Viel Potential, welches leider nicht ansatzweise ausgeschöpft wird
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die wenigen Ausbilder, die noch vorhanden sind, geben sich wirklich Mühe. Man merkt, dass sie den Azubis etwas mitgeben wollen und nicht nur Dienst nach Vorschrift machen. Besonders in einigen technischen Abteilungen sind engagierte Kollegen zu finden, die sich Zeit nehmen und bereit sind, Wissen zu vermitteln.
Auch das Angebot an externen Schulungen und Weiterbildungen ist verhältnismäßig groß, was zunächst sehr positiv wirkt. Ebenso werden regelmäßig Teamaktivitäten wie eine Kennenlernfahrt für die neuen Azubis angeboten, die für ein gutes Miteinander unter den Azubis sorgen – hier wird durchaus auf Teambuilding gesetzt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Kommunikation zwischen der Ausbildungsleitung und den Auszubildenden lässt stark zu wünschen übrig. Rückmeldungen erfolgen häufig verspätet oder bleiben ganz aus. Wichtige Informationen erreichen uns entweder sehr spät oder nur über Umwege. Es mangelt an Transparenz, Klarheit und einer souveränen, verlässlichen Entscheidungsfindung seitens der Verantwortlichen.
Auch die Organisation ist alles andere als zufriedenstellend. Pläne zu Versetzungen in die einzelnen Abteilungen werden oft spät und mit kaum verwertbaren Informationen mitgeteilt. Selbst die zuständigen Ausbilder scheinen meist nicht besser informiert zu sein. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass es keinen klaren Plan gibt – vieles wirkt, als würde es nach dem Prinzip „Mal schauen, was wird“ laufen. Das erzeugt Frust und Verunsicherung, obwohl eine Ausbildung gerade durch Struktur und Verlässlichkeit geprägt sein sollte.
Besonders kritisch ist der aktuell deutlich spürbare Sparkurs. Vor allem im Elektrobereich sind die Auswirkungen massiv: Wo früher drei Ausbilder tätig waren, ist mittlerweile nur noch einer übrig. Damit fehlt es an ausreichender Betreuung, fachlicher Anleitung und kontinuierlicher Unterstützung. Viele Auszubildende fühlen sich allein gelassen – ein Zustand, der unweigerlich zu Wissenslücken und Demotivation führt. Hier wird eindeutig am falschen Ende gespart – und das auf Kosten der Ausbildungsqualität.

