Sungrow Deutschland GmbH Logo

Sungrow 
Deutschland 
GmbH
Bewertung

TopCompany6 Jahre

Modernes Image, chaotische Realität

2,1
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich Vertrieb / Verkauf in München gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das neue Büro ist modern und gut ausgestattet. Positiv ist außerdem die Tätigkeit in einer zukunftsorientierten Branche und die internationale Ausrichtung des Unternehmens.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Fehlende klare Strukturen, schwache Führung, mangelnde Kommunikation und kaum erkennbare Entwicklungsmöglichkeiten. Europäische Mitarbeiter werden aus meiner Sicht teilweise gegenüber der chinesischen HQ-Kultur benachteiligt. Chinesisch wird im Arbeitsalltag teilweise vorausgesetzt, während die Kommunikation auf Englisch nicht immer ausreichend funktioniert. Auch die Work-Life-Balance leidet unter der Erwartung, außerhalb der Arbeitszeit erreichbar zu sein.

Zudem halte ich die Kununu-Bewertungen für teilweise wenig aussagekräftig: Die Bewertung von Kununu ist Teil des Onboardings bzw. des Recruiting-Prozesses und bezieht sich teilweise auf den Bewerbungsprozess, nicht auf die tatsächliche Arbeitserfahrung im Unternehmen. Dadurch wird aus meiner Sicht ein zu positives Bild des Arbeitgebers vermittelt.

Verbesserungsvorschläge

Das Unternehmen sollte dringend grundlegende Probleme bei Führung, Kommunikation und Organisation angehen. Es fehlen klare Prozesse, Verantwortlichkeiten, Ziele und eine strukturierte Einarbeitung. Mitarbeiter sollten nicht auf eigene Faust herausfinden müssen, wie Dinge funktionieren, weil Zeit für Onboarding fehlt.

Das Unternehmen sollte sich zudem stärker an den europäischen Arbeitsmarkt und nicht ausschließlich an der chinesischen HQ-Kultur orientieren. Als europäischer Mitarbeiter entsteht teilweise der Eindruck, dass europäische Kollegen weniger Einfluss und schlechteren Zugang zu Informationen haben. Chinesisch wird im Arbeitsalltag teilweise vorausgesetzt, während die Kommunikation auf Englisch nicht immer ausreichend funktioniert.

Weniger Fokus auf Wachstum um jeden Preis und mehr Fokus auf funktionierende Prozesse, gute Führung, Mitarbeiterentwicklung und echte Integration würden dem Unternehmen dringend guttun.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre habe ich als angespannt, wenig wertschätzend und teilweise unangenehm empfunden. Die Kommunikation war aus meiner Sicht häufig nicht transparent, und als neuer Mitarbeiter hatte ich trotz mehrerer Monate nicht das Gefühl, wirklich ins Team integriert zu sein.

Die Einarbeitung war unzureichend, während gleichzeitig hohe Erwartungen an die selbstständige Bearbeitung komplexer Aufgaben gestellt wurden. Besonders negativ empfand ich den Umgang mit Fehlern, die teilweise gegenüber Kunden und anderen externen Beteiligten thematisiert wurden, anstatt sie zunächst intern und konstruktiv zu klären.

Eigene Ideen und Verbesserungsvorschläge wurden aus meiner Sicht nur begrenzt berücksichtigt. Insgesamt war die Arbeitsatmosphäre für mich enttäuschend und langfristig nicht tragbar.

Image

Das Unternehmen hat nach außen ein modernes und innovatives Image, insbesondere durch die Positionierung im Bereich erneuerbare Energien. Die interne Realität hat diesen Eindruck aus meiner Sicht jedoch nicht immer bestätigt. Die teilweise unklare Kommunikation, schwache Prozesse und mangelnde Mitarbeiterorientierung stehen für mich im deutlichen Gegensatz zum nach außen vermittelten modernen Unternehmensbild.

Work-Life-Balance

Eine gute Work-Life-Balance war aus meiner Erfahrung kaum gegeben. Es wurde erwartet, bei Bedarf auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten zu arbeiten. Zudem wurden berufliche Nachrichten und Anfragen von Kollegen häufig noch nach Feierabend oder sogar während des Urlaubs beantwortet bzw. verschickt. Dadurch entstand der Eindruck, dass eine klare Trennung zwischen Arbeitszeit und Freizeit nicht wirklich gelebt wurde.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nach außen wird viel Wert auf Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung gelegt. Im Arbeitsalltag konnte ich davon jedoch nur begrenzt etwas feststellen. Insbesondere beim sozialen Miteinander und bei der Einbindung der Mitarbeiter gab es aus meiner Sicht deutliche Defizite.
Die Art und Weise, wie das Unternehmen am europäischen Markt agiert, steht aus meiner Sicht teilweise im Widerspruch zu den langfristigen Interessen einer nachhaltigen europäischen Energiewirtschaft.

