Grauenvolles Kasperletheater
Gut am Arbeitgeber finde ich
Oft wird individuellen Wünschen nach freien Tagen und Urlaub auch kurzfristig entgegengekommen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Willkür. Unklarheit. Widersprüche. Kein redaktionelles Ziel außer Klicks. Keinerlei Wertschätzung. Verhalten der Vorgesetzten.
Verbesserungsvorschläge
Die Ankündigung des Stückes klang interessant, doch die Umsetzung ist desaströs. Das liegt vor allem an den Darstellern der Hauptfiguren. Wer ist für die Besetzung verantwortlich? Es handelt sich hauptsächlich um Laien, die sich selbst für Hollywood-Stars halten. Die Folge: Sie halten sich nicht an das von ihnen selbst aufgestellte Drehbuch und ändern ständig ihren Text, ja handeln völlig wirr, was eine gewisse Komik, aber viel mehr Tragik innehat. Alle paar Monate verkünden sie etwas, dass sie wenig später leise kassieren.
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Setzt euch ernsthaft mit Kritik auseinander und tut nicht so, als sei hier nur eine Person auf Kununu dafür verantwortlich. Mitarbeitende sind Menschen und brauchen eine verlässliche Arbeitsumgebung mit Wertschätzung.
Arbeitsatmosphäre
Viel Unsicherheit und Verwirrung aufgrund widersprüchlicher Aussagen und Anweisungen. Manches hat nur wenige Tage Bestand. Anderes wird je nach CvD anders umgesetzt. Führt zu: Ich mach mein Ding - Demotivation. Manche fressen den Frust rein, andere lästern tagtäglich, zuletzt gingen viele.
Kommunikation
Mitarbeitende sollen sich einen unregelmäßig erscheinenden Podcast des Bosses anhören, indem es auf 30 bis 50 Minuten neben viel privater Unterhaltung und Nebelkerzen versteckt ab und an wichtige Informationen gibt, die sonst nicht kommuniziert werden. So vergeht Arbeitszeit.
Ansonsten ist der Ton sehr von oben herab. Alle Mitarbeitende sind ersetzbar, das wird immer wieder in Einzelgesprächen oder in der Betriebsversammlung offen gesagt.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der Teams meist gut, dann aber oft Team gegen Team oder Team gegen Vorgesetzte/CvDs. Dazu Geläster und Mobbing. Betriebsrat ist kein Anwalt der Arbeitnehmer.
Work-Life-Balance
40 Stundenwoche mit Schichtdienst und Arbeit an mindestens zwei von vier Wochenenden im Monat. Es gibt Ausgleichstage. Freunde und Familie kommen aber oft zu kurz. Die Homeoffice Regel wird jedes Jahr weiter zurückgefahren, offenbar will die Chefetage mehr Kontrolle und vertraut den Arbeitnehmenden nicht. Oder die Leute sollen im Büro sitzen, damit die Vermarktung ihren Kunden die "Redaktion" präsentieren kann?
Vorgesetztenverhalten
Ganz großes Kasperletheater. Oft keine klaren Ansagen oder sie werden kurzfristig kassiert. Manche winden sich um Entscheidungen. Andere äußern Ideen, die undurchdacht sind, aber sofort umgesetzt werden sollen. Sachliche Kritik und Widerspruch führen zu negativen Konsequenzen.
Interessante Aufgaben
Es geht nur um Klicks. Artikel sind der Rahmen für Anzeigen. Das kann man sicher auch mal interessant füllen, wenn man über Hunde schreiben will. Auf Dauer ermüden und verdummen die Mitarbeitenden beim Schreiben und Lesen der Texte.
Gleichberechtigung
Bro-Connection, selten Frauen in Führungsposition
Umgang mit älteren Kollegen
Fokus ist auf jungen und extrem günstigen Mitarbeitenden
Arbeitsbedingungen
MacBook und Monitor sind top. Es gibt keine Diensthandys. Privatnummern gehen daher auf offiziellen Telefonlisten im Unternehmen rum. Einige Mitarbeitende haben daher ein Zweithandy angeschafft, privat gezahlt. Willkürlich erhalten wenige Mitarbeitende doch ein Diensthandy. Dauerhafte Erreichbarkeit per WhatsApp erwünscht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Keine Programm in diese Richtung
Gehalt/Sozialleistungen
Unterdurchschnittlich
Image
Billiger Content, Rechtschreibfehler, unseriös
Karriere/Weiterbildung
Ganz selten bekommt jemand externe Weiterbildung bezahlt, sonst angeblich interne Schulung. Nutzt niemand. HR achtet nicht drauf, Chefs ebenso nicht. Man bleibt handwerklich stehen.

