Viel Potenzial nach oben.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Sommerfest :)
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die hohe Arbeitsbelastung und mangelnde Struktur in der Einarbeitung.
Der teils respektlose Umgangston der Führungsebene gegenüber "gewerblichen" Mitarbeitern.
Veraltete mobile Arbeitsmittel (Handys) und Fahrzeuge.
Das Image beim Kunden leidet unter internen Organisationsmängeln (verbrannte Erde).
Verbesserungsvorschläge
Der junge Inhaber ist grundsätzlich auf dem richtigen Weg und bringt gute Impulse ein. Damit diese Vision jedoch im Alltag ankommt, bedarf es einer Neuausrichtung in der Geschäftsführung ! und einem deutlichen Ausbau des mittleren Managements.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist leider sehr belastet. Abgesehen von wenigen Ausnahmen und dem Entwickler-Team herrscht eine tiefgreifende Unzufriedenheit. Die hohe Fluktuation wird besonders in Aussagen von langjährigen Mitarbeitern deutlich, die sarkastisch anmerken, dass es sich kaum lohne, die Namen neuer Bauleiter zu lernen, da diese das Unternehmen ohnehin zeitnah wieder verlassen.
Image
Das Image bei den Kunden ist unterschiedlich, befindet sich aber oft bei Kunden die Stührenberg länger kennen an einem Tiefpunkt. Aussagen von Kunden, dass sie mit der Firma ‚kein Wort mehr wechseln‘ wollen, verdeutlichen den Vertrauensverlust durch interne Fehlplanung und personelle Engpässe. Besonders kritisch empfand ich die Prioritätensetzung: Teils wurde die Leistungsfähigkeit intern oder gegenüber Kunden als ‚hoch‘ deklariert, während die tatsächlichen Kapazitäten längst erschöpft waren.
Work-Life-Balance
Work-Life-Balance ist okay, in der Praxis jedoch ausbaufähig. Unverständlich ist die starre Vorgabe einer 60-minütigen Pause bei 8 Stunden Arbeitszeit. Da der gesetzliche Standard niedriger liegt, wird dies von niemandem als Erholung, sondern als künstliche Streckung des Arbeitstages wahrgenommen.
Karriere/Weiterbildung
Sehr überschaubar. Das Thema Weiterbildung wird mit einer internen FAQ-Liste abgehakt. Wirkliche Schulungen oder Programme zur beruflichen Entwicklung sucht man vergeblich.
Gehalt/Benefits
Das Startgehalt war in Ordnung und entsprach dem Marktdurchschnitt. Die Vergütung ist fair und die Auszahlung erfolgt pünktlich. Weitere Sozialleistungen bewegen sich im branchenüblichen Rahmen. (Edenred /Jobrad, VL. u.s.w.)
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Energetisch OK (PV-Anlage, Wärmepumpe,einige Ladesäulen), ansonsten sind die Leistungen und das Umweltengagement eher branchenüblich. Es wird das Nötige getan, aber keine besonderen Akzente gesetzt.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt wird durch systembedingte Probleme massiv erschwert. Aufgrund der hohen Auftragslast und eines Mangels an ausreichend qualifizierten Fachkräften entstand regelmäßig ein Kampf um die Monteure, die man ohne Bedenken zum Kunden schicken konnte. Das führt zu einer Ellenbogenmentalität, da jeder nur noch versucht, seine eigenen Projekte irgendwie zu retten.
Umgang mit älteren Kollegen
Das Verhältnis zu erfahrenen Kollegen ist sachlich bis distanziert. Besonders auffällig ist die geringe Wertschätzung bei Renteneintritten: Wer nach Jahrzehnten im Betrieb geht, wird oft nur kurz während der Pause verabschiedet, was auf die verbleibende Belegschaft wenig motivierend wirkt. Zudem gibt es – dem Vernehmen nach – kaum Bemühungen, das Lohnniveau langjähriger Mitarbeiter an das von Neueinstellungen anzupassen.
Vorgesetztenverhalten
Es gibt deutliche Unterschiede in der Behandlung der Mitarbeitergruppen. In meiner Position war das Verhalten der Vorgesetzten noch in Ordnung, doch im Umgang mit dem Monteure zeigt sich oft ein Mangel an Wertschätzung und Professionalität. Ein respektvoller Umgang auf Augenhöhe sieht anders aus.
Arbeitsbedingungen
Licht und Schatten bei den Arbeitsmitteln: Während die stationären Plätze (Zwei-Mann-Zimmer, zwei Monitore) sehr gut ausgestattet sind, wird die Hitze auf der Südseite im Sommer ohne Klimatisierung zur Qual. Die technische Ausstattung für den Außeneinsatz ist leider nicht mehr zeitgemäß: Veraltete Diensthandys und das komplette Fehlen von Tablets erschweren die digitale Dokumentation erheblich. Auch die zwei Pool-Fahrzeuge der Bauleitung waren bereits 2025 merklich in die Jahre gekommen.
Kommunikation
Regelmäßige Meetings vorhanden, inhaltlich okay. Aber: Die Terminierung erfolgt ohne Rücksicht auf die Gleitzeit, was die zeitliche Flexibilität im Alltag stark einschränkt.
Gleichberechtigung
Die Zusammenarbeit ist harmonisch, allerdings ist die Rollenverteilung noch sehr klassisch. Dass es bisher keine Bauleiterinnen gibt, liegt nicht am fehlenden Potenzial, einige Assistentinnen hätten fachlich definitiv das Zeug dazu, sondern spiegelt eher die bestehenden Strukturen wider.
Interessante Aufgaben
Inhaltlich top, organisatorisch schwierig. Die Arbeit an den Anlagen macht Spaß, aber die Einarbeitung findet faktisch nicht statt. Durch den enormen Druck auf das Team (hohe Ausfallquote) muss man sofort komplexe Projekte übernehmen, für die man eigentlich noch gar nicht vorgesehen war.