Karriere/Weiterbildung

Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten waren aus meiner Erfahrung kaum vorhanden. Es gab wenig klare Perspektiven, keine konkreten Entwicklungsziele und kaum regelmäßiges Feedback. Die nach drei Monaten erwartete Präsentation wirkte eher wie eine formale Pflicht als wie ein echter Bestandteil eines strukturierten Entwicklungsprozesses. Insgesamt hatte ich nicht das Gefühl, dass die langfristige Entwicklung der Mitarbeiter eine hohe Priorität hat.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt war aus meiner Erfahrung sehr schwach. Im Büro wurde unter Kollegen häufig auf Chinesisch kommuniziert, wodurch man sich als nicht-chinesischsprachiger Mitarbeiter schnell ausgegrenzt und isoliert fühlen konnte. Teilweise entstand der Eindruck einer sehr abgeschotteten Community, die sich nur begrenzt in das europäische Arbeitsumfeld integrierte. Auch beim Mittagessen war es keine Seltenheit, dass niemand versucht hat, andere Kollegen in Gespräche einzubeziehen oder überhaupt anzusprechen. Insgesamt fehlte mir ein echtes Gefühl von Teamgeist und gegenseitiger Einbindung.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten war aus meiner Erfahrung sehr enttäuschend. Es gab kaum konstruktives Feedback, keine klar definierten Ziele und wenig Orientierung. Von den Vorgesetzten stand aus meiner Sicht häufig die Erledigung von Aufgaben im Vordergrund, nicht die Entwicklung der Mitarbeiter. Gleichzeitig wurden hohe Erwartungen an Leistung und Verfügbarkeit gestellt. Die Kommunikation war teilweise schwierig, insbesondere auf Englisch, obwohl Englisch im internationalen Arbeitsumfeld eine zentrale Rolle spielt. Bei Problemen fühlte ich mich häufig eher allein gelassen als unterstützt.

Arbeitsbedingungen

Das neue Büro bietet grundsätzlich gute und moderne Arbeitsbedingungen. Allerdings befand sich der Standort während meiner Zeit dort noch teilweise im Umzug, weshalb nicht alles vollständig eingerichtet und organisiert war. Insgesamt sind die räumlichen Bedingungen positiv, auch wenn bei der Organisation und Ausstattung noch Verbesserungsbedarf bestand.

Kommunikation

Die Kommunikation im Unternehmen ist aus meiner Erfahrung sehr unstrukturiert und wenig transparent. Es fehlen vielfach klare und standardisierte Prozesse – vieles basiert auf individuellem Wissen und persönlicher Erfahrung einzelner Mitarbeiter. Informationen werden teilweise verspätet oder gar nicht weitergegeben, Zuständigkeiten sind nicht immer klar und wichtige Abstimmungen finden nicht zuverlässig statt. Als neuer Mitarbeiter wurde mir sogar vermittelt, dass für eine angemessene Einarbeitung kaum Zeit vorhanden sei. Dadurch entstehen unnötige Rückfragen, Missverständnisse und zusätzlicher Aufwand für die Mitarbeiter.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt war grundsätzlich in Ordnung, allerdings standen die Vergütung und die angebotenen Benefits aus meiner Sicht nicht wirklich im Verhältnis zu den Erwartungen, der Verantwortung und der teilweise geforderten Verfügbarkeit. Die Benefits waren eher durchschnittlich und haben für mich keinen besonderen Mehrwert geboten.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung wurde aus meiner Erfahrung nicht konsequent gelebt. Es entstand teilweise der Eindruck, dass bestimmte Mitarbeiter aufgrund ihrer Nähe zu bestimmten Personen oder Gruppen besser informiert und stärker eingebunden wurden. Gleichzeitig fühlten sich andere Mitarbeiter bei wichtigen Informationen und Entscheidungen eher außen vor. Transparenz und einheitliche Behandlung aller Mitarbeiter habe ich daher vermisst.

Interessante Aufgaben

Die Stelle klang auf dem Papier deutlich interessanter, als sie im Arbeitsalltag tatsächlich war. Ein großer Teil der Arbeit bestand aus repetitiven operativen Aufgaben, kurzfristigem „Firefighting“ und dem Hinterherlaufen bei Problemen, die durch fehlende oder ineffiziente Prozesse überhaupt erst entstanden. Für eigenständige Projekte, Prozessverbesserungen oder fachliche Weiterentwicklung blieb kaum Raum. Das vorhandene Potenzial der Position wurde aus meiner Sicht dadurch weitgehend verschenkt.

3Hilfreichfinden das hilfreich3Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

HR AbteilungHR Specialist

Vielen Dank für Ihre offene Rückmeldung.

Wir freuen uns über die positiven Aspekte, die Sie hervorheben, und nehmen zugleich kritische Anmerkungen ernst. Feedback von aktuellen und ehemaligen Mitarbeitenden ist für uns ein wichtiger Bestandteil unserer kontinuierlichen Weiterentwicklung.

Wir wünschen Ihnen für Ihre Zukunft alles Gute.

Loading...
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.