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Bewertung

Viel Potenzial, nichts daraus gemacht, innerhalb eines Dreiviertel Jahres noch schlechter geworden

2,3
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich IT bei SUSS MicroTec SE in Garching bei München gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Besonders positiv in Erinnerung geblieben sind mir die freundliche Aufnahme und die kollegiale Unterstützung durch mein damaliges Team – vor allem in der Anfangszeit. Der Zusammenhalt im Team war stabil und verlässlich, was maßgeblich auch unserem engagierten Vorgesetzten zu verdanken war. Es war ein gutes Gefühl zu wissen, dass man sich im Bedarfsfall aufeinander verlassen konnte.
Auch das Verpflegungsangebot im Unternehmen war hervorzuheben: Die Kantine bot qualitativ hochwertiges Essen, das von einem externen Caterer betrieben wurde. Zudem waren die Snack-Automaten stets gut bestückt und zu fairen Preisen verfügbar – ebenfalls extern organisiert.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Als besonders herausfordernd habe ich das Verhalten einiger Führungskräfte sowie die Unternehmenskultur außerhalb meines direkten Teams empfunden. Der Umgangston und die Zusammenarbeit wirkten auf mich in vielen Bereichen angespannt und wenig wertschätzend.
Die HR-Abteilung erschien mir organisatorisch überfordert und nicht immer als verlässliche Anlaufstelle für Mitarbeitende. Auch das Verhalten einzelner Personen in verantwortungsvollen Positionen wirkte auf mich wenig teamorientiert oder lösungsorientiert.
Veränderungen, die die Belegschaft betrafen, wurden häufig spät oder gar nicht kommuniziert – was zu Unsicherheit und Frust führte.
Die baulichen Arbeitsbedingungen in vielen Bereichen waren deutlich renovierungsbedürftig.
Abschließend empfand ich es als belastend, dass bestimmte Prozesse – wie etwa ein sauberer Austritt aus dem Unternehmen – nicht transparent oder reibungslos wirkten, was vereinzelt externe rechtliche Beratung erforderlich machte.

Verbesserungsvorschläge

Aus meiner Sicht sind grundlegende Veränderungen in mehreren Bereichen erforderlich, um das Unternehmen zukunftsfähig und mitarbeiterorientierter aufzustellen. Eine offenere Haltung der Unternehmensführung gegenüber Feedback aus der Belegschaft wäre wünschenswert – die Mitarbeitenden leisten den operativen Kern des Unternehmens und verdienen entsprechende Wertschätzung und Einbindung.
Feedbackgespräche sollten auf nachvollziehbaren Fakten basieren und von Personen mit fachlicher Kompetenz und echtem Engagement geführt werden. Auch in der HR-Abteilung sehe ich deutlichen Optimierungsbedarf – sowohl in Bezug auf Zuständigkeiten als auch personelle Ausstattung. Um den Anforderungen eines größeren Unternehmens gerecht zu werden, wären zusätzliche Kapazitäten oder eine grundlegende Neuausrichtung hilfreich. Alternativ könnte auch eine externe Unterstützung evaluiert werden, um in Themen wie Planung und Organisation zu unterstützen.
Darüber hinaus wäre eine Investition in die bauliche Infrastruktur aller Unternehmensbereiche sinnvoll – nicht nur in repräsentative Flächen. Das könnte sich positiv auf Motivation und Identifikation mit dem Arbeitsplatz auswirken.
Strukturen und Prozesse sollten transparenter gestaltet und auf kompetente Führungskräfte verteilt werden. Auch das Recruiting könnte profitieren, wenn es stärker intern gesteuert würde – vor allem im Hinblick auf firmeninterne Zusammenhänge, die externen Dienstleistern naturgemäß weniger vertraut sind.
Insgesamt wäre eine offenere und konsistentere Kommunikation zwischen Unternehmensführung und Mitarbeitenden ein wichtiger Schritt, um Vertrauen, Motivation und langfristige Bindung zu stärken.

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre im direkten Team war überwiegend positiv. Besonders hervorheben möchte ich meinen ehemaligen Teamleiter, der mit seiner motivierenden und unterstützenden Art sowohl fachlich als auch menschlich herausragend war – so etwas habe ich bisher selten erlebt. Leider hat er das Unternehmen aus mir nicht vollständig bekannten Gründen verlassen, was sich spürbar auf die Stimmung im Team ausgewirkt hat. Im Gesamtunternehmen habe ich die Arbeitsatmosphäre hingegen oft als belastend und wenig motivierend empfunden.

Image

Die Außendarstellung des Unternehmens vermittelt den Eindruck, dass intern vieles gut läuft. In der internen Wahrnehmung – sowohl unter Mitarbeitenden als auch teilweise auf Führungsebene – zeigte sich jedoch ein deutlich anderes Bild. Zwischen dem kommunizierten Image und der gelebten Realität im Arbeitsalltag bestand aus meiner Sicht eine erhebliche Diskrepanz.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance war insgesamt in Ordnung, ließ aber wenig Spielraum nach oben. Es gab keine gravierenden Probleme, allerdings auch keine nennenswerten Maßnahmen zur Förderung einer ausgewogenen Balance zwischen Beruf und Privatleben.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Thema Umweltbewusstsein ist im Unternehmen zwar präsent – etwa auf dem Papier oder in internen Leitlinien – wird im Alltag jedoch nur unzureichend umgesetzt.

