“Bad Apples” haben negativen Einfluss auf die Mitarbeiter. Fehlende Courage und Reife im Management.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Man bemüht sich wirklich, ein sehr menschenfreundlicher Arbeitgeber zu sein – doch dieses Engagement wird leider von zu vielen Zynikern und mangelnder Führung überschattet.
Positiv hervorzuheben sind die moderne Flexibilität, Homeoffice-Möglichkeiten, moderne Laptops und Zubehör sowie ein breites Angebot an Kursen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der fehlende Mut und die jahrelange Duldung einiger schrecklicher Mitarbeitender haben dazu geführt, dass sich diese ihr eigenes Fiefdom aufbauen konnten. Beispielsweise die Besitzer von internen open-source Tools, die diese Leute schlecht konfigurieren und als Druckmittel nutzen. Sie halten sich (fälschlicherweise) für unersetzlich und machen eine kollegiale, produktive Zusammenarbeit viel zu oft unmöglich.
Ebenso fehlt der Mut, den Mutterkonzern Secunet zu einer klaren Stellungnahme zu bewegen: Was ist das Ziel mit Syseleven? Welches Commitment gibt es? Wohin soll die Reise gehen?
Hinzu kommt die fehlende Selbstreflexion der Geschäftsführung – die Weigerung anzuerkennen, welchen Beitrag sie selbst zu der Situation leisten, die sie gleichzeitig als problematisch bezeichnen. Es fehlt an Mut, um aufzuräumen, die Bad Apples zu entfernen und eine klare Richtung mit gelebten Werten vorzugeben. Stattdessen fehlt eine echte Vorbildfunktion, während gleichzeitig Micromanagement betrieben wird.
Es mangelt an systemischem Denken und psychologischer Menschenkenntnis auf Geschäftsführungsebene – insbesondere daran, Wertschöpfung so zu definieren, dass Zweideutigkeiten vermieden werden.
Schuld an all dem scheint die oft erwähnte Übernahme durch den Mutterkonzern Secunet zu sein – sowie die anhaltende mangelnde Vision.
Die Gerüchteküche die dadurch entsteht bindet viele wertvolle Ressourcen und sorgt für eine Atmosphäre der Unsicherheit oder Angst vor der Zukunft.
Und zuletzt, die professionelle Kollegin, die nun auf diese Bewertung wieder in gewohntem, political-correct Ton antworten wird: Gehen Sie doch bitte selbst mal in die Team-Events. Schauen Sie doch selbst mal was passiert. Sie sind so weit weg von der Realität und bilden Ihre eigene Meinung anhand einer Fantasie, eines Wunschdenkens, das jedoch nicht der gelebten Realität entspricht. Seien sie doch einfach einmal mutig, und ehrlich, anstatt korrekt um ihren Job zu behalten und ihren Chef nicht aufzuregen. Das ist das, was Leadership ausmacht. Courage!
Verbesserungsvorschläge
Dringend müssen die offensichtlichsten Nörgler entfernt werden. Sie vergiften die Zusammenarbeit und belasten die vielen angenehmen, hochintelligenten Menschen, die verständlicherweise nicht ständig gegen die lauten Zyniker ankämpfen wollen. Bad Apples müssen raus.
Ebenso dringend braucht es eine klare, visuell ansprechende Strategie. Derzeit ist unklar, wofür die Firma steht, wohin sie will und welche Bedürfnisse oder User Experience sie anstrebt. Es gibt zu viele Worte, aber zu wenig Klarheit.
Arbeitsatmosphäre
Auf der einen Seite erlebt man viele sehr freundliche Menschen. Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch eine lautstarke Menge an Zyniker, gegen die seit Jahren nichts unternommen wird. Sie haben sich ihr eigenes Fiefdom aufgebaut, halten sich für unersetzlich und sagen sogar öffentlich, dass sie nur darauf warten, ein „fettes Abfindungspaket“ zu erhalten – und bis dahin weiter motzen und die Zusammenarbeit stören.
Work-Life-Balance
Klasse Paket. Workation. Homeoffice. Dies soll aber eingeschränkt werden, wurde mir gesagt, weil dies der Mutterkonzern so möchte. Eine Präsentation des HR Teams der Mutter SecuNet war schrecklich, bieder, typisch Großkonzern, politisch korrekt, wenig menschlich. Das H in Human Resources, steht eher für was anderes.
Kollegenzusammenhalt
Genauso gibt es teilweise sehr herzliche, freundschaftliche Beziehungen, die einem das Herz öffnen – und auf der anderen Seite die bereits erwähnten Zyniker, die mit Freude ihre schlechte Laune und Überheblichkeit in Meetings herauslassen, oft mit einem fiesen Lächeln. Diese Menschen sollten um jeden Preis entfernt und sofort beurlaubt werden, zum Schutz der vielen gutherzigen und intelligenten Mitarbeitenden.
Vorgesetztenverhalten
Das hängt vom jeweiligen Vorgesetzten ab. Leider gibt es auf der obersten Ebene schlechte Vorbilder: Fingerzeigen, das Sehen von Menschen als Problem, mangelnde Selbstreflexion. Dazu kommen vage Arbeitsanweisungen, die zwangsläufig zu Problemen führen – für die dann natürlich die Engineers verantwortlich gemacht werden, wenn diese unter Stress, fehlender Klarheit, ständig wechselnden Prioritäten Fehler machen.
Kommunikation
Die Kommunikation ist über viele Kanäle verteilt – unübersichtlich, verwirrend, oft nicht visuell ansprechend und vage. Dennoch werden am Ende die Mitarbeitenden für mangelnde Aufmerksamkeit verantwortlich gemacht.
Gehalt/Benefits
Faire Bezahlung. Jedoch oft nicht richtig verteilt. Warum gibt man den Zynikern überhaupt eine Erhöhung?
Interessante Aufgaben
Zurzeit sind viele Teams damit beschäftigt, nur Incidents zu bearbeiten. Es fehlt an Planung und einer inspirierenden (Produkt-)Vision, an einem gemeinsamen Ziel. Ein klares „Warum sind wir hier und ein Team?“ bleibt unbeantwortet. Was ist mein Beitrag? Wo stehen wir in einem Jahr? Und in fünf Jahren? Diese Fragen bleiben offen, seit geraumer Zeit.

