Gut am Arbeitgeber finde ich
- Pünktliches Gehalt (kommt immer in den ersten 10 Tagen im Monat)
- Die Personalabteilung ist super nett, schnell und hilfsbereit
- Flexible Arbeitszeiten
- Du-Ansprache
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- z. T. das Vorgesetztenverhalten von einzelnen Personen:
- Druckaufbau, der nicht mehr normal ist
- Kritik bei Fehlern, die zum Teil an bloßstellen erinnert, vor anderen
Praktikanten
- Zeit verschwenden
- Feedback zu Formulierungen wird z. T. ignoriert, selbst wenn die
Mehrheit dafür ist etc.
- kleinlich, selbst wenn nur ein Fehler im Text ist, wird mehr Zeit
verschwendet, indem die PM es nicht selber korrigieren, sondern es
Praktikanten zurückschicken
- Erwartung insgeheim Überstunden zu machen um das (unrealistische) Wochenziel zu erreichen
- Onboarding ist z. T. noch zu unorganisiert (je nachdem wer Zeit hat, übernimmt die Person ein Teil und man bekommt halt nicht alle Informationen, weil sie es vergessen zu erwähnen etc.), macht am besten eine Checkliste pro Praktikant
Verbesserungsvorschläge
- Realistischere Wochenziele (besonders sollte unterschieden werden bei den Fächern) -> weniger Artikel pro Woche
- Nicht tägliche Videocalls im Content Team
- Projektmanager sollten weniger auf ihren Stress fokussiert sein, da es auch die Ansprechpartner für die Praktikanten eigentlich sind und nicht alles auf die Praktikanten abschieben (Fragen von anderen, Zusammenfassungen von den täglichen Call etc.)
Arbeitsatmosphäre
Es kam auf die Person an. Mein Projektleiter ist zwar an sich nett, aber er baut unglaublich viel Druck auf, weil er selber viel Druck hat und es werden auch Leute bei Fehlern zum Teil in der Gruppe (auch Remote) bloßgestellt (auch wenn er es glaube ich nicht wirklich absichtlich macht, habe ich mit 2 betroffenen Praktikanten gesprochen, die es als erniedrigend empfanden. Es war mega unangenehm das zu sehen und man hätte das etwas besser formuliert kritisieren können).
Es wird davon ausgegangen, dass man nichts anderes hat im Leben als Studyflix und dass man trotz wirklich guten Gründen (z. B. Textlänge für das Thema) trotzdem unter Druck gesetzt wird das Wochenziel zu schaffen. Zudem ist das Wochenziel darauf ausgelegt, dass man es nur in mathematischen Fächern schafft oder halt im Deutsch-Bereich. Bei Geschichte etc. ist es schwer es zu schaffen ohne Überstunden
Image
Um ehrlich zu sein ist das Image nicht so toll. Man sollte sich mehr als Arbeitgeberwerber präsentieren und auch mehr Leute einstellen (und nicht Praktikanten, die ernsthaft z. T. auch in der Vergangenheit mal Texte von anderen Webseiten einfach nur kopiert haben) einstellen, die mehr Ahnung haben. Zum Teil schreiben einige Praktikanten Texte über Themen, die sie eindeutig nicht kennen.
Durch die zwei Vorkorrekturen ist es nicht mehr wirklich oder schwerer möglich, dass etwas nur kopiert wird von einem Praktikanten, aber trotzdem sollte man mehr professionelle Leute einstellen, damit die Seite einen besseren Ruf bekommt
Work-Life-Balance
Theoretisch gibt es eher flexible Arbeitszeiten, aber man wird trotzdem vom Projektleiter manchmal mitten am Tag angerufen (wenn es irgendein Problem gibt sogar mehrfach pro Tag) und es gibt beim Content Team einen täglichen Video Call, wo Probleme besprochen werden und man sich rechtfertigen soll, wie viel man gemacht hat und wie man das erhöht. Aber ansonsten kann man z. T. einfach zwischendurch zum Arzt etc.
