaufen, die in etwa 50 % der Fälle gar nicht abgenommen werden und dann im Schredder landen – eine enorme Papierverschwendung.

Außerdem schneiden die Drucker aus irgendeinem Grund immer vier Streifen vom Papier ab, bevor überhaupt etwas gedruckt wird. Da wir sehr viel drucken, summiert sich dieser Verlust natürlich stark. Vielleicht ließe sich das aber irgendwie anders einstellen.

Kollegenzusammenhalt

Wenn du als Fotograf in einem der übrig gebliebenen Studios arbeitest, ist der Zusammenhalt unter den Mitarbeitern zwar groß – aber im Grunde nur deshalb, weil alle in der gleichen unglücklichen Situation stecken wie jeder andere Fotograf auch. Man ist nicht wirklich vom Führungspersonal überzeugt, sieht enormes Verbesserungspotenzial und ist teilweise einfach nur enttäuscht. Genau diese Haltung schweißt einen zusammen: Man muss ja durch das gleiche „Elend“ durch – so lautet die Devise.

Meistens sind sogar die Mitarbeiter, die noch halbwegs positiv gestimmt sind, eher die Außenseiter. Aber warum ist das so? Ich erkläre mir das ehrlich gesagt nur dadurch, dass die Arbeit reine Fließbandarbeit ist und die Area Manager uns – trotz ihres mangelnden Wissens darüber, was eigentlich im Studio passiert – erklären wollen, wie alles ablaufen soll und wie wir verkaufen sollen. Die Mitarbeiterbindung ist dadurch einfach nicht besonders gut.

Zudem ist auch das Gehalt leider nicht gut.

Umgang mit älteren Kollegen

Tendenziell haben sie das einfach nicht. Die meisten sind zwischen 20 und 30 Jahre alt.

Vorgesetztenverhalten

Dein/e Studiomanager/in ist meistens wirklich nett und transparent – da muss man schon sehr viel Pech haben, um eine schlechte Erfahrung zu machen. Anders sieht es aus, wenn man die Hierarchie eine Ebene höher betrachtet. Siehe dazu auch den Abschnitt „Kommunikation“.

Kommunikation

Die Kommunikation im Team selbst ist eigentlich sehr gut und transparent. Je nachdem, in welchem Team du arbeitest, fühlt es sich fast wie eine kleine Familie an – dort wird offen und ehrlich miteinander gesprochen.

Sobald es aber in der Hierarchie einen Schritt weiter nach oben geht, bricht diese Kommunikation schlagartig ab. Die Area Manager sind oft sehr wortkarg, außer wenn es darum geht, die Mitarbeiter vermeintlich zu motivieren, damit sie besser verkaufen. Nach der Insolvenz wurde groß angekündigt, dass sich Dinge ändern würden – gespürt hat man davon bisher allerdings nichts, und über den Fortschritt wird ebenfalls nicht berichtet.

Gleichberechtigung

Zu diesem Punkt kann man gar nicht so viel sagen. Wenn man – so wie ich – als einfacher Fotograf angestellt war, ist man im Grunde sehr gleichgestellt mit allen anderen Fotografen. Der Studiomanager steht natürlich etwas über einem, aber das merkt man kaum.

Interessante Aufgaben

Hier kommt es ganz darauf an, zu welcher Zeit des Jahres du arbeitest. Tendenziell kann man sagen, dass die spannendste Aufgabe die Fotoshootings sind, die interessant und richtig cool sein können. Das passiert allerdings eher selten, weil du meistens stark eingebunden bist und kaum Zeit hast, dich wirklich mit den Kunden auseinanderzusetzen.

Wenn du es aber schaffst, und das Shooting an einem ruhigen Tag gegebenenfalls verlängern kannst, kann es – je nach Kunde – sehr kreativ sein und richtig viel Spaß machen.

Andersherum ist es auch sehr schön, wenn man als Team im Sommer gemeinsam an kreativen Aufgaben arbeitet. Das kommt in den Sommermonaten auch häufiger vor.


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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.