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„Schlimmer geht immer – Von administrativen Fehlern bis hin zur absoluten Fehlbesetzung in der Führung.“

2,0
Nicht empfohlen
Ex-FührungskraftHat bis 2026 im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Tabel GmbH in Laatzen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Der zwischenmenschliche Umgang eine absolute Katastrophe: Der Vertriebsleiter agierte völlig empathiebefreit, besaß keinerlei soziale Kompetenz und zeigte eine zwischenmenschliche Kälte, die jegliche professionelle Zusammenarbeit im Keim erstickte.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

• Umgang mit Fehlern der Zentrale: Administrative Versäumnisse (wie das wochenlang fehlerhafte Anlegen von Arbeitsagentur-Schnittstellen) wurden komplett auf mich als Mitarbeiter abgewälzt.

• Führung durch Mikromanagement: Der Vertriebsleiter forderte tägliche Berichte ein, las diese jedoch nicht aufmerksam und stellte wiederholt unqualifizierte, realitätsferne Rückfragen.

• Menschliche Kälte: Dem Vertriebsleiter fehlte jegliche Empathie und soziale Kompetenz im zwischenmenschlichen Umgang.

• Unfaire Erwartungshaltung: Nach nur acht Wochen wurden trotz blockiertem Bewerbereingang bereits Kundenabschlüsse gefordert; meine nachweislich hohe Aktivität (30 Kundentermine, darunter Großkonzerne) wurde ignoriert.

• Mangelhafte Arbeitsbedingungen: Tagelanger Ausfall der IT-Systeme (wobei ich als improvisierter IT-Support agieren musste) und eine Software, die für das Kerngeschäft der Zeitarbeit völlig ungeeignet war.

• Blockade von Eigeninitiative: Pragmatische Brückenlösungen (wie ein selbst aufgebautes Excel-System) wurden aus Bürokratiegründen fast untersagt.

• Intransparenz bei Zusatzleistungen: Ein Firmenwagen mit einem extrem hohen Bruttolistenpreis (85.000 €) wurde mir ohne vorherige Preisnennung zur Verfügung gestellt – mit der unprofessionellen Begründung, ich hätte den Preis ja „googeln“ können.

• Respektloser Umgang auf Dienstreisen: Keine Verpflegung für anreisende Kollegen, unzumutbare Hotelzimmer (ohne eigenes WC/Dusche) und extreme Kleinlichkeit bei der Erstattung von einfachem Mineralwasser für die Niederlassung.

Verbesserungsvorschläge

• Empathie und professionelles Onboarding etablieren: Wenn Kollegen eine mehrstündige Anreise (z. B. von Frankfurt nach Laatzen) auf sich nehmen, gehört ein professioneller und gastfreundlicher Empfang zum Mindeststandard. Mitarbeiter bei der Ankunft hungrig sitzenzulassen, während sich die dortige Führungskraft mit dem Kommentar verabschiedet, man habe ja „bestimmt selbst etwas dabei“ und man sehe sich nach der eigenen Mittagspause in einer Stunde wieder, ist menschlich wie professionell eine absolute Enttäuschung.

• Fürsorgepflicht bei Dienstreisen ernst nehmen: Es kann nicht sein, dass für Mitarbeiter auf Dienstreisen Hotelzimmer ohne eigenes WC und Dusche (Sanitäranlagen auf dem Flur) gebucht werden. Das verletzt die grundlegende Fürsorgepflicht des Arbeitgebers.

• Zusagen einhalten und Kleinlichkeit ablegen: Wenn laut offiziellen Schreiben Getränke wie Wasser und Kaffee kostenfrei gestellt werden, muss das für alle Standorte gelten – nicht nur für die Zentrale. Dass die Erstattung für einen einfachen Sechserpack günstiges Mineralwasser für die Niederlassung mit dem Kommentar abgelehnt wird, man „könne das ja selbst bezahlen“, ist an Kleinlichkeit kaum zu übertreffen und beschädigt die Mitarbeiterbindung massiv.

