Krise mit Ansage: Managementfehler auf Kosten der Mitarbeiter
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die schöne Landschaft auf dem Nachhauseweg.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es gibt leider unzählige Mängel in fast allen Unternehmensbereichen.
Verbesserungsvorschläge
Ein kompletter Eigentümerwechsel wäre dringend ratsam. Nur unter einer neuen, kompetenten Führung hat das Unternehmen eine faire Chance, die aktuelle Krise nachhaltig zu überstehen.
Arbeitsatmosphäre
Aufgrund von Fehlentscheidungen der häufig wechselnden Geschäftsführungen hat sich ein negatives und belastendes Arbeitsklima entwickelt. Vertrauen und Respekt fehlen völlig.
Image
Das Image ist auf einem historischen Tiefpunkt. Es wird die notwendige Instandhaltung und die Substanz des Unternehmens seit Jahren vernachlässigt. Dieser qualitative Verfall bleibt mittlerweile auch den Geschäftspartnern nicht mehr verborgen.
Work-Life-Balance
Es wird eine immense Erwartungshaltung an die zeitliche Flexibilität und Mehrarbeit gestellt. Ein Ausgleich oder eine angemessene Vergütung für diesen Einsatz findet selten statt.
Karriere/Weiterbildung
Entwicklungsmaßnahmen werden auf das absolute Minimum reduziert und nur dann genehmigt, wenn sie betrieblich zwingend erforderlich sind.
Gehalt/Benefits
Die Benefits beschränken sich hauptsächlich auf gelegentliches Obst und einen Kaffeeautomaten. Die Gehaltszahlung wirkt oft nicht wie eine Selbstverständlichkeit, sondern wie ein Zugeständnis.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Hier herrscht eine starke Diskrepanz zwischen Außendarstellung und Realität. Während beim Essen auf Nachhaltigkeit geachtet wird, investiert man in eine ineffiziente Ölheizung. Besonders mangelhaft: Für Arbeitsbereiche, in denen die Temperaturen regelmäßig unter 15 Grad fallen, wird keine adäquate Wärmekleidung gestellt. Mitarbeiter müssen sich auf eigene Kosten ausstatten.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt leidet stark unter dem Druck von oben. Das Klima ist von Eigenschutz geprägt; man zieht sich zurück, um nicht in interne Konflikte hineingezogen zu werden.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Altersdurchschnitt steigt kontinuierlich, da kaum junge Nachwuchskräfte mehr gewonnen werden können. Zudem versuchen viele Leistungsträger unter 50 Jahren aktiv, das Unternehmen zu verlassen.
Vorgesetztenverhalten
Ein professionelles, zeitgemäßes Führungsverhalten ist nicht vorhanden. Ein derart unprofessionelles Verhalten habe ich in meiner gesamten beruflichen Laufbahn noch nicht erlebt.
Arbeitsbedingungen
Die physischen und psychischen Arbeitsbedingungen sind rückschrittlich. Als Mitarbeiter fühlt man sich nicht als wertgeschätzter Teil des Betriebs, sondern lediglich als reine Verfügungsmasse ohne Rechte.
Kommunikation
Es gibt keine sachliche Diskussionskultur. Es setzt sich tendenziell derjenige durch, der am lautesten auftritt, anstatt auf Argumente zu hören.
Gleichberechtigung
Entscheidungen und Aufstiegschancen basieren primär auf persönlicher Sympathie statt auf Leistung. Dies hat dazu geführt, dass sich einige Mitarbeiter perfekt an die ständig wechselnden Geschäftsführungen anpassen, um "Vorteile" zu erlangen.
Interessante Aufgaben
Ich schätze meine eigentliche Tätigkeit sehr und übe sie gerne aus. Allerdings leidete die Arbeitsfreude massiv unter den Rahmenbedingungen, dem schlechten Klima und der spürbaren Respektlosigkeit im Alltag.