Mittelständischer Betrieb mit seinen Vor- und Nachteilen.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Kollegiale Umfeld hat mir wirklich sehr gefallen. Man findet einige Vorbilder und auch Freunde, wenn man das möchte. Man bekommt Rückendeckung wenn man sie braucht und auch nutzt. Mit Engagement kommt man auch schon sehr weit voran und lernt einiges.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Hauptsächlich Bremen, es kommt einem so vor als wäre man irrelevant. Wie bereits erwähnt: Verträge werden teils
2 Jahre! Später versendet. Auf Arbeitszeugnisse kann man auch Monate nach Beendigung des Verhältnisses warten, wobei dieses auch nur ein Schablonenschreiben ist. Personelle Entscheidungen werden ihne jegliche Einsicht vor Ort getroffen, so werden eingelernte Mitarbeiter gekündigt um sie 2 Monate später durch ungelernte und überbezahlte Zeitarbeiter zu ersetzen. Auf die Rückmeldung von fähigen Führungspositionen vor Ort wird nicht geachtet. Als Ausbildungsbetrieb eher ungeeignet, da es kaum Abteilungen gibt die man nicht in 2 Wochen ausgelernt hat, die Ausbilder nicht hauptsächlich für die Auszubildenden da sind, sondern selber mit ihrer Arbeit beschäftigt sind.
Manche Abteilungen erleben selbst in Krisenzeiten extreme Vorzüge, während andere untergehen, aber angepackt wird nicht.
Verbesserungsvorschläge
Eine direktere Anbindung des HR Services aus Bremen. Mehr Aufmerksamkeit des Konzerns gegenüber den Mitarbeitern und deren Feedback. Transparentere Entscheidungen.
Arbeitsatmosphäre
Die Kollegen sind in allen Bereichen zu 95% nett und kollegial, wenn man sich selbst auch so abgibt. Wenn es brennt kann es allerdings sehr stressig werden, worunter die Atmosphäre natürlich auch leidet.
Kommunikation
Verträge, Arbeitsteugnisse und weitere wichtige Dokumente lassen gerne mal ein paar Wochen oder 2 Jahre auf sich warten. Rückmeldung bekommt man je nach Stelle nur bei mehrfachem nachfragen. Dies ist aber vor allem der Personalabteilung in Bremen gewidmet. Vor Ort gibt es zwar gute Kommunikationswege, allerdings alles eher halboffiziell und über den Flurfunk, es wird allerdings daran gearbeitet.
Kollegenzusammenhalt
Ich habe mich als hilfsbereit gezeigt und habe dieses Verhalten auch sehr bei meinen Kollegen genießen können. Schwarze Schafe gobt es aber immer. Vor allem zwischen den einzelnen Abteilungen knirscht es manchmal.
Work-Life-Balance
Sofern man nicht im Schichtsystem arbeitet, kann ich nichts daran aussetzen.
Die Arbeitszeit und Länge ist angenehm und mit einem Gleitzeitkono auch mehr oder weniger Flexibel. Der größte Pluspunkt meiner Meinung nach.
Vorgesetztenverhalten
Sehr stark abteilungsabhängig. Aber auch hier kriegt man einen Spiegel vorgehalten. Meiner Erfahrung nach gut bis sehr gut.
Interessante Aufgaben
Auch stark abteilungsabängig. Manche Abteilungen bestehen aus sehr sehr monotonen und repetitiven Aufgaben, diese können dem einen gefallen, mir eher weniger.
Gleichberechtigung
Die Belegschaft ist bunt durchgemischt, natürlich gibt es Differenzen, allerdings ist mir nichts aufgefallen, bei dem stark Diskriminiert wurde. Bei Verstößen wird dies auch abgemahnt und kann zur sofortigen Kündigung führen.
Umgang mit älteren Kollegen
Wie es sich für ein Mittelstandsunternehmen gehört ist die Belegschaft im Durchschnitt definitiv bei einem Ü30-40 Niveau. Demnach wird bei Alter auch nicht diskriminiert.
Arbeitsbedingungen
Abteilungsabhängig, eine Modernisierung wäre im produzierenden Bereich dringend nötig, nicht nur optisch, sondern auch funktional. Die Büros sind an sich gut ausgestattet, allerdings lassen die PCs bzw die Cloud stark zu wünschen übrig.
Es wird noch sehr viel händisch bearbeitet.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es gibt wenige die wirklich versuchen Acht auf die Umwelt zu geben, aber auch wenige, durch deren Arbeitsweise leider Ressourcen verschwendet werden.
Gehalt/Benefits
Nein.
Image
Das Image ist meiner Erfahrung nach überwiegend negativ behaftet.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen sind, abseits von kleinen Lernprogrammen von 3. Anbietern nicht wirklich vorhanden. Es gibt zwar Programme vom übergeordneten Konzern, diese sind aber nur für die wenigsten Mitarbeiter von Nutzen und selbst dann würde ich sie nicht als brauchbar bezeichnen.