Freier Fall: Vom Top-Arbeitgeber zum unterdurchschnittlichen Unternehmen in nur einem Jahr
Arbeitsatmosphäre
Was einst als Stärke galt, hat sich binnen Jahresfrist ins Gegenteil verkehrt. Zu Beginn herrschte eine wirklich positive Atmosphäre mit zahlreichen Team-Events, aktiven Business-Communities, einem offenen Austausch mit der Führungsebene und viel Lob für gute Arbeit Im Laufe des Jahres 2024 erodierte dies jedoch kontinuierlich. Team-Events wurden seltener, Communities komplett abgeschafft, und die einstige Nähe zur Führungsebene wich einer spürbaren Distanz. Lob gab es auch keins mehr. Zum Jahreswechsel war von der ehemals geschätzten Atmosphäre praktisch nichts mehr übrig.
Image
Nach außen wird natürlich ein gutes Image präsentiert. Meiner Erfahrung nach gibt es jedoch unter den Mitarbeitern intern sehr viel Unmut und Verunsicherung weshalb intern auch wenig positiv über die Firma gesprochen wird.
Work-Life-Balance
Homeoffice machbar solange man nicht beim Kunden ist, denn der Kunde entscheidet ob man Vorort oder im Homeoffice arbeitet.
Karriere/Weiterbildung
Um Karriere zu machen leider nicht geeignet aber dafür ein gutes Sprungbrett was Weiterbildungen angeht.
Kollegenzusammenhalt
Sehr stark vom Team abhängig.
Vorgesetztenverhalten
Meiner Meinung nach ein klassisches Beispiel für das Peters-Prinzip: Führungskräfte, die diesen Titel nicht verdienten und bis zum Grad ihrer Inkompetenz befördert wurden. Was als Führungsebene bezeichnet wurde, entpuppte sich als bloße Vorgesetztenstruktur ohne erkennbare Führungskompetenzen. Die Kommunikation beschränkte sich nahezu ausschließlich auf disziplinarische Anweisungen, während konstruktiver Dialog und echte Mitarbeiterführung Fehlanzeige blieben.
Arbeitsbedingungen
Ausstattung ist top und man kann frei zwischen einem Thinkpad oder einem MacBook wählen. Arbeitstelefone sind schnell bestellt und auch eher hochwertig.
Kommunikation
Kommunikation mit Vorgesetzten absolut unterschiedlich aber die Geschäftsführung bemühte sich, unternehmensrelevante Informationen zeitnah weiterzugeben – was das absolute Minimum darstellt und den einzigen Stern in dieser Kategorie rechtfertigt.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt liegt meiner Erfahrung nach im unteren Segment der Branche. Schaut man sich anderweitig um für die gleiche Position kann man in anderen Unternehmen gut und gerne mehr als 30% mehr verdienen. Es ist nicht wenig aber es ist im Branchenvergleich doch eher mager.
Interessante Aufgaben
Leider sehr Projektbezogen und wenn mal ein Projekt wirklich nicht deins ist, dann gibt es meiner Erfahrung nach auch keine Option auszusteigen oder das Projekt zu wechseln ohne direkt Konsequenzen zu erwarten.