• Fazit für das Management: Investieren Sie in eine wertschätzende Unternehmenskultur, halten Sie Ihre eigenen Versprechen ein und behandeln Sie Ihre Mitarbeiter auf Dienstreisen und an neuen Standorten mit dem nötigen Respekt.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre war durch eine hohe und unrealistische Erwartungshaltungen geprägt. Ich war die meiste Zeit komplett auf mich allein gestellt, um innerhalb von nur drei Monaten einen völlig neuen Standort aufzubauen.
Leider wurde die operative Arbeit von Beginn an durch strukturelle Fehler der Zentrale massiv blockiert: Aufgrund von Fehlern bei der Einrichtung der Schnittstellen zur Agentur für Arbeit konnten wochenlang keine Bewerber generiert werden. Die ersten Profile erreichten mich erst nach sechs Wochen – dennoch wurde bereits nach acht Wochen bemängelt, dass noch keine Mitarbeiter für Kunden eingestellt.
Die Kommunikation mit der Führungsebene war leider wenig zielführend und von Mikromanagement geprägt. Trotz der geforderten täglichen Aktivitätsberichte an den Vertriebsleiter fehlte auf dessen Seite offensichtlich das inhaltliche Interesse oder das Verständnis für die tatsächliche Marktlage. Es kamen wiederholt unqualifizierte Rückfragen, warum keine Groß- und Mittelstandskunden akquiriert würden – und das, obwohl ich in den drei Monaten nachweislich 30 Kundentermine (davon 15 Großkonzerne, 10 Mittelständler und 5 Kleinunternehmen) realisiert habe.

Kommunikation

Auch wenn ich mich wiederhole: Die Kommunikation im Unternehmen war stark einseitig und von Misstrauen statt von konstruktivem Austausch geprägt. Seitens der Vertriebsleitung wurde ein täglicher, schriftlicher Aktivitätsbericht eingefordert. Dies führte jedoch zu keinem echten Dialog, da die Berichte offensichtlich nicht aufmerksam gelesen wurden.
In der Folge kam es regelmäßig zu unqualifizierten Rückfragen und dem Vorwurf, Groß- und Mittelstandskunden zu vernachlässigen. Die Kommunikation scheiterte hier am fehlenden Blick für die Realität und die erbrachte Leistung und das lesen der täglichen Berichte.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten war von extremem Mikromanagement, mangelndem Vertrauen und einer eklatanten Realitätsferne geprägt.

Arbeitsbedingungen

Die technische Infrastruktur und die bereitgestellte Software waren absolut unzureichend und haben den operativen Start massiv blockiert. Über einen langen Zeitraum hinweg war eine ordnungsgemäße Nutzung der IT-Systeme schlichtweg nicht möglich. Statt mich auf den strategischen Aufbau des Standorts und den Vertrieb konzentrieren zu können, war ich tagelang mit der Behebung technischer Störungen beschäftigt, musste eigenständig Hardware verkabeln und stundenlange Telefonate mit dem IT-Support führen.
Zudem war die intern bereitgestellte Software für das Kerngeschäft der Zeitarbeit völlig ungeeignet, da sie primär auf Einzelkunden und Werkverträge ausgelegt war. Als ich proaktiv eine Lösung erarbeitete und ein eigenes, funktionales Excel-System aufsetzte, um überhaupt operativ arbeiten zu können, stieß dies auf bürokratischen Widerstand. Diese strukturierte Eigeninitiative wurde von der Führungsebene fast untersagt, anstatt sie als notwendige Brückenlösung zu begrüßen.
Dass eine Fachkraft im Standortaufbau über Tage hinweg als improvisierter IT-Support fungieren muss und zudem bei der Entwicklung funktionaler Workarounds blockiert wird, ist absolut inakzeptabel.

Gehalt/Benefits

Das Grundgehalt war sehr gut und die Vergütung an sich absolut fair. Massiver Kritikpunkt ist jedoch die Intransparenz und mangelnde Professionalität bei den Zusatzleistungen, konkret beim Firmenwagen.
Mir wurde ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt, dessen Listenpreis mir trotz Nachfrage bis zu meinem Ausscheiden verschwiegen wurde. Erst im Nachgang erfuhr ich, dass der Wagen einen Bruttolistenpreis von 85.000 Euro hatte – eine Summe, die erhebliche steuerliche Auswirkungen (1%-Regelung) für mich hatte und der ich in dieser Höhe niemals zugestimmt hätte.
Auf meine berechtigte Kritik wurde mir entgegnet, ich hätte den Preis ja „googeln“ und mir das selbst denken können. Als Fachkraft für Zeitarbeit und Personalvermittlung liegt meine Expertise im HR- und Vertriebsbereich – mit Automobilen und deren Preisen habe ich fachlich absolut nichts zu tun. Von mir zu erwarten, Listenpreise für Fahrzeuge zu recherchieren, statt mir diese vertragstransparent offenzulegen, ist unprofessionell. Eine kompetente Fuhrparkleitung sieht anders aus. Das Gehalt stimmt, aber die administrative Abwicklung dahinter war eine absolute Enttäuschung.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.