Licht und Schatten – gute Rahmenbedingungen mit strukturellen Schwächen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Zu den positiven Aspekten zählen die überdurchschnittliche Vergütung, die stets pünktliche Gehaltszahlung, der ausgeprägte Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen sowie das hohe Sicherheitsbewusstsein im Unternehmen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen bietet Verbesserungspotenzial. Teilweise entsteht der Eindruck, dass einzelne Bereiche bevorzugt behandelt werden, während andere Abteilungen ihre Interessen nur eingeschränkt durchsetzen können. Eine stärkere bereichsübergreifende Zusammenarbeit auf Augenhöhe und ein gemeinsames Verständnis für die Ziele des Unternehmens würden das Miteinander deutlich verbessern.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Transparenz und objektive Kriterien bei Personalentscheidungen wären wünschenswert. Qualifikationsanforderungen sollten nachvollziehbar und einheitlich angewendet werden. So wirkt es beispielsweise widersprüchlich, dass für bestimmte Führungspositionen kein abgeschlossenes Studium erforderlich ist, während vergleichbare Stellen im technischen Fachbereich einen Studienabschluss zwingend voraussetzen. Zudem entsteht der Eindruck, dass bei Stellenbesetzungen formale Abschlüsse mitunter stärker gewichtet werden als die tatsächliche fachliche Eignung. Dadurch werden teilweise Bewerberinnen und Bewerber mit passender Praxiserfahrung und hoher fachlicher Kompetenz nicht berücksichtigt, wenn sich gleichzeitig Personen mit Studienabschluss bewerben – selbst wenn diese für die konkrete Aufgabe weniger geeignet erscheinen. Eine konsistente und stärker kompetenzorientierte Auswahl würde das Gefühl der Gleichbehandlung und Fairness bei Personalentscheidungen verbessern.
Arbeitsatmosphäre
In der Instandhaltungsabteilung: gute Arbeitsatmosphäre.
Kommunikation
Firmeninterne Informationen gelangen häufig eher über Kontraktoren oder den informellen Austausch unter Kollegen als über offizielle Kommunikationswege. Von Seiten der Führungskräfte werden relevante Informationen in den meisten Fällen erst sehr spät weitergegeben, wodurch eine rechtzeitige Transparenz oft fehlt.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt innerhalb der Abteilung ist sehr gut. Die Zusammenarbeit unter den Kolleginnen und Kollegen ist geprägt von gegenseitiger Unterstützung und einem angenehmen Miteinander.
Work-Life-Balance
Urlaubswünsche sowie kurzfristige Arzttermine lassen sich in der Regel unkompliziert realisieren, sofern im Team eine entsprechende Abstimmung erfolgt und die Vertretung sichergestellt ist.
Vorgesetztenverhalten
Der Umgang durch Vorgesetzte wird häufig als wenig wertschätzend empfunden. Zudem entsteht der Eindruck, dass Entscheidungen und die Behandlung von Mitarbeitenden teilweise von persönlichen Sympathien statt von objektiven Kriterien beeinflusst werden.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben bieten zwar eine gewisse Abwechslung, bestehen jedoch zu einem großen Teil aus wiederkehrenden Tätigkeiten, sodass sich im Arbeitsalltag schnell Routinen entwickeln.
Gleichberechtigung
Ich kann nichts negatives berichten.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen ist grundsätzlich respektvoll. An einigen Stellen wäre jedoch ein stärkeres Bewusstsein für körperliche Einschränkungen und eine entsprechend höhere Rücksichtnahme wünschenswert.
Arbeitsbedingungen
Die Büroausstattung wirkt insgesamt deutlich veraltet und entspricht nicht mehr heutigen Standards. Neue Möbel werden nur selten angeschafft, und höhenverstellbare Schreibtische sind nicht vorhanden. Klimaanlagen gibt es lediglich auf den Fluren, während sich die Büros an warmen Sommertagen auf über 30 °C aufheizen können, was das Arbeiten spürbar erschwert.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Unternehmen investiert kontinuierlich in die Entwicklung umweltfreundlicherer Produktionsverfahren und verfolgt das Ziel, seinen ökologischen Fußabdruck langfristig zu reduzieren.
Gehalt/Benefits
Die Vergütung liegt im regionalen Vergleich auf einem überdurchschnittlichen Niveau. Gleichzeitig kann dies den Wechsel zu einem anderen Arbeitgeber erschweren, da vergleichbare Gehälter in der Region nur selten zu finden sind.
Image
Vor der Übernahme durch die Synthos-Gruppe genoss das Unternehmen in der Region einen sehr guten Ruf. Dazu trugen unter anderem das Engagement vor Ort sowie die Präsenz bei verschiedenen Veranstaltungen bei. Auch bei den ansässigen Fremdfirmen und Kontraktoren war das Ansehen überwiegend positiv. Inzwischen entsteht jedoch der Eindruck, dass Ausgaben deutlich restriktiver geprüft werden. Diese zurückhaltende Investitions- und Ausgabenpolitik sorgt nach Wahrnehmung vieler auch bei den Fremdfirmen zunehmend für Unzufriedenheit.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungsmaßnahmen werden in der Regel genehmigt. Die Organisation und Planung liegen jedoch größtenteils in der Verantwortung der Mitarbeitenden selbst.