Karriere/Weiterbildung

Solange mein damaliger Vorgesetzter im Unternehmen war, sah ich gute Perspektiven für meine fachliche Weiterentwicklung. Nach seinem Ausscheiden änderte sich dies deutlich. In Gesprächen wurde mir signalisiert, dass es in meiner aktuellen Rolle keine Entwicklungsperspektiven oder Aufstiegsmöglichkeiten gibt. Das war enttäuschend, da ich grundsätzlich sehr motiviert war, mich weiterzubilden und Verantwortung zu übernehmen.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt war in Ordnung. In herausfordernden Phasen entstand ein gewisses Gemeinschaftsgefühl – man saß letztlich im selben Boot.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kolleg:innen spielten eine zentrale Rolle im Tagesgeschäft, da ein Großteil des praktischen Wissens bei ihnen lag. Aufgrund fehlender oder veralteter Dokumentationen war ihre Erfahrung oft unverzichtbar. Entsprechend wurden sie auch aktiv in Abläufe eingebunden, was ihrem Wissen und ihrer langjährigen Betriebszugehörigkeit gerecht wurde.

Vorgesetztenverhalten

Wie bereits erwähnt, war mein direkter Vorgesetzter sowohl fachlich als auch menschlich herausragend – ein echtes Vorbild in Sachen Führung. Leider konnte ich diese positive Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Führungskräften anderer Abteilungen nicht teilen. Dort habe ich wiederholt mangelnde Kommunikationsbereitschaft und fehlende Führungsqualitäten erlebt. Einige Führungspersonen schienen stärker mit ihrer Außenwirkung beschäftigt als mit der Unterstützung ihrer Teams. Wirklich engagierte Führungskräfte waren selten – und wenn es sie gab, wirkten sie entweder überlastet oder haben das Unternehmen nach kurzer Zeit verlassen. Insgesamt hat das die bereichsübergreifende Zusammenarbeit häufig deutlich erschwert.

Arbeitsbedingungen

Die baulichen Arbeitsbedingungen in den meisten Bereichen des Unternehmens wirkten veraltet und renovierungsbedürftig. Besonders im Vergleich zu neueren Gebäudeteilen – etwa denen der Unternehmensleitung – fiel auf, dass in viele Gebäude offenbar über längere Zeit nicht ausreichend investiert wurde. Auch im Inneren war der Modernisierungsbedarf deutlich spürbar.

Kommunikation

nnerhalb meines Teams war die Kommunikation im Großen und Ganzen gut, auch wenn es in bestimmten Situationen noch Verbesserungspotenzial gab. Auf Unternehmensebene hingegen habe ich die Kommunikationsstrukturen als stark verbesserungswürdig erlebt. Wichtige Informationen wurden oft nicht transparent oder rechtzeitig weitergegeben – selbst zentrale Ansprechpersonen, etwa in der HR-Abteilung, waren in Entscheidungsprozesse nicht eingebunden oder über Veränderungen nicht ausreichend informiert. Das erschwerte sowohl die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen als auch das Vertrauen in interne Abläufe.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt war aus meiner Sicht in Ordnung, aber im Branchenvergleich eher durchschnittlich. Positiv hervorzuheben ist, dass die Bezahlung stets pünktlich erfolgte. Zusätzliche Sozialleistungen waren vorhanden, aber ausbaufähig.

Interessante Aufgaben

Da ich meinen Job mit Leidenschaft gemacht habe, fand ich die meisten Aufgaben spannend und herausfordernd. Persönlich konnte ich inhaltlich viel mitnehmen, auch wenn die Rahmenbedingungen nicht immer ideal waren.

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Arbeitgeber-Kommentar

Talent Attraction & Employer BrandingEmployer Branding

Lieber ehemalige:r Mitarbeiter:in,

vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, eine so ausführliche Bewertung abzugeben und Ihre persönlichen Erfahrungen bei SUSS zu schildern.

Wir freuen uns, dass Sie insbesondere den Kollegenzusammenhalt, die wertschätzende Aufnahme in Ihrem Team sowie die Unterstützung durch Ihre Führungskraft positiv hervorheben. Auch das Feedback zur Verpflegung und zu einzelnen Aspekten der Aufgabeninhalte nehmen wir gerne auf.

Gleichzeitig bedauern wir, dass Sie mit verschiedenen Aspekten Ihrer Zeit bei uns unzufrieden waren – insbesondere im Hinblick auf die Kommunikation, Prozesse, die baulichen Gegebenheiten sowie die übergreifende Führungskultur. Ihre Rückmeldungen hierzu nehmen wir ernst. Auch wenn sich Veränderungen nicht immer sofort umsetzen lassen, arbeiten wir kontinuierlich daran, interne Strukturen, Prozesse sowie die Zusammenarbeit zwischen Abteilungen und Führungsebenen zu verbessern.

Für Ihre berufliche und persönliche Zukunft wünschen wir Ihnen alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

Beste Grüße
Ihr SUSS HR-Team

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.