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Süd.Com 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Agentur voller Red Flags

1,4
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2023 im Bereich Design / Gestaltung in Fellbach gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

• Eine optisch ansprechende Bürogestaltung mit viel Liebe zum Detail.
• Grundsätzlich interessante Kunden und Projekte.
• Moderne technische Ausstattung, unter anderem höhenverstellbare Schreibtische und MacBooks.
• Einzelne Kolleg:innen, mit denen die Zusammenarbeit angenehm und konstruktiv war.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

• Mangelhafte und unklare Kommunikation über verschiedene Kanäle hinweg.
• Fehlende Führungsstruktur und wenig konstruktives Feedback.
• Aufgesetzte Harmonie und ein Arbeitsklima, das von Unsicherheit geprägt war.
• Kaum strukturierte Einarbeitung und wenig verlässliche Prozesse.
• Versprochene Flexibilität (z. B. Homeoffice), die im Arbeitsalltag schwer umzusetzen war.
• Kaum erkennbare Perspektiven in Bezug auf Weiterentwicklung und Karriere.

Verbesserungsvorschläge

• Klare und transparente Kommunikationsstrukturen einführen und Informationen zentral bündeln.
• Führungskräfte gezielt in Mitarbeiterführung, Feedbackkultur und Kommunikation schulen.
• Realistische Versprechen im Bewerbungsprozess machen und diese auch im Arbeitsalltag konsequent umsetzen.
• Strukturiertes Onboarding etablieren, um neue Mitarbeitende fachlich und organisatorisch besser einzuarbeiten.
• Arbeitsbedingungen (Klima, Räume) nachhaltig verbessern.
• Weiterbildungsmöglichkeiten nicht nur ankündigen, sondern verbindlich anbieten.
• Eine offenere Feedback- und Fehlerkultur fördern, in der Probleme direkt und respektvoll angesprochen werden können.

Arbeitsatmosphäre

Anfangs wirkte die Atmosphäre in Ordnung. Mit der Zeit hat diese Fassade jedoch deutlich gebröckelt. Ich habe bei mehreren Kolleg:innen mitbekommen, dass sie um ihren Job bangen mussten. Insgesamt entstand für mich eher der Eindruck von einer aufgesetzten Harmonie und einer Kultur, in der man sich nicht traut, offen zu sprechen.

Kommunikation

Die Kommunikation war für mich eine große Schwachstelle. Informationen wurden über mehrere Kanäle verteilt, oft unvollständig oder gar nicht weitergegeben. Mehrfach wurde behauptet, ich hätte bestimmte Infos bereits erhalten, obwohl das nicht der Fall war.
Es gab eine Projektmanagerin, auf deren Koordination ich mich verlassen habe, die jedoch selbst keinen klaren Überblick hatte. Rückblickend wurde mir genau dieses Vertrauen zum Verhängnis.
Zusätzlich fehlten klare Anweisungen seitens der Arbeitgeberin. Sie wirkte oft schwer erreichbar, was Entscheidungen und Abstimmungen unnötig erschwert hat. Feedback war überwiegend angreifend und selten konstruktiv.

Kollegenzusammenhalt

Ich habe erlebt, dass es Kolleg:innen gibt, die nie ein anderes Unternehmen kennengelernt haben und seit vielen Jahren in derselben Agentur arbeiten. Dadurch entstand für mich der Eindruck, dass einzelne versuchten, sich selbst besser darzustellen, indem andere schlechtgeredet wurden – vermutlich aus Sorge um die eigene Position.
Als besonders schwierig empfand ich, dass Probleme nicht direkt mit mir angesprochen wurden, sondern stattdessen hinter meinem Rücken an die Arbeitgeberseite herangetragen und gegen mich verwendet wurden, um selbst besser dazustehen.

Work-Life-Balance

Mein Eindruck war, dass die gelebte Work-Life-Balance nicht vollständig dem entsprach, was im Bewerbungsgespräch vermittelt wurde. Dort wurde das Thema Homeoffice sehr locker dargestellt, sodass der Eindruck entstand, flexibles Arbeiten sei selbstverständlich. In der Praxis war es jedoch deutlich schwieriger, dieses Thema überhaupt vertraglich zu regeln.
Nach der Anstellung hatte ich das Gefühl, stark dafür argumentieren zu müssen, um einen Homeoffice-Tag pro Woche zu erhalten. Insgesamt entstand bei mir der Eindruck, dass Homeoffice – insbesondere für neue Mitarbeitende – nicht selbstverständlich war und Vertrauen erst über längere Zeit aufgebaut werden musste.

Vorgesetztenverhalten

Mein persönlicher Eindruck war, dass das Verhalten stark von Machtgefällen geprägt war. Es fehlte aus meiner Sicht an klarer Führung und professioneller Kommunikation. Gespräche wirkten oft ausweichend, und selbst bei räumlicher Nähe entstand kein Gefühl von Offenheit oder Vertrauen.
Feedbackgespräche fanden erst statt, als Probleme bereits eskaliert waren. Dadurch gab es für mich keine echte Chance, mich zu verbessern oder mich zu beweisen. Konstruktive Kritik blieb aus, stattdessen wurden überwiegend negative Punkte aufgezählt, ohne auch positive Leistungen anzuerkennen. Insgesamt empfand ich dieses Verhalten als belastend und wenig förderlich.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben an sich waren grundsätzlich in Ordnung, und die Zusammenarbeit mit den Kund:innen verlief meist positiv. Allerdings fehlten klare Strukturen, wodurch vieles parallel und ungeordnet lief.
Eine ausreichende Einarbeitung fand aus meiner Sicht nicht statt, sodass die Arbeitsbelastung schnell sehr hoch wurde. Häufig wurden falsche oder veraltete Dateien weitergeleitet, Ordnerstrukturen änderten sich laufend und es wurde erwartet, sofort den Überblick zu haben. Dieses fehlende System führte dazu, dass selbst langjährige Kolleg:innen Schwierigkeiten hatten, den Überblick zu behalten.

Arbeitsbedingungen

Die Innenarchitektur war optisch ansprechend gestaltet, unter anderem mit vielen Pflanzen. Allerdings waren die klimatischen Bedingungen aus meiner Sicht problematisch: Im Sommer wurde es sehr heiß, im Winter hingegen zu kalt.
Im hinteren Bereich bestand die Decke aus einer Art milchiger Kunststoffverkleidung, durch die sich die Büroräume bei Sonneneinstrahlung zusätzlich aufheizten.
Positiv hervorzuheben sind die höhenverstellbaren Schreibtische sowie die technische Ausstattung, da die meisten Mitarbeitenden mit MacBooks gearbeitet haben.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungsangebote wurden mehrfach in Aussicht gestellt, beispielsweise in Form von Workshops. Laut Aussagen langjähriger Kolleg:innen fanden diese jedoch selten oder gar nicht statt.
Ich selbst war nur relativ kurz im Unternehmen, konnte daher keine nachhaltige Weiterentwicklung erleben. Zudem habe ich vor, während und nach meiner Zeit im Unternehmen zahlreiche Kündigungen und Abgänge mitbekommen, was bei mir eher den Eindruck eines personellen Abbaus als eines gezielten Aufbaus von Mitarbeitenden hinterlassen hat.


Gehalt/Benefits

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.