Es gibt mehrere von uns (auch ich), die Überstunden am Wochenende machen, damit wir die Artikel pro Woche erreichen. Bei Mathe geht es halbwegs, aber bei anderen Fächern ist es viel zu hoch. Es gibt kaum jemanden, der nicht länger arbeitet. Egal ob in Voll- oder Teilzeit.
Außerdem wird die Work-Life-Balance schlechter werden, weil es weniger Praktikanten im Content Team bald geben wird, weil ich und einige andere Praktikanten aufhören werden im Sommer und bisher noch nicht so viele nachgekommen sind. Das ändert sich vielleicht, aber bisher sieht es halt na ja aus.
Karriere/Weiterbildung
Ich denke das ist gut, da man als Werkstudent (wenn man gut arbeitet) übernommen wird oder sogar fest angestellt wird und höhere Positionen gerne an Mitarbeiter verteilt werden, wenn eine Position frei ist.
Nur bleiben viele nicht sehr lange dort und kündigen kurzfristig (wahrscheinlich wegen des Stresses und die Überstunden, weil viele Positionen schwer besetzt werden und monatelang ein Mangel herrscht, der oft durch die Praktikanten gestopft wird. Der Mangel herrscht so ziemlich in jeder Abteilung)
Gehalt/Benefits
Es ist bezahlt und von was ich so gesehen habe, ist es im Durchschnitt (es gibt halt immer welche, die mehr oder weniger bezahlen). Der Bonus, der hier erwähnt wurde, ist eher ein Witz. Man bekommt einen sehr niedrigen zweistelligen Betrag als Gutschein, den sie von der Steuer absetzen können, wenn man seine Artikelanzahl pro Woche übertrifft (aber ich denke nicht, dass es jede Woche möglich ist, sondern es war glaube ich nur pro Monat). Aber ohne Überstunden geht es eigentlich nicht. Ich habe es einmal bekommen, weshalb ich mir jetzt nicht so sicher bin, wann man es bekommt.
Aber die Überstunden lassen den Bonus und das Gehalt echt nicht so toll aussehen. Ich würde auch nicht sagen, dass bei Studyflix mehr als beim Durchschnitt bezahlt wird. Für ein Praktikum (ohne Überstunden) ist es okay bis gut, aber so wie jemand es hier schrieb, ist es für einen Praktikanten, der alles übernimmt, was ein Festangestellter macht, eindeutig zu niedrig (plus die Überstunden je nach Fach)
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ich habe nichts zu diesem Aspekt gehört und es wurde nirgends damit geprahlt. Ich gebe 2 statt 3 Sterne, da andauernd bei 1 zu 1 Gesprächen und den Gruppengesprächen der Zwang entsteht die Videokamera auch anzumachen, was mega schädlich ist für die Umwelt
Kollegenzusammenhalt
Zuerst denkt man, dass es gut ist und alle sind nett, aber jeder kämpft für sich. Ich habe mitbekommen bei einer anderen Praktikantin, wie jemand anderes ihren Text korrigiert hatte und es dadurch etwas falsch war und die Person hat so getan, als ob die Praktikantin es alleine fehlerhaft getan hat etc. Die Praktikantin wurde dann im täglichen Video Call etwas bloß gestellt und tat mir leid. So was ist jetzt nicht so selten.
