Ein Unternehmen, das am eigenen Chaos scheitert.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war über viele Jahre hinweg von Offenheit und gegenseitiger Unterstützung geprägt... etwas, das die Firma lange ausgezeichnet hat. Doch seit gut einem Jahr hat sich ein spürbarer Wandel vollzogen. Die zuvor gelebte Kultur des Miteinanders ist einer schweren, verunsichernden Stimmung gewichen. Statt Wertschätzung und Transparenz dominieren nun Zurückhaltung, Unsicherheit und ein deutlich wahrnehmbarer Druck. Viele Mitarbeitende arbeiten inzwischen eher im Modus des Durchhaltens als des Vorankommens.
Work-Life-Balance
Die Rahmenbedingungen sind sehr gut: Gleitzeit, zwei Tage Homeoffice (für manche Mitarbeitenden gefühlt inoffiziell mehr) und eine angenehme Kernarbeitszeit bieten viel Flexibilität.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt war lange Zeit das, was das Unternehmen überhaupt noch zusammengehalten hat. Viele Teams funktionieren trotz aller Herausforderungen hervorragend miteinander und unterstützen sich, wo es nur geht. Allerdings merkt man, dass selbst dieser Zusammenhalt allmählich an seine Grenzen kommt. Die Belastung und Unsicherheit der letzten Monate hinterlassen Spuren und auch das Miteinander beginnt stellenweise zu bröckeln. Dennoch sind die Kolleginnen und Kollegen weiterhin der größte Lichtblick im Unternehmen.
Umgang mit älteren Kollegen
Fünf Sterne für den Umgang mit älteren Mitarbeitenden – die jungen Mitarbeitenden sind ohnehin längst aufgrund fehlender Perspektive und Wertschätzung gegangen.
Vorgesetztenverhalten
Wirklich viel hinzufügen muss man nicht. Die meisten anderen Bewertungen zeigen schon, dass hier Führungskräfte eher zufällig ins Amt stolpern.
Arbeitsbedingungen
Die Parkplätze sind zahlreich und kostenlos – das einzige echte Highlight. Die Hardware scheint dagegen fast auf Konfrontation programmiert: Fehlermeldungen und Abstürze sind hier Tagesordnung. Büroräume im 80er-Jahre-Flair mit Teppichboden und muffigen Gängen, keine Klimaanlage – aber die Folien auf den Fenstern sollen es wohl richten…
Kommunikation
Kommunikation war im Unternehmen schon früher ein Schwachpunkt, wurde jedoch durch engagierte Arbeitskolleginnen und -kollegen teilweise aufgefangen. Seit etwa einem Jahr ist sie jedoch auf einem neuen Tiefpunkt angekommen. Führungsthemen wirken oft unvollständig oder bewusst lückenhaft kommuniziert, was den Eindruck erweckt, dass wichtige Informationen zurückgehalten werden. In einer Phase starken Wandels führt diese Intransparenz zu erheblicher Verunsicherung und schwindendem Vertrauen der Mitarbeitenden.
Gehalt/Benefits
Wer hier auf Aufstieg oder Gehaltssprünge hofft, sollte seine Erwartungen besser im Safe aufbewahren. Gehaltserhöhungen gibt es nur, wenn im Tarif gesprungen wird – mit überschaubarem Effekt. Wer hoch hinaus will, braucht Humor, Geduld und ein gutes Sitzpolster fürs ewige Warten.
Interessante Aufgaben
Früher boten die Aufgaben im Unternehmen vielfältige und spannende Möglichkeiten, eigene Ideen einzubringen. Durch den umfassenden Change-Prozess ist davon jedoch kaum noch etwas übrig.