Mein Projektleiter ist zufrieden mit mir, weil ich viele Texte für Mathe schreibe, aber jeder wirft einen anderen vor den Bus, wenn es zu Problemen kommt. Die Praktikanten haben untereinander dank dem Remote-Teil kaum Kontakt bzw. gar nicht (nur bei Fragen)
Umgang mit älteren Kollegen
Um ehrlich zu sein, gibt es keine älteren Kollegen, deshalb gebe ich 5 Sterne. Ich glaube, es bewerben sich halt keine älteren Menschen hier (z. T. auch wegen der Überstunden und weil es moderner ist)
Vorgesetztenverhalten
Es kommt auf die Person an, die eine Projektleiterin (bei der ich nicht bin) scheint nett zu sein, aber mein PM ist zwar nett, aber übt sehr viel Druck aus. Nicht selten reden wir Praktikanten manchmal über ihn, wenn wir mal alleine etwas besprechen und nicht nur eine Person fühlt sich nicht 100% wohl. Menschlich ist er nett, aber ich finde es nicht in Ordnung, wie generell nun mehr Verantwortung auf uns Praktikanten abgewälzt wird, damit die PMs entlastet werden.
Dadurch arbeiten wir z. T. seit Mai nun etwas mehr und haben mehr Stress. Wir sind nur Praktikanten und nicht Projektmanager, also stellt bitte mehr ein! Und wenn man andauernd (!) das Wochenziel nicht erreicht (außer in den Mathebereich und selbst dort nicht immer), dann sollte man doch mal das Wochenziel überdenken. Es kann doch nicht sein, dass man es andauernd nicht erreicht (besonders nicht ohne Überstunden) und es nicht nach unten hin verändert wird oder wenigstens pro Bereich das Ziel pro Woche verändert wird.
3 Sterne gibt es, weil wir den Gründer kennenlernen konnten und man versucht nett zu sein zu allen
Arbeitsbedingungen
Ich bin selber Remote, aber ich denke mal sie haben alles, was notwendig ist (aber bestimmt keinen Luxus wie z. B. Tageslichtlampen etc.)
Kommunikation
An sich kann man jeden fragen bei Problemen, aber man ist auf die anderen Praktikanten 90% der Zeit angewiesen, die auch nicht alles wissen und natürlich genervt sind. Ich bin seit November 2021 hier und werde andauernd wegen etwas gefragt, was störend ist.
Und ich selber wurde auch nicht gut von meinem Projektleiter eingeführt (man hat sich Mühe gegeben, aber es wurden trotzdem viele Sachen vergessen, weshalb man von mir Sachen erwartete, die ich noch nicht mal kannte. Ich versuche den anderen Praktikanten viel zu helfen, weil es echt blöd ist so unwissend dazustehen, aber macht euch doch mal eine Checkliste, was ihr den Praktikanten erzählt!)
Gleichberechtigung
Ich denke es ist gut, aber weniger Frauen sind in höheren Positionen (aber das kann auch daran liegen, dass Frauen eher nicht so bereit sind so viele Überstunden zu machen. Darüber wurde auch im Wochencall ein Witz gemacht, dass die PMs hinschmeißen wollen, wenn sie weiter Überstunden machen müssen über Monate hinweg)
Interessante Aufgaben
Na ja, man kann sich die Themen aus einer Liste aussuchen im Content Bereich und muss dann von 4 Webseiten es mit SEO Keywords zusammenfassen. Es ist um ehrlich zu sein langweilig, außer man hat total Freude an dem Thema.
Das Vorkorrigieren (2. Runden) macht auch nicht so viel Spaß
Und das sollte noch bei Vorgesetztenverhalten hin (aber der Platz reichte nicht aus):
Es ist nervig, dass der PM einen selbst den Text zurückschickt, wenn man ein Wort aus Versehen doppelt da hingeschrieben hat, wenn sonst alles okay ist. Als ob der PM es nicht selber rausnehmen kann. Stattdessen muss man wegen so einer lächerlichen Aktion den Fehler suchen und der PM muss es einen über Asana erst einmal wieder schicken und den Fehler markieren, anstatt dass er es selber korrigiert.
Am Anfang des Praktikums (habe ich von anderen mitbekommen) hat er sogar wegen so einen lächerlichen Fehler die Person angerufen, es dann der Person geschickt, damit die Person es verbessert, damit der PM es wieder bekommt. Das hat im Endeffekt länger gedauert, als wenn er es selber korrigiert hätte